Lübeck – Neue Gesichter auf der Bank: Mit Predrag Uzelag (Oldenburg), Alexander Nouri (Werder II) und Heinrich Neddermann (Rehden) traten in den vergangenen Tagen drei Trainer ihren Dienst bei einem Regionalligisten an. Dass sie mit ihren Teams nun vor interessanten Aufgaben stehen, dürfte den Unterhaltungswert des 15. Spieltags noch steigern.

Hannover 96 II – VfB Lübeck (Sa., 13 Uhr)
Lediglich ein Sieg aus den vergangenen fünf Partien (1-1-3) steht in der Bilanz des
Gastgebers. Das entspricht nicht den Ambitionen des Tabellensiebten. Zumal der sich beim 1:2 gegen den TSV Havelse „um den verdienten Lohn“ gebracht hatte, wie Trainer Sören Osterland meinte. An der nötigen Leistungsfähigkeit mangelt es also nicht. Nun soll es auch von den Ergebnissen her wieder aufwärts gehen. Der VfB Lübeck gilt derzeit allerdings nicht als Aufbaugegner. Im Gegenteil. Lediglich eine Niederlage kassierte der Gast in den vergangenen neun Partien (4-4-1). Beim 0:0 gegen St. Pauli haderte der VfB angesichts der vergebenen Chancen sogar mit einem Punktverlust – vom Selbstverständnis eines Aufsteigers hat sich der Tabellensechste bereits sehr weit entfernt.

FC St. Pauli – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)
Die Hamburger trennten sich zuletzt nicht nur vom VfB mit einem Remis. Das Team spielte insgesamt drei Mal in Folge Unentschieden. Noch wartet Remigius Elert (Nachfolger von Thomas Meggle) auf den ersten Sieg als Cheftrainer der Reserve. Ob er gegen den GSC gelingt? Leicht wird es nicht. Seitdem Goslar von Slavomir Lukac (Nachfolger von Mario Block) trainiert wird, ging kein Spiel verloren (3-1-0).

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Eintracht Braunschweig II – VfB Oldenburg (Sa., 14 Uhr)
Der Gast kommt mit einem neuen Trainer: In dieser Woche ersetzte Predrag Uzelag den
bisherigen Coach Kristian Arambasic. „Wir können mit der sportlichen Situation, vor allem aber mit der Entwicklung, nicht zufrieden sein und erhoffen uns mit dieser Entscheidung, dass die Mannschaft zurück in die sportliche Erfolgsspur findet“, so VfB-Präsident Wilfried Barysch. Mit 15 Punkten aus 14 Spielen belegen die Oldenburger den 14. Platz. Zuletzt war das Derby gegen den BV Cloppenburg mit 1:2 verloren gegangen. Nun geht es zu einem Gegner, dem zuletzt Vieles gelang: Seit fünf Partien (2-3-0) ist die Eintracht nun ohne Niederlage. Die jüngsten Duelle mit Goslar (2:2) und Norderstedt (1:1) endeten allerdings auch nicht mit einem Sieg.

Werder Bremen II – VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr)
Alexander Nouri heißt der neue Mann auf der Bank der Bremer. Er ist nach Daniel Petrowsky (HSV II) und Remigius Elert (St. Pauli II) bereits der dritte Trainer, der nachrückt, weil ein Kollege zum Bundesligacoach befördert wurde. „Ich bin sehr dankbar und sehe das als Geschenk“, sagt der 35-Jährige. Neu ist er auf der Bank eines Regionalligisten allerdings nicht, im vergangenen Jahr hatte Nouri den VfB Oldenburg noch auf den dritten Platz geführt. Nach seinem Debüt in Flensburg (1:1) geht es nun gegen den großen Rivalen aus dem Vorjahr. „Wolfsburg ist eine ähnliche Mannschaft wie wir, sie haben hohe Ansprüche. Daher erwarte ich auch ein sehr interessantes Spiel, in dem unsere Spieler ihre Leistung überprüfen können“, so Nouri vor dem Duell des Vizemeisters gegen den aktuellen Titelträger. Der kommt nun als Dritter – und damit direkter Verfolger von Werder II – nach Bremen.
 
Lüneburger SK Hansa – FT Braunschweig (So., 14 Uhr)
Das Duell der Aufsteiger. Dem Gastgeber sieht man die Rolle des Underdogs allerdings
schon längst nicht mehr an. Der LSK holte satte vier Siege aus den letzten sechs Partien (4-1-1) und mischt als 13. kräftig mit in der Liga. Von der FT Braunschweig lässt sich dies noch nicht behaupten. Nach nur einem Sieg aus 14 Spielen belegt das Team den letzten Platz und kämpft um den Anschluss.
 
Hamburger SV II – SV Meppen (So., 14 Uhr)
Der SV Meppen zählt als Traditionsverein ohnehin zu den Beliebtesten der Region.
Mittlerweile dürften ihn aber nahezu alle guten Wünsche zum Spiel beim Spitzenreiter
begleiten. Denn irgendwann muss der HSV II doch mal verlieren – findet jedenfalls die
Konkurrenz. Mit satten 40 Punkten aus 14 Spielen führt das Team von der Elbe die Liga an. Nun ist es auch schon wieder fünf Wochen her, dass der BSV Rehden mit einem 1:1 bei den Hamburgern für einen Hoffnungsschimmer der Konkurrenz gesorgt hatte. Der SV Meppen fährt nun immerhin erholt nach Hamburg: Am vergangenen Spieltag, beim 3:0 gegen Neumünster, beendeten die Emsländer eine sechs Spiele währende Negativserie (0-3-3). Ein gutes Omen?
 
VfR Neumünster – TSV Havelse (So., 14 Uhr)
Aufatmen in Havelse: Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien scheint die Durststrecke überwunden. Als Tabellenvierter haben die Niedersachsen nun auch wieder Tuchfühlung zu Spitze. Anders sieht es beim VfR aus, der fünf seiner letzten sieben Spiele verlor. Allerdings: Neumünster stand gegen den HSV II (1:2) und in Meppen (0:3) zuletzt auch vor sehr schweren Aufgaben. Leichter dürfte es gegen den widererstarkten TSV nun aber auch nicht werden.
 
BV Cloppenburg – ETSV Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)
Beide Teams kamen zuletzt zu respektablen Ergebnissen: Der BVC gewann das Derby in
Oldenburg (2:1), und Weiche trennte sich mit einem 1:1 von Werder II. In der Tabelle liegt Cloppenburg (12.) jedoch noch drei Plätze und zwei Punkte vor den Flensburgern (15.).
 
BSV Rehden – Eintracht Norderstedt (So., 15 Uhr)
Und noch ein neuer Trainer: Nachdem Andreas Petersen sich in Richtung Neustrelitz
verabschiedet hatte, wurde Heinrich Neddermann gemeinsam mit Rehdens U23-Coach
Daniel Gunkel zum Interimstrainer befördert. Er übernahm eine Mannschaft, die zuletzt fünf Mal in Folge ohne Sieg blieb und die vergangenen drei Partien verlor. Der Eintracht aus Norderstedt erging es nicht viel besser. Im Gegenteil. In den letzten sieben Spielen gelangen dem Gast lediglich zwei Unentschieden.

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