Hamburg – Das hat der FC St. Pauli in dieser Saison noch nicht erlebt: zwei Niederlagen hintereinander! Nach dem 0:2 vor Wochenfrist beim TSV 1860 München verloren die Kiezkicker im ausverkauften Millerntor-Stadion mit sage und schreibe 0:4 (0:2) gegen den 1. FC Nürnberg. Dennoch blieben sie Tabellendritter, da SV Sandhausen beim Tabellenletzten MSV Duisburg 0:3 verlor. Fortuna Düsseldorf feierte mit 2:1 beim FSV Frankfurt den ersten Auswärtssieg der Saison. HSV-Leihgabe Kerem Demirbay schoss beide Tore für die Rheinländer.

Zugegeben, die Schlagzeile der Vorschau hier bei HL-SPORTS („FC St. Pauli: Heute Sprung auf Platz 2 – mindestens für einen Tag!“) war recht zuversichtlich gewählt, immerhin hatte Cheftrainer Ewald Lienen vor den starken Nürnbergern gewarnt.

Nach dem 0:4 sah Lienen die Fehler seiner Mannschaft vor allem in der fehlenden Nähe zu den Gegenspielern. „Wir waren nach Ballverlusten in der Hälfte der Nürnberger zu weit weg und haben sie so ihre Konter aufziehen lassen“, analysierte der 62-Jährige. Gerade das zweite Tor sei klasse herausgespielt und schwer zu verteidigen gewesen. Den Knackpunkt im Spiel hatte er im dritten Gegentreffer nach der Pause ausgemacht: „Vor dem Tor hatte Lennart Thy eine gute Möglichkeit. Wenn er da trifft, kann die Partie noch kippen.“

Lasse Sobiech stellte fest: „Wir haben es nicht geschafft, unseren Fußball zu spielen. Vier Tore darf man am Millerntor einfach nicht bekommen, das geht nicht. Wir sind in ihre Falle getappt und in dumme Konter gelaufen. Auf der anderen Seite hatten wir keine große Chance."

Thomas Meggle, Geschäftsführer Sport, nahm schon das nächste Spiel beim 1. FC Kaiserslautern ins Visier: „Das Ergebnis steht nicht im Vordergrund. Die fehlenden drei Punkte sind das, was entscheidend ist. Es ist aber ganz normal, dass man bei 34 Spieltagen auch mal zwei Spiele in Folge verliert. Wichtig, ist, dass wir aus der Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen und es auf dem Betzenberg besser machen. Heute haben wir leider die hundertprozentige Konsequenz in den Zweikämpfen vermissen lassen."

So spielten sie:

FC St. Pauli: Himmelmann – Hornschuh, Ziereis, Sobiech, Buballa – Buchtmann, Alushi (78. Gonther) – Kalla (46. Dudziak), Sobota, Maier (72. Verhoek) – Thy

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1. FC Nürnberg: Schäfer – Brecko, Margreitter, Bulthuis, Sepsi – Behrens, Erras – Schöpf, Möhwald (75. Petrak), Leibold (88. Hercher) – Füllkrug (62. Blum)

Tore: 0:1 Füllkrug (19.), 0:2 Füllkrug (43.), 0:3 Leibold (53.), 0:4 Erras (88.)

Gelbe Karten: Ziereis (3.), Sobota (4.) / keiner

Schiedsrichter: Sören Storcks

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)

 

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