Spontaner Crocodiles-Einsatz wird belohnt

Raik Rennert, Brian Boelke, Patrick Saggau, Rico Rossi, Dominik Lascheit (Crocodiles Hamburg). Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Hamburg – Die Crocodiles Hamburg haben das kurzfristig angesetzte Heimspiel gegen die Herforder Ice Dragons am Sonntagabend mit 5:2 (1:0, 1:1, 3:1) gewonnen und klettern dadurch auf den dritten Tabellenplatz in der Oberliga Nord.

Es war keine einfache Situation für die Mannschaft von Trainer Jacek Plachta. Eigentlich wäre der Sonntag spielfrei gewesen, doch durch einen Corona-Verdachtsfall im Team der TecArt Black Dragons Erfurt fuhren die Herforder in die Hansestadt, statt nach Thüringen.

Die kurzfristige Umstellung fiel den Spielern um Kapitän Norman Martens sichtbar schwer, doch Hamburg kämpfte sich in die Partie und erarbeitete sich die Führung. In Überzahl traf Dennis Reimer zum 1:0 (12.). Die Crocodiles hatten zwar mehr Spielanteile, konnten die Drachen aber nicht zähmen. So war der Ausgleich, ebenfalls in Überzahl, nicht unverdient (25.).

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Die Crocodiles konnten sich die Führung aber noch vor der zweiten Pause zurückerobern, und es blieb dabei: Die Scheibe ging nur im Powerplay ins Tor. Als sich Herfords Nico Schnell auf die Strafbank verabschieden musste, netzte Thomas Zuravlev zum 2:1 ein (36.).

Im letzten Spielabschnitt hätten die Hamburger mehrfach den Sack zu machen können, ließen aber Großchancen liegen und wurden bestraft. Ralf Rinke glich per Schlagschuss wieder aus (54.). Den Treffer konnten die Gäste nur kurz bejubeln, da Thomas Zuravlev die Scheibe im gegnerischen Drittel eroberte und Dominik Lascheit bediente, der keine Minute später auf 3:2 stellte (55.). Nico Schnell warf Daniel Ratz lautstark vor, in der Entstehung des Tores ein Foul übersehen zu haben, woraufhin der Herforder sich selbst eine Strafe einhandelte. Ralf Rinke leistete ihm nach einem Stockschlag Gesellschaft und die Hausherren nahmen dankend an – Patrick Saggau traf in doppelter Überzahl zum 4:2 (57.). Die Ice Dragons versuchten es noch einmal mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters, doch Thomas Zuravlev nutzte das verwaiste Tor und schnürte seinen Doppelpack.

„Das war ein klassischer Arbeitssieg. Aber man muss auch sagen, dass die Vorbereitung auf das Spiel normalerweise mit dem Schlusspfiff am Freitag beginnt. Diesmal haben wir erst Samstagnachmittag von dem Spiel erfahren. Das hat unsere Mentalität auf die Probe gestellt und das Team hat den Test bestanden. In einer solchen Saison kann das eine große Rolle spielen“, sagte Geburtstagskind und Siegtorschütze Dominik Lascheit. (PM)

Bildquellen

  • lobeca_41307_Ralf_Homburg_20201230: Lobeca/Ralf Homburg
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