Hamburg – Die Ergebnisse der beiden Sonntag-Spiele des vierten Bundesliga-Spieltags haben die Euphorie der Rothosen vielleicht ein wenig gesenkt. Nach dem überraschenden 3:0 in Mönchengladbach fanden sie sich auf Rang 10 der Tabelle wieder – im Laufe des Sonntags rutschten sie auf Platz 12 ab. Schalke 04 siegte 2:1 gegen Mainz 05 und Werder Bremen (mit Pizarro!) gewann 3:1 in Hoffenheim.

Schalke feierte den ersten Heimsieg unter Trainer André Breitenreiter, steht jetzt hinter dem nächsten HSV-Gegner Eintracht Frankfurt auf Platz 5. Klaas-Jan Huntelaar verschoss zunächst einen Elfmeter, in der 61. Minute erzielte er das 2:1. Joel Matip hatte Schalke vor über 60.000 Zuschauern in der 37. Minute in Führung gebracht, die fünf Minuten später von Yunus Malli ausgeglichen wurde.

Werder Bremen rückte auf Platz 6 vor – mit Rückkehrer Claudio Pizarro ab der 82. Minute. Die Bremer Führung von Zlatko Junuzovic in der 44. Minute glich Hoffenheim durch den chilenischen Neuzugang Eduardo Vargas vier Minuten nach der Pause aus. In der Nachspielzeit sorgten Anthony Ujah und Junuzovic für die Tore zum 3:1-Sieg der Bremer. Hoffenheim legt den schwächsten Saisonstart in acht Jahren Bundesliga hin – vier Spiele ohne Sieg, nur ein Punkt und Platz 15. Willkommen im Klub mit Augsburg und Hannover, nur Stuttgart und Mönchengladbach hängen tiefer drin…

Heute beginnt für das Team von Trainer Bruno Labbadia die unmittelbare Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Morgen sind zwei Einheiten am Volksparkstadion vorgesehen. Auf hsv.de wird dazu ergänzend mitgeteilt, dass die beiden letzten Trainingstage vor einem Bundesligaspiel ab sofort immer "nicht öffentlich" absolviert werden. Das bedeutet in der Praxis, dass der Weg zwischen den Trainingsplätzen und dem Südeingang des Volksparkstadions gesperrt ist und die Einheiten hinter Sichtschutzwänden laufen. Das soll aber kein sogenanntes Geheimtraining sein.

„Es geht vielmehr darum, zwei Mal in der Woche mehr Ruhe zu haben und etwas zurückgezogener zu trainieren", so Trainer Labbadia. „Die anderen Tage stehen die Profis und das Trainerteam wie gewohnt auch nach dem Training kurz für Autogramme zur Verfügung und die Einheiten können von der Stehtraverse verfolgt werden“, heißt es weiter auf der Homepage des HSV.

Der HSV spricht sich gegen Diskriminierung und für Willkommenskultur aus! In einem jetzt veröffentlichten Statement des Hamburger SV heißt es dazu:

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„Ein weltoffener Verein in einer weltoffenen Stadt in einem weltoffenen Land – der Hamburger SV positioniert sich unmissverständlich gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass und für eine Willkommenskultur!

Millionen von Menschen müssen überall auf der Welt ihre Heimat verlassen und sind auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und Elend. Männer, Frauen und Kinder nehmen unbeschreibliche Strapazen auf sich, um dem zu entkommen und an einem sicheren Ort ein Leben in Würde und ohne Angst führen zu können. 

Unsere Republik und unsere Stadt sind solche Orte. Unser Land ist weltoffen, unsere Stadt heißt seit hunderten von Jahren Menschen aus aller Welt herzlich willkommen und auch unser Verein ist geprägt von Menschen aus allen Winkeln dieser Erde. Dafür sind wir dankbar, darauf sind wir sehr stolz, das möchten wir weder jetzt, noch in Zukunft missen.

Wir übernehmen als multikultureller Verein seit jeher Verantwortung. Mit verschiedenen Angeboten für Flüchtlinge möchten wir gerade jetzt die Menschen bei uns willkommen heißen. So unterstützt die HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“ gemeinsam mit dem HSV e.V. das Projekt „Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete“ in der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in der Schnackenburgallee. Die Pädagogen des HSV-Fanprojektes und unsere ehrenamtlichen Helfer sorgen hier für ein vielfältiges sportliches Angebot für Flüchtlingsfamilien. Weitere Projekte sind in Planung.

Der Hamburger SV positioniert sich unmissverständlich gegen Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass, Rassismus und jede Form der Diskriminierung. Dafür war, ist und wird bei uns niemals Platz sein! Der HSV steht für Weltoffenheit, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, Respekt und Fairplay.“

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