Bargteheide nach Revanche im Nachbarschaftsduell wieder Spitzenreiter

Stodo bringt Hitchcock verdächtig wichtige Punkte auf die Habenseite

Liv Klemann (# 53) erzielt für den TSV Bargteheide eines ihrer drei Tore
Foto: Lobeca/Wolf Gebhardt

Lübeck – In der Oberliga Schleswig-Holstein (OL-SH) der Frauen hat der TSV Bargteheide seine weiße Auswärtsweste beim SV Sülfeld verteidigt und wieder die Tabellenspitze erobert. Die Zweite des ATSV Stockelsdorf zeigte in einem Hitchcock verdächtigen Krimi Standvermögen und holte zwei wichtige Punkte gegen den Tabellennachbarn HSG Holstein Kiel/Kronshagen. Der TuS Aumühle-Wohltorf musste sich nach zähem Kampf beim Tabellendritten SG WIFT Neumünster geschlagen geben und behielt somit die rote Laterne.

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SG WIFT Neumünster – TuS Aumühle-Wohltorf 24:20 (10:10)

Das Schlusslicht TuS Aumühle-Wohltorf verkaufte sich beim Tabellendritten gut und unterlag am Ende in einem Spiel, wo die Defensiven die Oberhand hatten, nur knapp.

Torschützinnen für den TuS Aumühle-Wohltorf
Merle Winkler (6), Sophia Nigbur, Sina Winter und Lina Thies (je 3), Catharina Kafke (2), Dorothea Müller, Lina Wöhlert und Sophie Kageneck (je 1)

SV Sülfeld – TSV Bargteheide 17:25 (9:14)

Es war ein Spiel mit besonderen Vorzeichen: TSV Bargteheide in der Tabelle ganz oben, der SV Sülfeld recht weit unten und aus dem Hinspiel gab es noch eine offene Rechnung für die Gäste, hatte Sülfeld ihnen doch zum Saisonstart gleich eine Heimniederlage beschert. Einen weiteren Anreiz gab es für die Mannschaft von Trainer Andreas Frank, es sollte der 7. Auswärtssieg her und damit die weiße Auswärtsweste verteidigt werden. Somit war für Zündstoff genug gesorgt.
Der TSV Bargteheide begann sehr konzentriert, rührte in der Abwehr Beton an und spielte aus dieser stabilen Hintermannschaft souverän in der Offensive, was mit einer 3:0-Führung in der 5. Minute belohnt wurde. Die Sülfelderinnen verkürzten auf 2:3, doch Bargteheide behielt die Ruhe und zog wieder auf 5:2 (7.) davon. Nach einer Sülfelder Auszeit gelang erneut der Anschlusstreffer zum 5:6 (13.), doch erneut waren es die Gäste, die sich Tor um Tor absetzten und einen sicheren 14:9-Vorsprung mit in die Kabine nahmen.
Nach Wiederbeginn blieb der TSV Bargteheide die Ton angebende Mannschaft und beim 20:11 (39.) war bereits die Vorentscheidung und beim 25:13 (48.) die endgültige Entscheidung gefallen. Am Ende revanchierte sich die Mannschaft von Trainer Frank deutlich für die Niederlage im Hinspiel und sprang wieder an die Tabellenspitze.
„Sülfeld agierte und reagierte wie wir es erwartet hatten, wenn die Mannschaft mit den meisten Zeitstrafen auf unser junges Team mit den wenigsten Zeitstrafen trifft. Meine Damen waren eingestellt, behielten einen kühlen Kopf und gewannen am Ende verdient und souverän das Derby“, so Trainer Frank nach dem Spiel.
„Leider den Faden im Angriff völlig verloren. Sehr gute Abwehrarbeit mit starken Torhütern als Rückhalt reichte leider nicht die Flaute im Angriff zu kompensieren. 17 Tore sind für die Oberliga einfach zu wenig“, fasste Sülfelds Trainer Marcel Reimers zusammen. „Wir werden weiter an unserem Zusammenspiel arbeiten und das Beste aus unserem Kader herausholen.“

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Torschützinnen für den SV Sülfeld
Annabell Hahn (5), Anna Steputat (4), Julia Studt, Merle Ernst und Rika Jeschke (je 2), Charlyn Krause und Laura Martens (je 1)

Torschützinnen für den TSV Bargteheide
Jette Schwerdt (6), Karoline Koch (5), Jana Dombrowski (4), Sina Eichholz und Liv Klemann (je 3), Annkathrin Klemp, Jette-Sophie Harms, Lilly Marit Frank und Inga Lutschak (je 1)

ATSV Stockelsdorf II – HSG H. Kiel/Kronsh. 21:20 (10:11)

Die Anfangsphase gehörte der Zweiten des ATSV Stockelsdorf, die sich über 4:2 auf 7:4 in der 11. Minute absetzte. Doch der Tabellennachbar zeigte Zähne und glich beim 7:7 (15.) aus. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe mit wechselnder Führung. Mit einem 10:11 ging es für den ATSV in die Pause.
Nach der Pause die Fortsetzung der ausgeglichenen Partie, keine Mannschaft setzte sich entscheidend ab. Zum Beginn der Crunchtime sahen sich die Ostholsteinerinnen mit 18:20 im Hintertreffen. Nun rührte die Hintermannschaft Beton an und im Angriff wurde konzentriert gespielt und Tor um Tor aufgeholt und das 20:20 (54.) durch zwei verwandelte Siebenmeter von Hannah Treichel erzielt, was die Auszeit der Gäste nach sich zog. Erneut Treichel traf von der Siebenmeterlinie zum 21:20, als noch fast vier Minuten auf der Uhr standen.
Beide Seiten schenkten sich nichts, doch es wollte das Runde nicht mehr in das Eckige. Von der Siebenmetermarke vergab Treichel die Chance den Deckel endgültig draufzumachen, als noch 48 Sekunden auf der Uhr standen. Am Ende war der Jubel riesig, als der 21:20-Sieg bestand behielt.

Torschützinnen für den ATSV Stockelsdorf
Hannah Treichel (11), Berit Schwarz (4), Alisa Lang (2), Lynn Kahler, Sophia Bulgrin, Mara Rüscher und Maite Gutenberg (je 1)

Alle Spiele der Oberliga Schleswig-Holstein

HSG FoNATSV Nord Harrislee II21:17
SG WIFT NeumünsterTuS Aumühle-Wohltorf24:20
Suchsdorfer SVIF Stjernen Flensborg24:32
ATSV Stockelsdorf IIHSG H. Kiel/Kronsh.21:20
SV SülfeldTSV Bargteheide17:25

Die aktuelle Tabelle

1TSV Bargteheide20:4356:29759
2DHK Flensborg18:2318:25167
3SG WIFT Neumünster16:6266:24125
4TSV Nord Harrislee II14:8274:25024
5HSG Kremp./Münsterd.12:8311:26744
6ATSV Stockelsdorf II12:8240:248-8
7HSG H. Kiel/Kronsh.10:14310:3019
8HSG FoNA10:14299:321-22
9IF Stjernen Flensborg8:16308:320-12
10SV Sülfeld6:18289:337-48
11Suchsdorfer SV4:18278:343-65
12TuS Aumühle-Wohlt.4:18270:343-73

Bildquellen

  • Liv Klemann Bargteheide: Lobeca/Wolf Gebhardt
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