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Stockelsdorf – Nach vielen gemeinsamen Jahren gehen die 1. Männermannschaft des ATSV Stockelsdorf und Trainer Heiko Grell seit letzter Woche getrennte Wege. Dieses war das Ergebnis einer Mannschaftssitzung. Nach zuletzt nur drei Punkten aus fünf Spielen musste eine Veränderung her.

In dieser Saison gelang ein guter Start in der SH-Liga, gleichzeitig wuchs auch die Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft aus vielen Gründen. Die Mannschaft suchte daraufhin mehrmals das Gespräch mit dem  Trainer. Der erhoffte sportliche Erfolg blieb aus und der Impuls zur Veränderung kam aus der Mannschaft. Sie führte ein erneutes, mannschaftsinternes Gespräch, in dem sie zu dem gemeinsamen Entschluss kam, dass die derzeitige Zusammenarbeit mit Grell nicht weiter geführt werden sollte.

Daraufhin hat das komplette Team das Gespräch mit ihm gesucht, um ihm mitzuteilen, dass die Mannschaft sich gegen ihn entschieden hat. Dieses Gespräch und auch dieser Schritt sind allen Beteiligten sehr schwer gefallen, was die Mannschaft gegenüber dem Trainer immer wieder betonte.

„Ich möchte eigentlich nichts dazu sagen, weil ich keine schmutzige Wäsche waschen möchte. Nun will ich mit dem Kapitel abschließen“, so Heiko Grell gegenüber HL-SPORTS.

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Grell übernahm die Mannschaft zu einem Zeitpunkt, als der Männerhandball beim ATSV Stockelsdorf am Boden lag, es war von der Regionalliga in die Landesliga abwärts gegangen. Auf Drängen des Vereins und mit viel Überzeugungsarbeit übernahm er den Wiederaufbau und er formte ein Team, das nicht nur auf dem Spielfeld eine Einheit war.

So stellte sich der Erfolg auch ein und am Ende der Saison 2011/2012 scheiterte man denkbar knapp am Aufstieg in die SH-Liga. Lediglich ein Punkt fehlte und das gerade einmal bei nur vier Minuspunkten. Auch in der folgenden Saison belegte Stodo den zweiten Platz in der Tabelle, diesmal sogar punktgleich in der Endabrechnung mit dem Meister SV Henstedt-Ulzburg II und lediglich bei 38:6 Punkten um ein Tor schlechter. In einem Qualifikationsturnier schaffte die Mannschaft von Trainer Grell den lang ersehnten Aufstieg in die SH-Liga. Dort hat sich die Mannschaft inzwischen etabliert – nach dem 6. Platz in der Saison 2013/2014 und dem 5. Platz in der letzten Saison. Diese Erfolge tragen die Handschrift von Grell.

Fast alle Spieler in der derzeitigen Männermannschaft haben das Handball-Einmaleins im Jugendbereich bei Grell erlernt und dort eine gute Ausbildung genossen, was sie heute jede Woche unter Beweis stellen. Er ist für viele ein langer Weggefährte gewesen und egal welche Situationen da waren, er war immer ein Kumpel, aufbauender und hilfsbereiter Mensch.
Die Mannschaft, der Team-Manager und alle, die mit Grell zusammen gearbeitet haben, wissen seine Kompetenz zu schätzen. Die Trennung vom Trainer Heiko Grell geht nur einher mit einer notwendigen Veränderung, die der Mannschaft neue Impulse geben soll.

Die Mannschaft der 1. Herren und alle Weggefährten bedanken sich für Alles und sind sich sicher, ohne Grell wären sie nicht dort, wo sie heute sind!

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