Irgendwie abhaken: FC St. Pauli braucht die breite Brust

Derby-Woche steht an

Nebel und Pyro am Millerntor im Spiel gegen den Hamburger SV. Archivfoto: Lobeca/Roland Kenzo

Hamburg – Zum zweiten Mal binnen vier Tagen kassierte der FC St. Pauli einen späten Nackenschlag – und steht erneut mit leeren Händen da. Die 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund schmerzt, weil sie dem Spielverlauf einmal mehr nicht gerecht wurde. Doch lange Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Der Blick richtet sich sofort nach vorn: Am kommenden Freitag um 20.30 Uhr steigt am Millerntor das Derby gegen den Hamburger SV, der zuletzt beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls ohne Sieg blieb.

„Tut extrem weh“

In Dortmund lieferten die Kiezkicker erneut eine reife Leistung ab. Kompakt, mutig, leidenschaftlich – und nach dem 0:2-Rückstand mit einer beeindruckenden Reaktion. Der Ausgleich war verdient, das Momentum auf braun-weißer Seite. Umso bitterer, dass am Ende wieder ein spätes Gegentor alles zunichtemachte. „Zum zweiten Mal in vier Tagen so einen späten Nackenschlag zu bekommen, tut extrem weh“, brachte Hauke Wahl die Gefühlslage auf den Punkt.

Fokus nur auf dem Derby

Auch Coach Alexander Blessin haderte weniger mit der Leistung als mit dem Ergebnis: „Was die Mannschaft nach dem 2:0 geleistet hat, ist unglaublich. In der Phase hatte ich das Gefühl, dass wir dem 3:2 näher sind.“ Trotz aller Enttäuschung machte der Cheftrainer klar, worum es jetzt geht: „Wir müssen uns schütteln und trotzdem viele positive Aspekte sehen. Ab morgen liegt der Fokus nur auf dem Derby.“

Klares Zeichen im Abstiegskampf

Genau darin liegt nun die große Chance. Eric Smith sprach von einer „großen Möglichkeit, um zurückzukommen“, Joel Fujita nannte das Derby „extrem wichtig“ und machte klar: „Wir wollen und müssen es unbedingt gewinnen.“ Die Mannschaft weiß, dass gute Leistungen allein nicht mehr reichen – Punkte müssen her. Der HSV reist mit einem torlosen Remis gegen Mönchengladbach an, defensiv stabil, offensiv aber ebenfalls ohne Durchschlagskraft. Am Millerntor treffen zwei Teams aufeinander, die etwas gutzumachen haben. Für St. Pauli geht es um mehr als nur drei Punkte: Es geht um ein Zeichen.

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  • Roland_Kenzo: Lobeca/Roland Kenzo
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