Lübeck – Spielerisch hatte sich Lübecks Trainer Denny Skwierczynski bestimmt etwas anderes vorgestellt. Bei TuRa Meldorf ging es für den VfB nur über den Kampf auf dem holprigen Rasen an der Nordsee und genau so war das Spiel auch anzusehen, was die Grünweißen nach einem 1:0-Rückstand noch mit 1:2 (1:0) für sich entscheiden konnten und somit wieder am Preetzer TSV in der Tabelle an die Spitze vorbeizogen.

Die Meldorfer begannen druckvoll und ohne Angst. So kamen sie in der siebten Minute zur ersten Möglichkeit, als Ian-Prescott Claus von der Strafraumgrenze auf das Tor von VfB-Schlussmann Jonas Toboll abzog, doch der Kopf von Moritz Marheineke kam gerade noch dazwischen und konnte den frühen Rückstand verhindern. Tomek Pauer versuchte es zwei Minuten später auf der anderen Seite ebenfalls mit einem Distanzschuss, doch Torhüter Markus Pycha hatte mit diesem Ball keine Probleme. Aus 18 Metern versuchte es danach Ahmet Arslan, den Meldorfer Keeper zu bezwingen, doch sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Pycha musste in der 15. Minute wieder retten, als Aleksander Nogovic Stefan Richter in Szene setzte. Nach einer Ecke in der 24. Minute musste der beste Meldorfer wieder zur Stelle sein, denn wieder war es Richter, der einen Kopfball nicht am Torwart ins Netz vorbeibrachte. In der 35. Minute musste Pycha verletzt raus und Tobias Westphalen ersetzte ihn. Ein herber Verlust für die Gastgeber, doch von diesem Schock erholten sie sich schnell und erzielen zwei Minuten danach das 1:0 durch Claus, der Toboll aus zwölf Metern keine Chance ließ. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel kam Richter wieder nach einer Ecke frei zum Kopfball, doch die Meldorfer klärten auf der Linie das sichere 1:1. Danach musste Richter, der schon angeschlagen in die Partie ging, humpelnd raus und Morten Rüdiger ersetzte ihn.

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Der U19-Spieler machte auch gleich von sich reden, doch hinter seine Direktabnahme nach einer Flanke von Sebastian Heidel konnte er nicht genügend Druck verleihen. Nogovic hatte in der 51. Minute die Chance das Tor zu erzielen, doch sein Schuss aus zwölf Metern ging vorbei. Nils Lange mit einem Schuss aus 20 Metern ebenfalls drüber. Da waren 56. Minuten gespielt. Für die Meldorfer kam Jascha Bartels kurz danach aus 18 Metern frei zum Schuss, doch auch dieser Ball verfehlte das VfB-Tor nur knapp.
Onno Lorenzen machte es den Lübeckern in der 62. Minute einfach, in dem er ins eigene Tor zum verdienten 1:1-Ausgleich traf. Eine Flanke von Rüdiger köpfte er aus fünf Metern in den Meldorfer Kasten. Und Marheineke setzte eine Minute später mit seinem Gewaltschuss sogar noch einen drauf, denn sein Hammer landete direkt im Netz zum 1:2 für die Grünweißen. Danach passierte erst mal nichts mehr bis zur Schlussphase. Hier bediente Rüdiger den im Strafraum stehenden Pauer, der nach einer gekonnten Drehung das Leder aber knapp über das TuRa-Tor schlenzte. In der 86. Minute blieb ein Elfmeterpfiff für die Gäste aus als Rüdiger im Strafraum zu Fall kam. Kurz danach war Schluss und der VfB Lübeck gewann bei TuRa Meldorf mit 1:2.

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