
Gudow – Mit insgesamt zehn Punkten hielt der TSV Gudow in der vergangenen Saison die Klasse. Als Drittletzter war es in der Kreisliga Südost zwar eine knappe Angelegenheit, dennoch durfte man ein weiteres Mal in dieses Abenteuer gehen. Einfacher sollte es dabei keineswegs werden. Eine schwierige Hinserie liegt hinter Gudow, in der immer wieder wichtige Spieler ausfielen und ersetzt werden mussten. Der Kader war dünn und qualitativ meist nicht ausreichend, um Punkte einzufahren.
Ein Punkt aus 17 Spielen
Der TSV Gudow braucht ein Wunder, wenn es in der kommenden Saison erneut Kreisligafußball geben soll. Mit einem Punkt steht die Truppe vom Segrahner Berg am Tabellenende, bereits abgeschlagen vom rettenden Ufer. Man startete personell geschwächt in die Saison, denn vor allem Lennart Burmeisters Fehlen war für den TSV nicht zu kompensieren. Dieser bildete in der vergangenen Saison mit Hendrik Burmeister noch ein echtes Top-Duo, das für Gudow die absolute Lebensversicherung war. 30 der 33 Treffer gingen auf das Konto der beiden, sodass die Vorzeichen für die Hinserie schon nicht gerade positiv waren. Die ersten zehn Spiele wurden allesamt verloren, darunter auch ein wichtiges Kellerduell beim VfL Vorwerk. Man versuchte meist gegenzuhalten, kämpfte, doch es reichte für die Mannschaft von Marcel Schaper einfach nicht. Erst im elften Spiel gab es den ersten und einzigen Punkt der bisherigen Saison. Gegen den Eichholzer SV II erkämpfte man sich ein nicht unverdientes 1:1. Es war eine Phase, in der der Trend nach oben zeigte. Die Auftritte wurden besser, man hielt im Kreispokal gegen einen Verbandsligisten mit und personell lichtete es sich. In den Folgewochen sollte es allerdings Duelle mit Spitzenmannschaften geben, in denen klar war, dass es alles andere als einfach werden würde. Es gab keine Punkte, doch vor allem gegen den TSV Kücknitz hielt man stark dagegen. Man verlor nur 1:2 und feierte das Comeback von Lennart Burmeister.
Oft fehlte das Glück
Trotz einiger Auftritte, die Mut machten, spricht nicht unbedingt viel für den Klassenerhalt des TSV. Der letzte Ligasieg datiert aus dem Mai 2025, als man Kücknitz knapp bezwang, seitdem wartet man auf drei Punkte. Trainer Schaper zog gegenüber HL-SPORTS ein Fazit: „Wir sind mit der Punkteausbeute nicht zufrieden. Wir wussten, dass die Saison schwer wird, aber mit nur einem Punkt im Winter zu stehen, ist enttäuschend. In engen Spielen war das Glück oft nicht auf unserer Seite, die Leistungen seit dem Pokalhalbfinale waren besser. Leider sind wir in den letzten beiden Spielen wieder in alte Muster gefallen.“ Damit es in der Rückrunde erfolgreicher wird, braucht es: „Um das ein oder andere Team ärgern zu können, müssen wir defensiv so kompakt stehen wie gegen Reinfeld oder Pansdorf. Dann haben wir durch unsere Umschaltaktionen zwei, drei Chancen, die wir verwerten müssen.“
Sonderlob
Die sportliche Situation ist nicht einfach für den TSV Gudow, dennoch gab es vom Coach ein Sonderlob. „Herausheben möchte ich Hendrik Burmeister, der in jeder Einheit und jedem Spiel mit absolutem Willen und Ehrgeiz vorangeht. Wenn sich von der Einstellung mehr Personen etwas abschneiden würden, wäre die sportliche Situation eine andere. Er wird für mich sowohl in der Rückrunde als auch in der neuen Saison der zentrale Baustein sein.“
Trainingslager
Vom 16. bis 18. Januar wird das Schlusslicht ein Trainingslager in Lauenburg durchführen. Dafür haben über 20 Spieler ihre Zusage gegeben, was den Coach sehr freut. Getestet wird gegen den TSV Trittau II und den TuS Hoisdorf, bevor bereits am 15. Februar das wichtige Kellerduell mit Groß Grönau II zum Start ins neue Kreisligajahr ansteht. Personell gibt es keine Abgänge. Lennart Els und Abdul Solaiman gaben als Neuzugänge bereits im Endspurt ihre Debüts. Fabian Kiossok kommt vom TSV Nusse und erweitert das Torwartteam. Hinzu gibt es Rückkehrer, wie Schaper verriet: „Außerdem können Enno, Marten und Lennart eine komplette Vorbereitung mitmachen und den Kader so hoffentlich zum Pflichtspielstart am 15.02. verstärken.“







