Hamburg – Heute (Mittwoch) Abend ist der Auftakt zur Regionalliga-Aufstiegsrunde. Um 19.30 Uhr werden die beiden Partien angepfiffen. Altona 93 empfängt den SV Eichede und der Bremer SV hat es mit dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu tun. HL-SPORTS ist bei beiden Partien ab 19.15 Uhr per Liveticker dabei.

Vor dem Spiel in Hamburg traf HL-SPORTS SVE-Keeper Julian Barkmann (Foto) und Andy Sude (Pressesprecher von Altona 93) zum Interview.

HL-SPORTS: Hallo Julian, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Wie schwer war es, den Titel am Ende doch noch zu holen?

Julian Barkmann: „Vielen Dank für die Glückwünsche. Nach der unnötigen Niederlage gegen den Heider SV, haben wir zum Glück den Schalter wieder umlegen können und danach vor allem durch eine geschlossene Teamleistung die Siege eingefahren. Das Spiel gegen Eutin war letztendlich der ausschlaggebende Schritt zur Meisterschaft.“

HL-SPORTS: Jetzt liegt der Fokus auf der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Welche Chancen rechnet ihr euch aus?

Julian Barkmann: Der Regionalliga-Aufstieg ist natürlich unser großes Ziel, für das wir bis zum Umfallen kämpfen werden. Jede Mannschaft, die um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielt, darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Wir bereiten uns auf jeden Gegner optimal vor. Sollten wir unsere zuletzt gezeigte Saisonleistung auch in den Aufstiegsspielen abrufen können, wird es schwer sein, gegen uns zu punkten.“

HL-SPORTS: Kennst du die Gegner und vor allem deren Stürmer? Wie bereitest du dich vor?

Julian Barkmann: Bei Altona spielen zwei ehemalige Mitspieler (Kemo Kranich, Malik Issahaku) mit denen ich bereits in Eichede zusammengespielt habe. Gegen Felix Brügmann habe ich in der Jugend auch schon gekickt. Ansonsten kenne ich niemanden persönlich. Ich haben mir am Samstag das Hamburger  Pokalfinale zwischen Altona und Norderstedt live angesehen, um weitere Eindrücke sammeln zu können. Mit den beiden anderen Gegnern beschäftige ich mich erst nach dem Spiel am Mittwoch.“

HL-SPORTS: Zu Beginn geht‘s nach Altona. Wie siehst du es, mit einem Auswärtsspiel zu starten und wo liegen deiner Meinung nach die Stärken der Hamburger?

Julian Barkmann: Ich freue mich schon auf das Spiel in Hamburg. Ich habe mir schon von vielen Leuten sagen lassen, dass gerade die Altona-Fans ihre Mannschaft zahlreich unterstützen. Gerade für solche Spiele haben wir uns den Fußballsport als Hobby ausgesucht; was gibt es schöneres als vor einer großen Kulisse zu spielen?! Wir dürfen Altona auf keinen Fall unterschätzen, weil sie „nur“ den 6. Platz in der Oberliga erreicht haben. Immerhin standen sie im Pokalfinale.“

HL-SPORTS: Worauf kommt es in den kommenden Spielen an?

Julian Barkmann: „Jeder muss sich einfach nochmal vor Augen führen, was für einen großen Schritt wir mit dieser jungen Mannschaft schon gemacht haben. Viele Verletzungen von eigentlichen Stammkräften haben wir verkraftet, bittere Niederlagen weggesteckt  und am Ende sind wir trotzdem völlig verdienter Meister geworden. Der Regionalliga-Aufstieg, wäre das Sahnehäubchen für diese starke Saison, mit dem wir uns, den Verein und vor allem unsere Fans belohnen wollen.“

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Auch Altonas Pressesprecher Sude stand HL-SPORTS Rede und Antwort.

HL-SPORTS: Hallo Andy, ihr steht in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Wie seht ihr eure Chancen?

Andy Sude: „Unsere guten Ergebnisse gegen die Spitzenteams in Hamburg genauso zu Grunde legend, wie den Auftritt unserer Mannschaft am Samstag im Pokalfinale gegen einen gestandenen Regionalligisten, gehen wir zuversichtlich in die Aufstiegsspiele und sehen die realistische Möglichkeit, dass es klappen könnte.“

HL-SPORTS: Ihr seid als Tabellensechster der Oberliga dabei. Es ist schon kurios, dass sonst niemand aus Hamburg für die 4. Liga melden will. Woran liegt das deiner Meinung nach und was war für euch ausschlaggebend, diesen Schritt zu gehen?

Andy Sude: „Die Gründe dafür sind vielschichtig. Beginnend mit den bereits gelockerten, aber dennoch zu erfüllenden Auflagen und dem offiziellen Nachweis der Wirtschaftlichkeit, über fehlende infrastrukturelle Voraussetzungen bis hin zu Desinteresse der Akteure an langen Fahrten am Wochenende. Für uns war ausschlaggebend, dass wir wirtschaftlich eine solide Basis haben, der Vorstand den sportlichen Bereich mit seiner Entscheidung unterstützt und natürlich der Glaube, das unsere Mannschaft grundsätzlich bereit und stark genug für diesen Weg ist. Da alle Punkte gegeben sind, freuen wir uns jetzt erst einmal auf die kommenden eineinhalb Wochen.“

HL-SPORTS: Wie gut kennt ihr die Gegner in der Runde?

Andy Sude: „Natürlich hat sich unsere sportliche Leitung im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten mit unseren Gegnern sowie deren Stärken und vermeintlichen Schwächen auseinandergesetzt, aber grundsätzlich sind wir eher darauf fokussiert, die Konzentration auf die eigene Mannschaft und ihre Entwicklung zu legen.“

HL-SPORTS: Der SV Eichede ist zuerst bei euch zu Gast, quasi ein Nachbar. Was nehmt ihr euch für dieses Spiel vor?

Andy Sude: „Das Gleiche wie in jedem anderen Spiel auch – wir wollen gewinnen, wenn sich das irgendwie darstellen lässt.

HL-SPORTS: Euch steckt noch das Pokalfinale in den Knochen. Ist das eher ein Nachteil gegenüber Eichede und wie bereitet ihr euch darauf vor?

Andy Sude: „Natürlich war diese 120 Minuten Geschichte am Samstag sowohl körperlich als auch mental ein echter Hammer und ist definitiv ein Nachteil. Aber unsere Physios und das Trainerteam werden auch am Mittwoch mindestens elf Akteure soweit fit haben, dass wir antreten können.“

HL-SPORTS: Solltet ihr es schaffen aufzusteigen, was ist geplant und wie geht es weiter was Kaderplanung etc. angeht?
Andy Sude: „Da wir wirtschaftlich grundsolide geplant haben und sich der Etat 16/17 – egal welche Ligazugehörigkeit – auch nach einem möglichen Aufstieg nicht mehr verändern würde, gibt es da keine großen Abweichungen von den üblichen Saisonplanungen. Bis auf den bereits verpflichteten Rückkehrer Dennis Thiessen (SC Victoria) gibt es aktuell noch keine weiteren Verpflichtungen. Natürlich führen wir Gespräche, aber für "Wasserstände" sind andere zuständig!“

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