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Bad Schwartau – Eine ganz bittere Niederlage musste die U19 des VfL Bad Schwartau in der A-Jugend-Bundesliga hinnehmen. Gegen den deutschen Vizemeister SC Magdeburg unterlag die Mannschaft von Martin Nirsberger äußerst unglücklich mit 25:26 (14:14). Das letzte Tor für die Anhaltiner fiel nach dem Auslaufen der Spielzeit.

Von Beginn an schenkten sich bei de Teams nichts. Der Gastgeber zeigte sich gut eingestellt auf das junge Magdeburger Team, konnte aber in der Anfangszeit noch zu wenig Kapital daraus schlagen. Schwartaus Co-Trainer Holger Schmütz musste hierbei zahlreiche verlorene 1:1-Situationen auf seinen Auswertungsbogen vermerken. Auch zeigte sich die rechte Angriffsseite der VfL-Jungs nicht so schlagfertig wie in den vergangen Wochen. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen und die Führungen von Magdeburg konnten stets egalisiert werden. Erst nach knapp 25 Minuten konnte sich der SCM mit 14:11 erstmals etwas absetzen. Doch es ging ein Ruck durch die Schwartauer Mannschaft, Janik Schrader glich noch vor der Pause zum 14:14 aus und ein Wurf von Jacob Cordes landete wohl erst nach der Pausensirene im SC-Tor.

Dennoch konnten die Spieler um den wieder gutaufgelegten Juri Knorr und Kapitän Piet Möller erhobenen Hauptes in die Kabine gehen. Für den zweiten Durchgang nahmen sich nun noch mehr vor, ihren Matchplan durchzuziehen. In den zweiten 30 Minuten wechselten sich beide Mannschaft mit der Führung munter ab. Mal lagen die Gäste in Front, mal der VfL. Beherzt wurde in der Abwehr gefightet und im Angriff noch mehr nach Lösungen gesucht. Allerdings nutzte speziell der VfL einige hundertprozentige Chancen nicht. Es roch sehr stark nach einem Unentschieden. In der letzten Minute kam Schwartau beim Stand von 25:25 selbst nochmal einmal in Ballbesitz. 35 Sekunden vor dem Ende nahm VfL-Trainer Nirsberger eine Auszeit. Ein Punkt wäre ein Erfolg, ein Sieg umso schöner. Es sollte aber auf jeden Fall die Zeit runtergespielt werden. Drei Sekunden vor dem Ende landete der letzte Pass am Fuß von Thore Viemann, der auf den liegenden Ball runtergedrückt wurde. Die Schiedsrichter entschieden auf mutwilliges Unterbinden des Angriffs für Magdeburg. Somit gab es Rot für Viemann und Siebenmeter für die Gäste. Die Spielzeit war nun bereits abgelaufen und es kam zum Showdown. Moritz Müller musste beim Wurf von Julian Schulze aber hinter sich greifen und der SCM nahm glücklich die Punkte mit an die Börde.
 
VfL-Coach Martin Nirsberger zeigte sich trotzdem einigermaßen zufrieden: „Wir hätten vielleicht noch mehr auf das Tempo gehen sollen und gerade auf der rechten Seite eine etwas breitere Stellung nutzen müssen. Dennoch sieht man schon, dass sich die harte Arbeit der letzten Wochen immer mehr lohnt. Auch wie jeder Spieler, egal ob auf dem Feld, der Bank, oder außerhalb, mitfiebert, ist einfach geil. Wenn wir jetzt noch begreifen, wie wichtig jede Chance und jede Eins-gegen-Eins- Situation ist, dann werden wir unserer Zielen immer näher kommen. Das war heute auf jeden Fall, trotz der Niederlage, ein weiterer Schritt nach vorne.“

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Am kommenden Samstag geht es dann nach Hamburg zum Derby. Anwurf im Duell der Hansestädte ist 15 Uhr in der Volksbank Arena.

Der VfL spielte mit: Rost, Müller – Nargosen, Möller (2 Tore), Barthel (2), Farschchi (2), Knorr (8), Scheel, Cordes (5), Schrader (5/3), Mißling (1), Viemann, Kohl

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