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Lübeck – Die A-Jugend des VfL Bad Schwartau hat gegen den HSV Hamburg mit 28:25 gewonnen. Ab  der ersten Spielminute war die Partie in der Hansehalle von gut 350 Zuschauern umkämpft. Für die Fans bot sich in der Lübecker Arena eine spannende und mitreißende Partie. Beim VfL waren in der Trainingswoche noch  bis zu acht Spieler wegen Erkrankungen ausgefallen, diese stellten sich jedoch ausnahmslos in den Dienst der Mannschaft und liefen auf.
 
Das seit Wochen sichtbare Selbstbewusstsein des VfL Bad Schwartau war von Beginn an tonangebend; 2 gute Paraden von Torhüter Marino Mallwitz und sehenswert im Angriff Rune Hanisch brachten die Gastgeber mit 3:1 in Führung.
Auch der HSV nahm die Partie an, legte zum 6:6 nach, ehe der VfL durch Maciej Judycki zum 9:7 wieder in Führung ging. Beide Teams mussten für sich in dieser Phase gut herausgespielte aber auch vergebene Chancen verbuchen.

In der ersten Halbzeit schied nach einer Kollision der HSV-Spieler Lennard Thomsen aus, der ärztlich behandelt werden musste. Eine schwächere Phase hatte der VfL dann vor der Halbzeit. Machte sich das Trainingsdefizit der Woche doch noch bemerkbar? Der HSV Hamburg holte auf und setzte sich zur Halbzeit sogar 14:13 nach vorne. Die Hamburger hatte sich inzwischen für eine offensive 5-1 Abwehr entschieden und dieses in Teilen mit einer Manndeckung gegen Rune Hanisch verbunden.

In der Halbzeit stellte der VfL sich noch einmal neu auf diese Situation ein. Zwei VfL-Fehlwürfe (Judycki, Ehlers) nach Wiederanpfiff brachten aber den Hamburgern die Möglichkeit, vorzulegen, welche sie auch dankbar nutzten und sogar mit 17:14 in Führung gingen. Dem Spielverlauf bisher war abzulesen, dass drei Tore in diesem Spiel schon viele waren. So blieb der HSV auch bis zum 20:19 vorne, die VfL-Abwehr, die bis dahin bereits gut arbeitete, legte mit jeder Minute der 2. Halbzeit noch einmal zu. Tom Patalas organisierte im Abwehrzentrum und überzeugte mit riesigem Einsatz, gleichzeitig war er in Angriff als Kreisläufer extrem gefährlich, treffsicher und vom HSV nicht zu kontrollieren.

Mit zunehmender Spielzeit war immer weniger Durchkommen für die Hamburger und wenn gab es auch noch Marino Mallwitz im VfL –Tor. Der VfL Bad Schwartau kam Tor um Tor heran, setzte sich dann über 21:20 zum 26:23 in Führung, selbst wenn nicht alle VfL-Würfe das Hamburger Tor trafen. Dennoch war der VfL in vielen kleinen Situationen effektiv, war seinen Gegenspielern oft einen Schritt voraus, so ergaben sich neben den Tormöglichkeiten dazu auch Zeitstrafen für den HSV, der nicht zimperlich zu Werke ging; in der 39. Minute wurde demzufolge HSV-Spieler Finn Nowacki disqualifiziert (3 x 2 Min).

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Die taktischen Maßnahmen gegen den VfL waren variabel (doppelte Manndeckung, offene Manndeckung); jedoch ließ sich der VfL davon nicht beeindrucken. Spielmacher Jon Ehlers überzeugte ebenfalls mit einer sehr starken Leistung, traf sicher die 7m-Würfe für den VfL, aber war in der entscheidenden Phase des Spiels der agile Punkt auf Schwartauer Seite. Ehlers setzte seine Mitspieler geschickt ein, traf auch selbst in wichtigen Momenten des Spiels. Für beide Mannschaften schafften die Entscheidungen der Schiedsrichter teilweise Hektik, beidseitig waren einige Pfiffe nicht zuzuordnen bzw. nachzuvollziehen. Zumindest zur Beruhigung des kontaktfreudigen Spiels trug dies nicht unbedingt bei.Dennoch hatte der VfL die Ruhe und die Übersicht, auch die Schlussphase erfolgreich zu gestalten. Den Schlusspunkt setzte Jon Ehlers als er knapp eine Minute vor Spielende das 28:25 für den VfL markierte und begeisterte VfL-Anhänger zum Feiern brachte.

„Wir haben sehr diszipliniert die taktische Linie umgesetzt, für die Einsatzbereitschaft aller Spieler gibt es die Note 1. Hinzu haben wir mannschaftlich geschlossen diesen Sieg auch gewollt und ihn verdient erreicht. Die Mannschaft besteht im Kader aus 17 Spielern, die alle ihren Teil zu dem Erfolg beigetragen haben. Die Entwicklung der Mannschaft ist in den letzten Wochen sehr positiv.“

Tore: Maciej Judycki 10, Rune Hanisch – Jon Ehlers je 5 (3/3), Tom Patalas 4 – Tjark Wege 4 (4/3)

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