Neue Einnahme-Option für VfB Lübeck und Hansa Rostock

Ein Werberücken kann auch entzücken - Cyrill Akono (VfB Lübeck) und Markus Kolke (Hansa Rostock). Foto: Lobeca

Frankfurt – Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat am Freitag die Freigabe von Trikotwerbung auf dem Rücken zur kommenden Saison gestattet. Die Clubs hatten sich das gewünscht, damit sie eine zusätzliche Premiumfläche vermarkten können. Für den VfB Lübeck, Hansa Rostock und alle anderen Clubs in der Klasse bedeutet das eine neue Einnahme-Option, wenn sie in der kommenden Spielzeit dort dabei sind. Bisher durfte Werbung nur auf der Brust und einem Ärmel platziert werden. Der zweite Ärmel wurde durch den Liga-Sponsor besetzt. Das bleibt so.

200 Quadratzentimeter dürfen es sein

Die Werbefläche ist unter der Spielernummer mit einem Mindestabstand von zwei Zentimetern zu platzieren, muss freigestellt und ohne Hintergrund auf das Trikot angebracht werden. Sie muss einfarbig sein und die Farbe der Rückennummer sowie des Spielernamens haben. Die Gesamtgröße der Werbung darf maximal 200 Quadratzentimeter haben und die Höhe von 7,5 Zentimetern nicht überschreiten.

„Kompromiss gelungen“

„Wir wissen um die Bedeutung des Trikots und vor allem der Vereinsfarben für Fans. Diesen Aspekt haben wir im Ausschuss 3. Liga ausführlich diskutiert. Es war unsere Aufgabe die wirtschaftlichen Interessen der Klubs und fankulturelle Interessen in die Meinungsbildung einzubeziehen und bestenfalls in Einklang zu bringen“, sagt der Vorsitzende des Ausschusses 3. Liga, Tom Eilers und weiter: „Am Ende haben wir uns für eine Erlaubnis der Rückenwerbung ausgesprochen, aber gleichzeitig einen engen Rahmen gesteckt, wie diese aussehen darf. Das Umsetzungsdesign ist so gewählt, dass ein Rückenpartner das Gesamtbild nicht stört Wir hoffen, dass uns damit ein guter Kompromiss gelungen ist.“

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Andere Ligen, andere Regeln

Als Schwierigkeit für die Vereine ergibt sich nun aber auch eine neue Situation für die Planung – denn in allen Spielklassen gelten ab der neuen Saison unterschiedliche Regelungen. In den Bundesligen sind außer Trikotbrust und Ärmel keine weiteren Werbeflächen vorgesehen. In der Regionalliga Nord gibt es die Möglichkeit einer Werbung auf der Vorderseite der Hose.

VfB Lübeck unterstützt Antrag

Der VfB Lübeck hatte im Sommer, den von anderen Vereinen, eingebrachten Antrag unterstützt. „Diese zusätzliche Werbefläche ist eine Möglichkeit mehr, gerade in Corona-Zeiten zur schwierigen Finanzierung einer Profi-Mannschaft in der 3. Liga beizutragen“, sagt VfB-Vorstandsmitglied Florian Möller. „Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die einzelnen Partner auf dem Trikot nicht als Konkurrenz zueinander wahrgenommen werden und der Spieler nicht als reine Werbefigur fungiert. Das ist durch die räumliche Gestaltung gegeben, andererseits werden die klaren Vorgaben aber natürlich auch den Spielraum bei einer Partnersuche einengen.“

Hansa Rostock hofft nicht zu profitieren

Bei Hansa Rostock würde man sich sicherlich auch darüber freuen, wenn man in der Liga bleibt. Doch das ist nicht das Ziel der Mecklenburger. Sie haben am Sonnabend einen Punkt in Unterzahl aus München mitgenommen und 1860 auf Distanz gehalten. In der 2. Liga, dorthin ist der Kurs der Kogge ausgerichtet, wäre die Trikotwerbung auf dem Rücken nicht zulässig. (PM/rk)

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