VfB Lübeck mit “zwei“ Platzverweisen, Phönix bei „Fairpay“ nur mit Remis und wildes Spiel für Norderstedt

Keine Siege für Teams aus der Region

Antonio Verinac (VfB Lübeck) verschießt. Foto. Lobeca/Felix Schlikis

Lübeck – Dreifach-Einsatz am Sonnabend für die Clubs aus der Region in der 4. Liga. Eintracht Norderstedt holte einen Punkt in Hannover. Der VfB Lübeck spielte beim Schlusslicht St. Pauli II nach einer Führung und einem Elfmeter unentschieden und genauso erging es dem 1. FC Phönix gegen den HSC Hannover, der in der Nachspielzeit noch einen unnötigen Gegentreffer kassierte.

Adler Kips verfliegt sich: Phönix verspielt Sieg

Der 1. FC Phönix Lübeck drehte fast im letzten Heimspiel des Jahres gegen den HSC Hannover einen Pausenrückstand, kassierte in der Nachspielzeit allerdings noch ein Gegentor und kam über ein 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den HSC Hannover nicht hinaus.

Auch wenn die Gastgeber in der Anfangsphase ein optisches Übergewicht hatten, bekamen sie die erste Chance erst nach 23 Minuten, als Kokovas nach einer Flanke von Ihde die Führung verfehlte. Kurz darauf war Kiska auf der anderen Seite durch, stand jedoch im Abseits. Und noch einmal Hannover: Bei einer Ecke köpfte Vukanic (28.) am Tor vorbei. Die Partie nahm Fahrt auf und Inaki (29.) scheiterte am HSC-Keeper Fielsch. Vier Minuten später verpasste der Kongolese erneut. Die Niedersachsen gingen vor der Pause mit 1:0 in Front. Mehmet Özün traf zwei Minuten vor dem Seitenwechsel.

Damit ging es vor 432 offiziellen Zuschauern, die ihren Eintritt erst nach dem Spiel wegen der Aktion „Fairpay“ entrichteten, in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Benjamin Luis (50.) nach einer Ecke den Ausgleich für die Adlerträger. Die Partie blieb spannend, und die Lübecker hatten weiter mehr vom Spiel, allerdings waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. 20 Minuten vor dem Ende hatte der HSC die große Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen, doch nach einer Flanke bekam Hausmann den Ball nicht richtig gedrückt.

Auf der Gegenseite schraubte sich Arthur Inaki (81.) besser hoch und köpfte das 2:1 für die Phönixer. Die Freude hielt jedoch nicht lange, denn in der Nachspielzeit legte Tayar Tasdelen (91.) mit einer immer länger werdenden Flanke Lübecks Schlussmann Kips das 2:2 ins hintere Eck. Da sah der Torwart nicht gut aus. Fast hätten die Niedersachsen sogar noch den Siegtreffer erzielt, doch ein Kopfball ging über den Kasten.

VfB Lübeck: Lehnfeld trifft, Verinac verschießt und Melenivskyi fliegt

Der VfB Lübeck trennte sich vom FC St. Pauli II wie im Hinspiel 1:1 (1:0). Das Capretti-Team erwischte einen starken Start und ging früh in Führung: Nach einer Ballstafette über Thiel, Verinac und Demir stocherte Mika Lehnfeld den Ball in der 6. Minute über die Linie.

Lübeck presste hoch, kontrollierte die Partie und kam zu weiteren Chancen durch Verinac, Polat und Thiel. Die größte Möglichkeit ließ Verinac (35.) liegen, als sein Foulelfmeter gehalten wurde, auch der Nachschuss ging vorbei. St. Pauli II blieb offensiv lange harmlos. Trotz klarer Überlegenheit blieb es beim knappen 1:0 für die Grün-Weißen zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam die Kiez-Reserve deutlich aktiver aus der Kabine und glich früh durch Erik Ahlstrand (53.) zum 1:1 aus. Der VfB blieb gefährlich, Polat scheiterte mit einem Distanzschuss an der Latte. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit wenigen klaren Chancen. Pech hatte Lübeck, als Nemo Philipp per Kopf nur den Torwart prüfte. In der Schlussphase schwächte sich der VfB selbst: Nach einem wiederholten Foul sah Yehor Melenivskyi die Gelb-Rote Karte. Für den Ukrainer war es bereits das zweite Mal „Rot“ in dieser Begegnung. Nach einer Stunde hatte er die Karte bereits nach einem Foul gesehen, doch Schiedsrichter Alexander Roj ließ sich damals von seinem Assistenten umstimmen, der die Szene anders bewertete. In Unterzahl überstand Lübeck noch eine brenzlige Freistoß-Situation, Torwart Diestel rettete in letzter Sekunde den Punkt.

Mehrfach Aluminium und verschossener Elfmeter

Der FC Eintracht Norderstedt erlebte bei Hannover 96 II einen intensiven und offenen Schlagabtausch, der am Ende mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden endete. In der ersten Halbzeit war die U23 aus Niedersachsen die deutlich aktivere Mannschaft und erspielte sich Chance um Chance. Mehrfach rettete Torhüter Petzsch mit starken Paraden, zudem half auch das Aluminium gleich dreimal. Ein vermeintlicher Führungstreffer der Gastgeber wurde wegen Abseits aberkannt. Norderstedt kam nur selten gefährlich vor das Tor, blieb offensiv meist harmlos, überstand den Druck jedoch mit Glück und einem überragenden Keeper torlos bis zur Pause.

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Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent: Direkt nach Wiederanpfiff parierte Petzsch einen von Dominke verwandelten Strafstoß und hielt sein Team im Spiel. In der 61. Minute war er dann machtlos, als Julius Meusel nach einem Durchbruch zum 1:0 für Hannover einschob. Norderstedt zeigte Moral und kam nach einem Freistoß von Bera durch Lukas Krüger (70.) zum verdienten Ausgleich. In der Schlussphase ging es hin und her: Hannover traf erneut Aluminium, Norderstedt hatte per Elfmeter die große Siegchance, doch erneut war Petzsch zur Stelle. Beide Teams suchten bis in die Nachspielzeit die Entscheidung, am Ende blieb es bei einer leistungsgerechten Punkteteilung.

Anton Ihde (1. FC Phönix Lübeck) im Zweikamppf mit Johann Wegner (HSC Hannover). Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Top-Spiel mit neuem Rekord: Meppen gewinnt in Oldenburg

Bereits am Freitag stieg das Top-Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen. Die Gäste gewannen mit 2:0 (1:0) nach Toren von Schmitt (9.) und Deters (82.). Auf beiden Seiten gab es in der Schlussphase jeweils einen Platzverweis.

Die Begegnung brachte zudem einen neuen Rekord in der Liga: Mit 10.000 Zuschauern war das Stadion ausverkauft.

Der 21. Spieltag (28.–30.11.2025)

VfB Oldenburg – SV Meppen 0:2
Weiche Flensburg – Kickers Emden 0:1
Hannover II – Eintracht Norderstedt 1:1
St. Pauli II – VfB Lübeck (14 Uhr)
Phönix Lübeck – HSC Hannover
FSV Schöningen – SSV Jeddeloh
Hamburger SV II – Drochtersen/Assel (15 Uhr)
Altona 93 – Bremen II (Ausfall)
Blau-Weiß Lohne – Bremer SV (18 Uhr)

Die Tabelle

1.SV Meppen2166 : 2249
2.SV Drochtersen/​Assel2054 : 2746
3.VfB Oldenburg1954 : 2544
4.SSV Jeddeloh1948 : 2440
5.1. FC Phönix Lübeck2031 : 1935
6.Weiche Flensburg2045 : 4127
7.Hannover 96 II2030 : 3025
8.Werder Bremen II2040 : 4825
9.Kickers Emden2035 : 3324
10.Bremer SV1826 : 2524
11.Hamburger SV II1830 : 3324
12.VfB Lübeck2031 : 4424
13.HSC Hannover2030 : 5422
14.FSV Schöningen1929 : 4721
15.Eintracht Norderstedt2029 : 4318
16.Blau-Weiß Lohne1925 : 4417
17.Altona 931924 : 5015
18.FC St. Pauli II1821 : 3912

Sollten Vereine die Polizeikosten bei Fußballspielen immer tragen?

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Bildquellen

  • Verinac: Lobeca/Felix Schlikis
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