Tofe-Pokalwunder Teil 2 abgedreht – nun arbeitet man an Teil 3

Mannschaft und Fans des SV Todesfelde beim Hallenmasters in Kiel. Foto: Paul Gredig

Todesfelde – Das DFB-Pokalspiel SV Todesfelde gegen VfL Osnabrück wird im Joda-Sportpark des Segeberger Oberligisten ausgetragen. Anpfiff ist am kommenden Sonnabend (12.9.) um 15.30 Uhr. Ein irres Gefühl, denn „Tofe“ ist als einziger Fünftligist zuhause am Start und einer der wenigen Clubs, die die Herkules-Vorgaben des Deutschen Fußball Bundes (DFB) erfüllen kann. Viele andere Amateurvereine, sogar Regionallisten gaben ihr Heimrecht an die Profis ab. Für sie war die Umsetzung der Hygienevorschriften nur mit unheimlichen Kosten zu stemmen. Am Ende wäre es für diese Vereine ein Minusgeschäft geworden. In Todesfelde hatte man von Anfang an gesagt: „Todesfelde spielt in Todesfelde!“

SV Todesfelde: Joda-Sportpark. Foto: sr

„Es war extrem schwer“

Und SVT-Boss Holger Böhm sollte wie so oft Recht behalten. Er sagte nach vielen Interviews am Freitag bei HL-SPORTS: „Es war extrem schwer. Wir hatten einen Tag nach dem Landespokalfinale schon eine Telefonkonferenz mit dem DFB. Am Ende dieser Konferenz und diesen ganzen Auflagen, die man uns dort mitgeteilt hat, wurden wir gefragt, ob wir immer noch Lust haben, das Spiel bei uns auszutragen. Für uns gab es nur Plan A und der war das Spiel nach Todesfelde zu holen – koste es, was es wolle. Dann ging es weiter mit Videokonferenz und DFB-Delegation vor Ort, wo sie uns nochmal gefragt haben. Wir blieben bei Plan A.“

Holger Böhm (Vorsitzender SV Todesfelde, rechts) in familiärer Feier-Atmosphäre. Foto: SVT

Triple ereicht… und noch mehr?

Der Segeberger Club, der Anfang des Jahres das Hallenmasters gewann, danach den Titel auf dem Feld und am Ende sogar noch den Landescup – und das alles zum allerersten Mal… – ist einfach eine Wucht, denn ein Riesen Apparat steckt dahinter. Das weiß auch Böhm: „Wir haben so viele Ehrenamtler, die das alles machen – inklusive uns als Vorstand. Es ging innerhalb von anderthalb Wochen darum ein Hygiene- und Sicherheitskonzept aus dem Boden zu stampfen. Eigentlich eine Aufgabe für drei Monate, doch die hatten wir nicht. Alleine die Hygienevorgaben hatten 91 Seiten. Die mussten dann zum Gesundheitsamt und das hat nun auch etwas anderes zu tun, als sich mit dem SV Todesfelde zu beschäftigen. Bei der Sicherheit sieht das nicht anders aus. Da sind das Ordnungsamt, die Feuerwehr und Polizei dabei. Alle müssen ihre Stempel auf die Dokumente drücken – und dafür hat man dann zwischen drei und fünf Tagen Zeit. Und deswegen geht mein Dank nicht nur an unsere Ehrenamtlichen, sondern auch an die Verwaltung des Kreises Segeberg, den Landrat, das Gesundheitsamt, Ordnungsamt Leezen, die alle alles dafür getan haben, dass wir das schnell an den DFB schicken können.“

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Henrik Sirmais hält den Landespokal in die Hoehe. Er feiert mit Kai Fabian Schulz, Emanuel Bento Lennard Koth Todesfelde und weiteren Todesfeldrer Teamkollegen. Foto: Fishing4/Krause

„Die Verrückten von Todesfelde“

„Das alles schafft man nur, wenn man so Verrückte hat, wie wir in Todesfelde, die das alles mitmachen“, schwärmt Böhm von seinem Verein und den dazugehörigen Personen.

Joda-Sportpark – Stadion des SV Todesfelde. Foto: sr

Alle Tickets sind weg

Karten für das Spiel gibt es keine im freien Verkauf. Ungefähr 330 Zuschauer werden dabei sein können. „Die Tickets gehen intern bei uns weg. Dauerkartenbesitzer, Jugendbetreuer, 2. Herren… in die Bereiche werden die Karten gehen.“

Die Anzeigentafel im Uwe Seeler-Fußball-Park beim Abfiff im Finale zwischen SV Todesfelde und VfB Lübeck. Foto: Fishing4/Krause

Teil 1, 2 und 3

Die Todesfelder hatten mit dem Pokalsieg gegen den VfB Lübeck bereits Teil 1 des Wunders manifestiert. Die Osnabrück-Partie wirklich ins eigene Stadion zu holen war Teil 2. Nun arbeitet man an Teil 3 und der soll in einer Woche erfolgreich abgeschlossen sein.

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