Oliver Zapel beobachtet Hallenmasters und mögliche Kandidaten – Ex-Verein „unterste Schublade“

Freundschaftsgespräch mit Dassendorfs Sportchef Hakan Karadiken

Oliver Zapel war Trainer beim JFV Lübeck. Foto: Lobeca/Felix Schlikis

Kiel – Oliver Zapel war am Sonnabend beim Hallenmasters in Kiel als Zuschauer vor Ort. Der künftige Trainer der TuS Dassendorf verfolgte dabei unter anderem die Auftritte des SV Eichede und des 1. FC Phönix Lübeck, seinen beiden Ex-Vereinen und nutzte die Veranstaltung nicht nur zur Unterhaltung.

Zapel, der selbst eine enge Verbindung zum Hallenmasters hat, erklärte seinen Besuch im kurzen Gespräch mit HL-SPORTS so: „Ich war hier selbst schon Spieler hier und auch schon vier oder fünf Mal als Trainer dabei, da gehört das einfach zum normalen Programm im Januar, dass man sich hier informiert und sich die Spiele anguckt. Es ist ja nach wie vor eine tolle Unterhaltung.“

Eichede und Phönix nicht überzeugend

Zu seinen beiden früheren Clubs sagte der 57-Jährige während der Vorrunde: „Beide laufen ihren Erwartungen hinterher. So richtig überzeugend war das jetzt insgesamt nicht. Da haben andere Mannschaften einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen, aber vielleicht kommt das ja am Ende noch.“ Seine Hoffnungen trafen nicht ein, beide verpassten das Halbfinale (HL-SPORTS berichtete).

Deutlich positiver äußerte sich der zukünftige “Dasse“-Coach über andere Teams im Teilnehmerfeld: „Holstein Kiel hat bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen und Heider SV.“

Auch mit Blick auf den Sommer

Ganz losgelöst von seiner künftigen Aufgabe in der Oberliga Hamburg war Zapel beim Hallenmasters allerdings nicht unterwegs. Auf die Frage, ob er bereits mit Blick auf den Sommer beobachte, sagte er offen: „Ja, also ist doch klar, dass ich mir hier auch den einen oder anderen Kandidaten, der bei mir auf dem Zettel steht, jetzt auch nochmal live in der Halle angucke, aber grundsätzlich bin ich erstmal hier, um mich unterhalten zu lassen.“

Karadiken und Zapel im TV-Kumpel-Talk

Zapel wurde vor wenigen Tagen als neuer Cheftrainer bei den Lauenburgern verkündet und erklärte in einem Video-Gespräch mit dem neuen Sportchef am Wendelweg Hakan Karadiken (50), dass man „überzeugt ist viele Dinge umzusetzen, die man in der Vergangenheit vermisst habe“. Ein Seitenhieb gegen seinen Ex-Arbeitgeber aus Lübeck, denn das Ende an der Travemünder Allee war für ihn „abrupt“ Schluss, wie er selbst meinte. „Sowas kann man besser machen“, teilte Zapel weiter aus. Karadiken war selbst bei den Adlerträgern und legte nach, bezeichnete den Umgang als „unterste Schublade“.

in Dassendorf ist es für beide ein Heimspiel: „Da spielen Jungs, die ich selbst schon trainiert habe“, so Zapel. „Das sind Kollegen, wo ich nicht zu 100 Prozent weiß, ob sie jubeln oder vorsorglich ein paar Läufe machen, weil sie wissen, was sie irgendwann erwartet. Mich freut es, dass wir im eigenen Wohnzimmer zusammenarbeiten können.“ Karadiken und Zapel wohnen „um die Ecke“, meinte der Sportchef. Man will mit der TuS „raus aus der Komfortzone“, ergänzte Zapel. Das „einfache Geldverdienen wollen wir so nicht stehen lassen.“ Die Ziele sind hoch.

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Zusammenarbeit stand schon länger fest

Karadiken verriet, dass bereits schon vor seiner Amtsübernahme die Zusammenarbeit mit seinem Kumpel Zapel feststand: „Ohne diese Zusage hätte ich es nicht gemacht“, meint der 50-Jährige klar. Er sieht es als „tolle Kombi“ und sieht eine deutliche Vision für die TuS Dassendorf. Sein neuer Trainer will den Verein wieder „dort hinbringen, wo er herkommt“. Man will dabei auf „junge Talente“ setzen. „Wir wollen hungrige und motivierte Spieler im Verein haben“, fügte der Fußball-Lehrer hinzu.

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Bildquellen

  • Zapel: Lobeca/Felix Schlikis
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