Lübeck – Einen Big Point haben die Basketballer des TuS Lübeck 93 am vergangenen Sonnabend gewonnen. In eigener Halle siegten die abstiegsbedrohten Lübecker mit 66:59 (33:34) gegen den direkten Konkurrenten SC Rist Wedel II. Durch den Sieg springt der TuS auf den neunten Tabellenplatz in der 2. Regionalliga Nord.

In einer tollen Atmosphäre in der TuS-Arena war es ein enges Ringen zwischen den Tabellennachbarn. Beiden Teams war von Beginn an eine gewisse Nervosität anzumerken. eNach Ballverlusten auf Seiten der Gäste waren es zunächst die Lübecker, die mit 6:3 davon zogen. Dann jedoch fanden die Würfe des SC ihr Ziel und Wedel zog seinerseits mit einem Lauf auf 15:8 davon. Der für den verhinderten Manfred Hinz eingesprungene Felix Gassenmeyer sah sich gezwungen, schon früh die erste Auszeit zu nehmen. In der Folge gelang es den jetzt defensiv besser eingestellten 93ern, weitere Punkte zu verhindern. Mit Ablauf des Viertels verkürzte Patrick Thelen (7) noch auf 13:15.

Im zweiten Viertel war es vor allem ein Akteur in Reihen von Rist Wedel, der es den Lübeckern schwer machte: Abdulai Abaker erzielte 9 seiner insgesamt 19 Punkte in diesem Spielabschnitt. Auf Seiten der Lübecker hielt in dieser Phase Maik Friedrichsen (9) offensiv dagegen. Herausragend war jedoch einmal mehr die Team-Defense der Lübecker, die bei den Gästen immer wieder zu Ballverlusten führte. Vor der Halbzeit schaltete Jürgen Rich Igbineweka (7) dann individuell einen Gang in der Defensive nach oben und sorgte dafür, dass Abaker deutlich weniger Freiheiten genoss. Wedel vergab unter dem Korb einfache Möglichkeiten und gestattete den 93ern Fastbreaks, sodass das Spiel ausgeglichen in die Halbzeit ging (33:34).

Nach der Pause kam der TuS hoch motiviert aus der Kabine und konnte sich schnell durch Gerrit Krause (8) und Phillip Schwarz (6) auf 40:34 absetzen, ehe Wedel einen Lauf startete. Couragiert stemmten sich die beiden Lübecker Center Przemek Wojtas (12) und Christoph Baumbach (2) gegen die körperlich deutlich überlegenen Gäste. Der beherzte Einsatz wurde belohnt und der TuS ging mit einer Sieben-Punkte-Führung ins letzte Viertel.

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Hier drehte dann der Wedeler Kapitän Alexander Pimentel (17) auf und brachte die Gäste zum ersten Mal nach der Halbzeit durch drei Drei-Punkte-Würfe wieder in Führung. Dann war es aber zweimal Benjamin Schäfer (10), der die Lübecker nach einer Auszeit durch wichtige Würfe und Rebounds wieder nach vorne brachte. Auch die Ganzfeld-Verteidigung der Gäste konnte den Lübeckern durch den überlegten Spielaufbau von Niko Höck (5) den Sieg nicht mehr nehmen.
Dank toller Teamleistung und vor allem defensiver Intensität siegte der TuS mit 66:59.

Zufrieden war Hinz-Vertreter Felix Gassenmeyer: „Die Jungs haben es mir leicht gemacht. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie jeder für jeden vor allem Defensiv geackert hat. Im letzten Viertel haben wir dann endlich auch mal in einem knappen Spiel die Nerven behalten. Das sollten wir aufsaugen und daran weiter arbeiten, da wir in dieser Liga noch eher unerfahren sind."

Dank des Sieges verbringt der TuS Lübeck die Woche auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Diesen wollen die Lübecker dann auch nächste Woche behaupten, wenn es auswärts gegen die TSG Bergedorf geht.

Für TuS Lübeck spielten: Przemek Wojtas (12), Benjamin Schäfer (10), Maik Friedrichsen (9), Gerrit Krause (8), Jürgen Rich Igbineweka (7), Patrick Thelen (7), Phillip Schwarz (6), Niko Höck (5), Christoph Baumbach (2)

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