Darmstadts Heller gegen HSV-Linksverteidiger Leibold
Foto: Lobeca

Darmstadt – Der Hamburger SV bleibt über die Winterpause auf Rang zwei, allerdings auch im achten Zweitligaspiel in Folge ohne Sieg. Beim SV Darmstadt 98 kamen die Rothosen trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Dazu wurde ein Treffer nicht gegeben. 

Im Gegensatz zu den Gastgebern, die auf die 1:1-Truppe aus der Begegnung com vergangenen Montag gegen den VfB Stuttgart setzte, tauchte HSV-Coach Dieter Hecking auf zwei Positionen. Kittel ersetzte den verletzten Kapitän Hunt und Fein rutschte für Dudziak in die Startelf. Hinterseer führte die Rothosen zum ersten Mal in dieser Saison aufs Feld. 

Strahlender Sonnenschein am Böllenfalltor und zwei erste Möglichkeiten für die Gäste in der Anfangsphase von Jatta (8.) per Kopf – zur Ecke abgewehrt – und Leibold (9.) aus dem Hinterhalt – drüber – gab es. Einen kurzen Schreckmoment musste Ewerton (11.) überstehen. Nach einem Kopfballduell mit Skarke musste der Hamburger mit einer Platzwunde an der Lippe behandelt werden. Es ging für ihn allerdings weiter. Gerade als Langeweile drohte einzukehren, spielte Jatta auf die rechte Seite zu Narey. Eine Flanke und Hinterseer (18.) versenkte den Ball per Kopf zur Führung ins linke Eck. Nachdem Dursun (26.) kam Dursun im Strafraum zu Fall, doch einen Elfmeterpfiff blieb aus. Dafür verletzte sich Ewerton kurz danach in einem Zweikampf mit Mehlem und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam van Drongelen in die Begegnung. Der Niederländer hatte sofort Pech, denn er verteidigte gegen Dursun (32.) nicht gut. Der gebürtige Hamburger traf nach einer Holland-Hereingabe von links zum Ausgleich für die Lilien. Sehr ärgerlich, denn noch eine Minute davor hatte Harnik die Chance die Führung auszubauen, scheiterte aber an Darmstadts Keeper Schuhen. Kurz vor der Pause hatte der HSV Glück. Bei einem Angriff der Hausherren ging Letschert dazwischen und spielte mit dem Rücken zum eigenen Tor auf Heuer Fernandes (42.) zurück. Der Hamburger Schlussmann war allerdings ebenfalls auf dem Weg zum Geschehen und erwischte den fast verunglückten Pass. Das wäre ein kurioses Eigentor gewesen. Jatta (45.), der schon beim ersten Treffer maßgeblich beteiligt war, staubte nach einem Leibold-Freistoß an den Pfosten zur 2:1-Pausenführung aus Nahdistanz ein. Schuhen war machtlos. Drei Chancen, zwei Tore für den Tabellenzweiten. Das war in den ersten 45 Minuten effektiv. 

Die zweite Hälfte begann mit einem kleinen Aufreger, weil Mehlem (49.) im Strafraum einen Kontakt von Narey bekam und zu Boden ging. Ganz Darmstadt verlangte einem Strafstoß, doch die Pfeife von Schiri Aarnink blieb stumm und auch der Video-Assistent sah da nichts. Auf der anderen Seite es Narey aus 18 Metern, traf aber nur das Außennetz. Kurz danach wechselte Hecking das zweite Mal und brachte Dudziak für Harnik. Der musste mit ansehen, wie Dursun (58.) den erneuten Ausgleich markierte. Kempes Schuss aus 25 Metern ließ Heuer Fernandes nur noch vorne abklatschen. Erneut kam van Drongelen zu spät gegen Dursun, der abstaubte und innerhalb von vier Spielen gegen den HSV seinen dritten Treffer erzielte. Es dauerte rund zehn Minuten, bis sich der HSV die nächste Chance erspielt. Einen Konter schloss Jatta (68.) mit einem zu schwachen Schuss ab und Schuhen war da. Der vereitelte in der 76. Minute den zweiten Treffer von Hinterseer, der an einer Flanke von Leibold vorbeirutschte. Der 98-Keeper gab dem Pass die entscheidende Richtungsänderung. Die Hamburger Innenverteidigung sorgte für das 3:2. Eine Ecke köpfte Letschert zu van Drongelen, der ins Netz weiter köpfte. Großer Jubel beim Geburtstagskind vom vergangenen Freitag. Zu früh gefreut, denn der Video-Assistent entschied auf Abseits von Jatta und damit kein Tor. Hecking regte sich auf, doch genutzt hat es nicht. Der HSV spielte auf Sieg und wollte den Auswärtsfluch mit sieben Spielen ihn Sieg zum Jahresabschluss bezwingen. Die Darmstädter wehrten sich und verteidigten leidenschaftlich. Samperio kam noch einmal kurz vor Schluss für Kittel, der an diesem Tag enttäuschte. Zwar Abseits, aber selbst die größte Möglichkeit im zweiten Durchgang brachten die Gäste nicht im Kasten unter. Erst Hinterseer und dann Dudziak (92.) vergaben. Schuhen parierte einen Knaller von Samperio (94.) Weltklasse danach noch einmal. Es blieb beim 2:2-Unentschieden. 

Statistik: 

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AOK

SV Darmstadt 98 – Hamburger SV 2:2. (1:2)

Tore: 0:1 Hinterseer (18.), 1:1 Dursun (32.), 1:2 Jatta (45.), 2:2 Dursun (58.)

Zuschauer: 14.875 (ausverkauft)

Darmstadt: Schuhen, Dursun, Mehlem (92. Honsak), Kempe, Skarke (62. Heller), Paik (46. Schnellhardt), Stark, Herrmann, Höhn, Dumic, Holland

Hamburg: Heuer Fernandes, Ewerton (29. van Drongelen), Narey, Kittel (87. Samperio), Hinterseer, Jatta, Leibold, Harnik (56. Dudzik), Letschert, Jung, Fein

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