Deutschland löst vorzeitig Fahrkarte zur Europameisterschaft 2022 mit Kantersieg

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Lübeck – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat gestern (10.1.) bereits nach 20 Minuten, mit dem 34:20 (19:5)-Kantersieg über Österreich in der Kölner Lanxess-Arena, die Fahrkarte zur EHF EURO 2022 gelöst. Beste Leistungen zeigten im Tor Andreas Wolff (erste Halbzeit) und Silvio Heinevetter (zweite Halbzeit) – die auch je einen Siebenmeter entschärften – sowie Debütant Antonio Metzner als bester deutscher Torschütze mit fünf Treffern. Das erste Gegentor erhielt die Mannschaft von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason erst nach einer 5:0-Führung in der 11. Minute zum 5:1.

Hintermannschaft arbeitet wie ein Präzisions-Uhrwerk

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft startete furios in die Partie, stellte eine bewegliche Abwehr mit einem starken Torhüter Wolff dahinter. Nach einem 5:0-Lauf mit fünf Torschützen – Kai Häfner (1.), Johannes Golla (3.), Tobias Reichmann (6.), Julius Kühn (7.) und Philipp Weber (9.) – und auch Wolff parierte einen freien Ball vom Kreis, kassierte das DHB-Team erst in der 11. Minute das erste Tor. Durch einen weiteren 7:0-Lauf zum 12:1 (17.) machte Deutschland bereits sehr früh den Sack zu und hatte die Direkt-Qualifikation zur EHF EURO 2022 bereits nach 20 Minuten in der Tasche.

Der Bundestrainer wechselte nicht nur die Mannschaft auf mehreren Positionen, sondern auch die Abwehr von 6:0 auf 5:1 mit Fabian Böhm auf der Spitze. Die Österreicher kamen nicht zur Entfaltung und die Gastgeber kontrollierten in jeder Phase der ersten Halbzeit die Partie. So ging es mit einem deutlichen 19:5 in die Kabinen – basierend auf einer beweglichen Hintermannschaft mit schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff und einem konzentrierten Angriff.

Viele Wechsel brachten kurzfristigen Bruch nach der Pause

Schwache Angriffsleistung mit vielen technischen Fehlern nach Wiederbeginn – Gislason hatte in der Halbzeit mehrere Wechsel durchgeführt. Es fehlte das Verständnis untereinander und die Abwehr arbeitete mit der 6:0-Formation auch nicht so effektiv wie in den ersten 30 Minuten. Österreich verkürzte mit sechs Treffern bei nur einem Gegentor auf 12:20 in der 39. Minute. Trainer Gislason nahm sein Team-Time-Out und wies eindrucksvoll auf die Fehler hin, was die Mannschaft wieder in die Spur setzte.

Alfred Gislason zufrieden mit der kompakten Leistung
Foto: kbi

Die Abwehr agierte wieder aggressiver, Silvio Heinevetter – der in der zweiten Halbzeit das Tor hütete – vereitelte mehrere klare Chancen der Österreicher, was wie ein Weckruf wirkte. Innerhalb von sieben Minuten baute die deutsche Nationalmannschaft den Vorsprung wieder auf 26:13 aus und die Sicherheit war zurück. In den letzten zehn Minuten gab es noch einen offenen Schlagabtausch und am Ende stand ein ungefährdeter 34:20-Sieg auf der Anzeige. Durch diesen Sieg löste Deutschland mit 8:0 Punkten – vor den beiden noch ausstehenden Qualifikationsspielen gegen Estland und Bosnien-Herzegowina – bereits das Ticket zur EHF EURO 2022.

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Fazit: Mit einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg, der nach der hervorragenden ersten Halbzeit (19:5) bereits feststand, qualifizierte sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft vorzeitig für die EHF EURO 2022. Durch viele Wechsel gab es einen kurzen Leistungs- und Konzentrationsknick zu Beginn der zweiten Hälfte, doch das DHB-Team fand wieder in die Spur und fegte Österreich am Ende mit 34:20 aus der Halle.

Das DHB-Team spielte mit folgender Mannschaft:
Andreas Wolff, Silvio Heinevetter – Uwe Gensheimer (4/1), Johannes Golla (3), Tobias Reichmann (2), Sebastian Firnhaber (2), Philipp Weber (1), Marian Michalczik, Kai Häfner (3), Julius Kühn (1), Fabian Böhm (3), Moritz Preuss (2), Christian Dissinger (1), Timo Kastening (3), Paul Drux (4), Antonio Metzner (5)

Weltmeisterschaft ohne Zuschauer

Noch während der zweiten Halbzeit wurde bekannt, dass die bevorstehende 27. Männer-Handball-Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten nun doch ohne Zuschauer ausgetragen wird. Zuvor hatten sich die Kapitäne von vierzehn europäischen Teams an den Präsidenten der International Handball Federation (IHF) gewandt und ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht.

Die gestrigen Qualifikationsspiele der Gruppe 2

DeutschlandÖsterreich34:20
Bosnien-HerzegowinaEstland21:19

Die aktuelle Tabelle der Gruppe 2

1Deutschland8:0130:9139
2Bosnien-Herzegowina2:463:68-5
3Österreich2:478:98-20
4Estland2:694:108-14
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