Stuttgart – Das Desaster von Stuttgart – 1:2 beim VfB Stuttgart verloren, und alle anderen spielten gegen den HSV! Die Rothosen haben nun ihr Schicksal am letzten Spieltag der Bundesliga nicht mehr selbst in der Hand, auch nicht bei einem Sieg gegen Schalke 04. Indes: Ohne den läuft gar nichts mehr!

Was in Stuttgart in der mit 60.000 Zuschauern (unter ihnen mindestens 6.000 HSV-Fans) so herrlich für den HSV mit dem Führungstor durch – na, wer denn sonst? – Gojko Kacar begann, wandelte sich eine Viertelstunde später (Ausgleich durch Christian Gentner) zur Zitterpartie und schließlich zum Fiaskospiel (Stuttgarts 2:1 durch Martin Harnik, 35.). Mit Glanzparaden hielt René Adler die HSVer zwar lange im Spiel, doch was nützt der beste Torwart, wenn vorn nichts gelingt.

Mehr als eine Halbzeit hielt die Stuttgarter Führung, an diesem Tag hatte der HSV nicht die Mittel (und die Moral) zum Gegenschlag. Das 100. Bundesliga-Match mit den Schwaben geriet möglichweise zu einem Abschiedsspiel. Obwohl: auch die Stuttgarter ind längst nicht im sicheren Hort – und plötzlich könnten gleich zwei der größten deutschen Traditionsvereine eine Klasse tiefer rutschen.

Ersparen wir uns an dieser Stelle die Rechenspiele mit vielen Unbekannten: Der 34. Und letzte Spieltag ist mit den Abstiegskrachern Paderborn gegen Stuttgart und Hannover gegen Freiburg, dem Heimspiel des HSV gegen Schalke und der Auswärtspartie von Hertha BSC in Hoffenheim nicht mehr an Spannung zu überbieten. Welcher Trainer findet das Zaubermittel?

Für einen HSV-Spieler ist der Zauber bereits vorbei: Rafael van der Vaart wird im Endspiel gegen die Königsblauen fehlen, er sammelte in Stuttgart seine zehnte gelbe Karte ein. Tschüss, vdV – das war’s dann. Halt: Es könnte ja immer noch die Relegation geben…

Und wie hörten sich die Stimmen zum Spiel an? René Adler: „Wir haben mehr als verdient verloren. Der Gegner war in allen Belangen besser. Wir waren vielleicht in der einen oder anderen Situation zu unflexibel. Wir müssen das schnell aufarbeiten. Jetzt gilt es unsere Hausaufgaben gegen Schalke zu machen und dann zu schauen, ob es reicht."

Bruno Labbadia: „Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, dass wir das 1:0 aus der Hand gegeben haben. Es haben dann einige Dinge nicht mehr so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen. Stuttgart hat das super ausgenutzt. Wir haben das Ding heute aus der Hand gegeben. Wir werden weiter alles versuchen und das Spiel schnell aufarbeiten, unser Spiel gegen Schalke gewinnen und dann schauen, was auf den anderen Plätzen passiert. Das ist keine gute Ausgangslage, aber wir geben nicht auf!"

Anzeige
AOK

So spielten sie:

VfB Stuttgart: Ulreich – Schwaab, Baumgartl, Rüdiger, Klein – Serey Dié (90. Romeu), Gentner – Harnik (85. Werner), Didavi (78. Maxim), Kostic – Ginczek

Hamburger SV: Adler – Westermann, Djourou (90. Holtby), Rajkovic, Ostrzolek – van der Vaart, Kacar – Ilicevic, Olic, Jansen (64. Stieber) – Lasogga (58. Rudnevs)

Tore: 0:1 Kacar (12.), 1:1 Gentner (27.), 2:1 Harnik (35.)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Gelbe Karten: Didavi (69.) /Adler (56.), Olic (58.), Kacar (69.), van der Vaart (91.), Westermann (92.)

 

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -