
Kiel – Nach dem Trainingslager in Spanien und zwei absolvierten Testspielen, von denen man eins gewann, steht für Holstein Kiel nun der Jahresauftakt in der 2. Bundesliga vor der Brust. Am Sonntag empfangen die Störche den SC Paderborn, gegen die sie im Hinspiel knapp mit 1:2 unterlagen.
„Wurmt einen weiterhin“
Jene Niederlage im Hinspiel scheint noch immer nicht ganz verdrängt zu sein aus den Kieler Köpfen. „Wenn man sich das Spiel noch einmal anschaut, wurmt es einen weiterhin. Ich glaube, ein Punkt wäre durchaus verdient gewesen, auch wenn es insgesamt kein gutes Fußballspiel war. Dennoch hätten wir etwas mitnehmen können“, erklärte Holstein-Coach Marcel Rapp. „So ist Fußball manchmal: Man hat selbst die Chance auf ein Tor, verliert den Ball und bekommt im Gegenzug den Treffer. Jetzt ist es ein anderes Spiel, aber wir haben im Heimspiel die Möglichkeit, den Dreier zu holen. Dafür werden wir alles investieren.“
Der Gegner aus Paderborn gewann sein einziges Testspiel gegen RSC Charleroi aus der belgischen ersten Liga mit 3:2. Aus 2025 verabschiedete sich der SCP mit einem 2:2 bei Darmstadt 98. Holstein hingegen feierte einen 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden. Ein gutes Omen für das erste Heimspiel in 2026.
„Auf einem sehr guten Niveau gearbeitet“
Die Vorbereitung wusste Holstein für sich zu nutzen. „Wenn man das Trainingslager und die Trainingswoche Revue passieren lässt, haben wir auf einem sehr guten Niveau gearbeitet. Die Bedingungen waren optimal, um entsprechend gut trainieren zu können. Dazu kamen zwei Testspiele, in denen wir klare Schritte nach vorne gemacht haben – insbesondere im Spiel mit dem Ball. Deshalb freue ich mich extrem auf Sonntag, denn unter Wettkampfbedingungen zeigt sich noch einmal ein anderes Bild. Trotzdem haben wir gegen ordentliche Gegner getestet, hatten insgesamt eine sehr gute Woche und sind bereit, dass es jetzt losgeht,“ so Rapp.
Optimistisch in die Rückrunde
Die Stimmung in der Mannschaft hängt vor allem von einem Faktor ab, wie der Trainer offenbarte: „Am Ende sind es die Punkte. Wenn man wenig holt, leidet natürlich auch die Stimmung. Bei uns war sie nie wirklich schlecht, aber man merkt, dass die Jungs hadern und unzufrieden sind. Der Sieg gegen Dresden vor der Pause war deshalb sehr wichtig. So in die Unterbrechung zu gehen, hat gutgetan. Generell tut die Pause dann auch immer gut. Die Spieler merken im Training selbst, auf welchem Niveau wir arbeiten, und können das auch im Vergleich mit anderen Mannschaften einordnen. Deshalb gehen wir optimistisch und positiv mit einem guten Gefühl in die Rückrunde – wohl wissend, wo wir in der Tabelle stehen. Das darf man nicht ausblenden: Wir müssen Punkte holen. Daran wollen wir uns messen lassen.“
Der 18. Spieltag (16. – 18.1.2026)
Braunschweig – Magdeburg 0:3
Düsseldorf – Bielefeld 1:0
Nürnberg – Elversberg (Sa., 13 Uhr)
Münster – Karlsruhe
Dresden – Fürth
Hertha – Schalke (20.30 Uhr)
Kiel – Paderborn (So., 13.30 Uhr)
Bochum – Darmstadt
Kaiserslautern – Hannover
Die Tabelle
| 1. | FC Schalke 04 | 17 | 22 : 10 | 37 |
| 2. | SV Elversberg | 17 | 31 : 15 | 34 |
| 3. | SV Darmstadt 98 | 17 | 29 : 17 | 33 |
| 4. | SC Paderborn 07 | 17 | 28 : 18 | 33 |
| 5. | Hannover 96 | 17 | 30 : 22 | 29 |
| 6. | Hertha BSC | 17 | 21 : 16 | 28 |
| 7. | 1. FC Kaiserslautern | 17 | 29 : 21 | 27 |
| 8. | 1. FC Nürnberg | 17 | 19 : 23 | 22 |
| 9. | Karlsruher SC | 17 | 25 : 33 | 22 |
| 10. | VfL Bochum 1848 | 17 | 23 : 22 | 21 |
| 11. | Holstein Kiel | 17 | 20 : 22 | 20 |
| 12. | SC Preußen Münster | 17 | 22 : 26 | 20 |
| 13. | 1. FC Magdeburg | 18 | 24 : 29 | 20 |
| 14. | Fortuna Düsseldorf | 18 | 16 : 27 | 20 |
| 15. | Eintracht Braunschweig | 18 | 20 : 32 | 20 |
| 16. | DSC Arminia Bielefeld | 18 | 27 : 25 | 19 |
| 17. | SpVgg Greuther Fürth | 17 | 26 : 44 | 15 |
| 18. | SG Dynamo Dresden | 17 | 24 : 34 | 13 |
Bildquellen
- Rapp: Lobeca/Henning Rohlfs
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