Matej Klima erzielt eines seiner acht Tore. Foto: Lobeca/Marcus Kaben
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Lübeck – Nach vier Niederlagen in Folge hat der VfL Lübeck-Schwartau in der 2. Bundesliga am Mittwochabend einen 34:30 (18:13)-Erfolg gegen die Rimpar Wölfe gefeiert. In einer temporeichen und teilweise hitzigen Partie dominierten die Lübecker die Partie und ließen sich auch in schwierigen Phasen nicht aus dem Konzept bringen. Überragend: Der angeschlagene Matej Klima führte den VfL mit acht Treffern zum Sieg.

Die Hansehölle erstrahlte in weiß. Viele Fans waren dem Aufruf gefolgt, weiß gekleidet in die Halle zu kommen und mit der in Sondertrikots spielenden Mannschaft des VfL eine Einheit zu bilden. Weiße Tiger gegen grüne Wölfe also – und beide Teams waren von Beginn an auf Temperatur, zeigten temporeichen Handball. Der zuletzt in Ludwigshafen noch geschonte Matej Klima zeigte direkt in der Anfangsphase seine Klasse und brachte sein Team mit dem 7:6 nach neun Minuten erstmals in Führung. Drei Minuten später war es erneut der Tscheche, der zum 9:6 traf und die erste Drei-Tore-Führung besorgte (13.). Der VfL hatte Selbstvertrauen gewonnen, stellte eine kompakte Abwehr mit einem jetzt aufblühenden Voncina dahinter und baute den Vorsprung weiter aus. Löfström besorgte per Tempogegenstoß das 12:7 (16.). Erst jetzt fand Rimpar zurück in die Partie, meldete sich mit guten Abwehraktionen und einfachen Toren zurück. Der VfL verlor etwas das Tempo, nicht aber die Kontrolle. In der Schlussphase setzten sich die Lübecker erneut auf fünf Tore ab – Löfström traf nach feinem Schrader-Anspiel zum 18:13-Pausenstand (30.).

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Carl Löfström in Aktion. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Schon in den vergangenen zwei Spielen ging der VfL mit einer Führung in die Pause und verspielte sie zu Beginn des zweiten Durchgangs. Und auch am Mittwoch verloren die Lübecker nach fünf ordentlichen Minuten den Faden, bekamen immer wieder Siebenmeter gegen sich gepfiffen. Rimpar verkürzte durch Schömig auf 22:20 (39.) und Przybecki hatte Redebedarf. Und die Worte des Trainers hatten gefruchtet, denn sein Team wehrte sich gegen die Aufholjagd, blieb aggressiv in der Abwehr und baute den Vorsprung wieder aus – Kretschmer erhöhte auf 25:21 (44.). Die Anspannung war auf beiden Seiten spürbar, es entwickelte sich eine hitzige Partie mit vielen Zeitstrafen und kritischen Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten. Auch acht Minuten vor dem Ende führten die Hausherren mit vier Toren – Hansen verwandelte per Gegenstoß zum 29:25 (52.). Schon sieben Minuten vor dem Ende setzte Rimpar auf eine offensive Deckung, doch die Lübecker ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Hansen besorgte von außen das 31:26 (54.). Und doch wurde es noch einmal eng: Rimpar kämpfte sich wieder ran, stellte den VfL mit der offensiven Abwehr vor Probleme. Schmidt verkürzte auf 32:30 (58.), doch im Gegenzug sorgte Klima mit einer Einzelaktion für die Vorentscheidung. Voncina parierte, Hansen besorgte den 34:30-Endstand.

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