Wolfsburgs Julian Justvan, hier im Zweikampf gegen Ahmet Arslan vom VfB Lübeck, bleibt an diesem Wochenende nichts anderes übrig, als mit seinen Team-Kameraden dem VfB Lübeck aus der Ferne zuzuschauen.
Foto: Fishing4/Marcel Krause

Lübeck – Weil die Partie bei Hannover 96 II abgesagt wurde, wird der VfL Wolfsburg II am 25. Spieltag nicht im Einsatz sein. Der Tabellenzweite erhält also keine Gelegenheit, sich den Frust vom 1:2 gegen den VfB Lübeck von der Seele zu spielen – und muss womöglich mitansehen, wie der Konkurrent (Heimspiel gegen den HSC Hannover) einstweilen davonzieht. Neben der Partie in Hannover fiel bislang auch die Begegnung Hamburger SV II – VfB Oldenburg den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer.

SpVgg Drochtersen/Assel – Holstein Kiel II (Sa., 14 Uhr)

Vier Auswärtsspiele in Folge hatte die Spielvereinigung gewonnen, ehe das 0:3 bei St. Pauli II diese Serie am letzten Spieltag beendete. Allerdings zählt der Tabellenvierte ja nach wie vor zu den heimstärksten Teams der Liga (8-1-3), während die Kieler nicht unbedingt mit einer beeindruckenden Auswärtsbilanz (4-1-6) antreten. Der letzte Sieg auf fremden Platz gelang dem Gast im vergangenen Oktober (1:0 bei St. Pauli). Er siegte also dort, wo der Gastgeber zuletzt verlor – mal sehen, was der Quervergleich diesmal wert ist.

SV Werder Bremen II – BSV Rehden (Sa., 14 Uhr)

Nur rund 50 Kilometer trennen diese beiden Klubs, ihr Duell geht also als Derby durch. Während der Gastgeber nach den Spielen gegen HSC Hannover (1:0) und Weiche Flensburg (1:1) vier Punkte sammelte in 2020, wartet der BSV (0:0 gegen HSC, 1:3 gegen Oldenburg) noch auf einen dreifachen Punktgewinn. Weil das Heimspiel gegen den HSV II am letzten Wochenende abgesagt werden musste, geht der Gast allerdings nach einer längeren Pause an den Start – womöglich hat Neutrainer Maarten Schoops die Zeit genutzt, um sein Team an die Bestform heranzuführen. In einem Derby kommt es darauf ja ganz besonders an.

VfB Lübeck – HSC Hannover (Sa., 14 Uhr)

Der Sieg im Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg II (2:1) war gestern. Nun kommt der Liga-Alltag auf den neuen Spitzenreiter zu. Als „krassen Gegensatz“ bezeichnet Vorstandsmitglied Florian Möller dieses Duell. Man ahnt, dass er das Heimspiel gegen das Schlusslicht zu den „Stolpersteinen“ zählt, die nach wie vor auf dem Weg zum Titel liegen. Mit anderen Worten: Der Sieg gegen den VfL II war nicht viel wert, wenn nun nicht drei Punkte gegen den Underdog folgen. Dabei wusste der HSC zuletzt mit einigen guten Leistungen zu überzeugen – er gilt gegenüber der Hinrunde als deutlich verbessert.

SSV Jeddeloh – FC St. Pauli II (Sa., 16 Uhr)

Oliver Reck ist noch unbesiegt: Dem 4:1 in Altona ließ sein Team zuletzt ein 0:0 beim Heider SV folgen. Der Neutrainer sammelte mit seinem Team also vier Punkte aus den ersten beiden Spielen des Jahres – eine gute Bilanz. Folgt nun ein Sieg gegen die Hamburger, könnte der 15. weiteren Boden gutmachen. Allerdings: Der 13. St. Pauli weiß natürlich auch um die Bedeutung dieser Partie, und er ließ zuletzt mit einem überraschenden 3:0-Heimsieg gegen die SpVgg Drochtersen/Assel aufhorchen.

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Altona 93 – Heider SV (So., 14 Uhr)

Während der Gastgeber zuletzt von einer Spielabsage betroffen war – und mit 21 Spielen nun weniger Partien absolviert hat als jedes andere Team im Tabellenkeller, kam der Heider SV am vergangenen Spieltag zu einem 0:0 gegen den SSV Jeddeloh. Dem Punktgewinn folgte am Mittwoch indes eine 1:2-Niederlage im Nachholspiel in Flensburg. Es gab also keine Zähler. Das knappe Ergebnis beim Tabellendritten deutete jedoch an, dass der 17. auf einem ordentlichen Weg ist. Der Gastgeber trat dagegen erst zu einem Spiel an in diesem Jahr, er verlor gegen den SSV mit 1:4.

TSV Havelse – Lüneburger SK (So., 14 Uhr)

Klappt es diesmal? Bislang absolvierten weder der TSV Havelse (10.) noch der Lüneburger SK (11.) ein Spiel in 2020. Die letzte Begegnung des Gastgebers datiert vom 6. Dezember 2019 (2:2 in Rehden); der LSK war am 7. Dezember letztmalig aktiv (0:1 gegen Drochtersen/Assel). Nun wollen die Tabellennachbarn endlich mal antreten, bevor ihnen die Konkurrenz enteilt: Während sie jeweils 22 Spiele absolvierten, traten die meisten vor ihnen platzierten Mannschaften bereits zu 23 oder 24 Partien an.

Eintracht Norderstedt – SC Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)

Ein Spiel gab es für die Eintracht in diesem Jahr. Es wurde angesichts der 2:4-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg II allerdings nicht mit Punkten belohnt. Gleichwohl stellte der Gastgeber vor rund zwei Wochen unter Beweis, dass mit ihm zu rechnen sein wird – es ging jedenfalls recht eng zu, hatte die Eintracht doch bis 75. Minute noch mit 2:0 vorn gelegen. Nun wartet der Tabellensechste auf den Dritten. Das bedeutet: Weiche muss seine Flutlicht-Festtage unterbrechen. Die Flensburger haben in den Spielen gegen Werder II (1:1) und Heide (2:1) ja gerade erst ihre neue Flutlichtanlage eingeweiht.

(PM/NFV/Stefan Freye)

 MannschaftSpielePunkte
1.VfB Lübeck2458
2.VfL Wolfsburg II2456
3.SC Weiche Flensburg 082245
4.SpVgg Drochtersen/​Assel2441
5.SV Werder Bremen II2439
6.FC Eintracht Norderstedt2338
7.Holstein Kiel II2336
8.VfB Oldenburg2334
9.BSV SW Rehden2333
10.TSV Havelse2232
11.Lüneburger SK Hansa2227
12.Hannover 96 II2226
13.FC St. Pauli II2325
14.Hamburger SV II2223
15.SSV Jeddeloh2320
16.Altona 932116
17.Heider SV2416
18.HSC Hannover2315
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