Oldenburger SV, Emblem. Foto: sr

Lübeck/Oldenburg – HL-SPORTS berichtete bereits von der Personalentscheidung, die jüngst beim Oldenburger SV gefällt wurde: Dort wurde Coach Florian Albrecht in einem Gespräch mitgeteilt, dass seine Position im Sommer durch Ligaspieler Kevin Wölk ausgefüllt werden wird. Damit nicht genug: Am Ende des Austauschs entschloss man sich ab sofort getrennte Wege zu gehen, nicht das Ende der Spielzeit 2021/2022 in der Oberliga abzuwarten. Da inzwischen die ersten Emotionen wohl abgeebbt sein sollten, hakte HL-SPORTS bei den Beteiligten nach, erhielt die folgenden Statements.

Florian Albrecht (Ex-Trainer OSV): „Ich habe nichts zu verheimlichen, bedanke mich für die schöne Zeit in Oldenburg. Ich bin am Donnerstag normal zum Training gekommen, habe die Sachen vorbereitet, Hütchen aufgestellt und so weiter. Dann kam Hardy Schön (A. d. R. Funktionär), sagte „Ebbe“ lass uns mal reden. Im Clubraum saß schon Andreas Brunner, da wurde mir dann mitgeteilt, dass Kevin Wölk im Sommer Cheftrainer wird. Das hat sich wohl in den Vorwochen so heraus kristallisiert. Dann wurde gesagt, die Kommunikation zwischen mir und ihm wäre aktuell schlecht, das wäre nicht zielführend, man würde Ziele gefährden. Eigentlich war das Schlagwort also fast nur Kommunikation. Am Ende des Tages wurde gesagt, man will Ruhe haben. Um zehn nach Acht wurde auf den Trainingsplatz gegangen, da stand dann die Mannschaft während des Trainings, wurde ihr mittgeteilt, dass Kevin in der neuen Saison Trainer wird. Das wusste von der Mannschaft noch keiner. Das war nun nicht wirklich der ideale Rahmen, auch keine Wertschätzung Kevin gegenüber. Im zweiten Satz wurde erwähnt, dass ich ab sofort nicht mehr Trainer bin. Ich durfte mich dann noch verabschieden bei der Mannschaft, da wurde es dann auch schon emotional bei einigen Spielern und mir. Dann bin ich gegangen…“  

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Andreas Brunner (OSV): „Nach diversen Gesprächen mit unseren Spielen hat sich der Verein entschieden einen Trainerwechsel in der  nächsten Saison zu vollziehen. Weil wir überzeugt davon waren, dass Kevin Wölk mit seinen Ideen die Mannschaft nach vorne bringen könnte. Unsere Entscheidung wollten wir eigentlich vor dem Saisonstart bereits bekanntgeben. Aus Termingründen haben wir das um eine Woche verschoben. Deshalb sind der Ligaobmann Hardy Schön und ich am Donnerstagabend zum Training und haben dem Trainerteam Albrecht und Wölk getrennt unsere Entscheidung mitgeteilt. In den Gesprächen hatten wir dann das Gefühl, dass es keine Basis zwischen den Trainern mehr gibt. Dies hatte u.a. mit einigen Vorkommnissen am letzten Spieltag zu tun, wo mich diverse Spieler in dieser Woche  kontaktiert haben, dass das so nicht weitergehen kann. Deshalb haben wir dann entschieden, um den sportlichen Erfolg aufgrund von Querelen nicht zu gefährden, die Reißleine zu ziehen. Das ist für uns eine blöde Situation, gerade auch weil Florian Albrecht über mehrere Jahre sehr gute Arbeit geleistet hat. Vielen Dank und Respekt dafür. Das diese Gespräche so enden würden, haben wir uns eigentlich nicht gedacht und auch nicht gewollt! Eigentlich wollten wir,  dass sich die beiden zusammenraufen und die Saison vernünftig zu Ende bringen.“

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