Lucky Punch beschert Hansa Rostock den ersten Sieg im neuen Jahr

Treffer in der 94. Minute

Ahmet Gürleyen (F.C. Hansa Rostock) feiert den Siegtorschützen Ryan Naderi (F.C. Hansa Rostock). Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Der F.C. Hansa Rostock feierte am gestrigen Sonnabend den ersten Sieg im ersten Pflichtspiel in diesem Jahr. Dramatischer hätte dieser kaum verlaufen können, denn ein Treffer in der Nachspielzeit sorgte schließlich für den 2:1-Endstand im Ostseestadion gegen Erzgebirge Aue.

Wenig los und plötzlich klingelt es doppelt

Der erste Durchgang der Partie mangelte an nennenswerten Torgelegenheiten. Nachdem die Gäste stärker begannen, fand Rostock mit der Zeit besser in die Begegnung und schlug eiskalt zu: Naderi fand Bergh, der die Kugel direkt weiterleitete. Diese landete bei Jonas Dirkner (44.), der sich gegen zwei Gegner behauptete und mit dem Außenrist zur Führung für Hansa vollstreckte – es war die erste gute Chance der Hausherren. Doch noch bevor der Pfiff zur Pause ertönte, hatte Aue die perfekte Antwort parat: Eine Flanke von der Grundlinie köpfte Marcel Bär (49.) zum Ausgleich ins Tor. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Schlusswort gehört Hansa

Nach dem Seitenwechsel waren es die Rostocker, die fortan das deutlich stärkere Team waren und das Spielgeschehen an sich lenkten. Nach einer Stunde sahen sie sich jedoch fast dem Rückstand entgegen, doch Uphoff parierte klasse gegen Clausen (60.). Lange sah es so aus, als würde nichts mehr gehen im Ostseestadion, doch plötzlich kam Neidhart (90.) aus 13 Metern zum Abschluss – und setzte diesen knapp über die Latte. Das Schlusswort war jedoch noch nicht gesprochen. In der letzten Minute war es wieder Neidhart am Ball – diesmal bediente er Ryan Naderi (94.), dessen Schuss sich unhaltbar ins linke Eck des Auer Kastens senkte. Es war der Lucky Punch für die Kogge zum 2:1-Erfolg zum Auftakt.

Ryan Naderi (F.C. Hansa Rostock) jubelt nach seinem 2:1 Siegtor. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

„90 Minuten an sich geglaubt“

„Wir über weite Strecken die Kontrolle, eigentlich fast über die gesamte Spielzeit. Uns hat allerdings die Effektivität gefehlt, die Aue gezeigt hat, vor allem in der Erarbeitung klarer Chancen. Wir haben einige Situationen nicht konsequent zu Ende gespielt. Trotzdem hatte ich jederzeit das Gefühl, dass die Mannschaft über 90 Minuten an sich geglaubt hat und immer weiter drangeblieben ist. Das war nicht einfach, weil wir heute gegen eine sehr starke und kompakte Mannschaft gespielt haben. Aue hat nicht nur tief verteidigt, sondern uns auch immer wieder früh unter Druck gesetzt. In diesen Phasen hatten wir zwar kaum einfache Fehler im Passspiel, aber im letzten Drittel nicht die nötige Durchschlagskraft, um zu mehr klaren Torchancen zu kommen“, so Hansa-Coach Daniel Brinkmann.

„Glück kann man sich erarbeiten“

„Natürlich gehört Glück dazu, wenn man in der 94. Minute trifft. Aber Glück kann man sich erarbeiten. Das ist auch eine Frage des Glaubens. Ryan hat 90 Minuten unglaublich viel gearbeitet, Bälle festgemacht und sich gegen starke Gegenspieler durchgesetzt. Das war alles andere als leicht und deshalb auch absolut verdient. Wir nehmen diesen Sieg sehr gerne mit. Es war ein sehr emotionales Ende für uns, und ich bin insgesamt sehr glücklich darüber“, freute sich der Cheftrainer.

Der 20. Spieltag (16. – 18.1.2026)

Regensburg – Ingolstadt 0:3
Saarbrücken – Cottbus 1:1
Ulm – Wiesbaden 0:1
Rostock – Aue 2:1
München – Essen 1:1
Verl – Mannheim 5:2
Aachen – Osnabrück 0:3
Stuttgart II – Duisburg 0:4
Schweinfurt – Köln (16.30 Uhr)
Havelse – Hoffenheim II (19.30 Uhr)

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