
Kiel – Die Lübeck Lynx haben mit einem starken Auftritt ein Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen der 2. Regionalliga Nord gesetzt. Beim 83:71-Erfolg gegen die Kieler Förde Baskets zeigte das Team von Trainer Stefan Tresselt über weite Strecken, warum es zur Spitzengruppe der Liga gehört – trotz schwieriger Phase nach der Pause und einer Verletzung im dritten Viertel.
Starker Start, starke Antwort
Die Lynx starteten mit enormer Intensität. „Wir kommen mit unglaublich viel Energie raus“, schilderte Tresselt nach der Partie. Früh setzte sich Lübeck ab, dominierte das erste Viertel und erspielte sich einen deutlichen Vorsprung. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Team konzentriert, zur Halbzeit lag Lübeck komfortabel vorne. „Wir waren sehr konzentriert, das war eine super starke Leistung – wir hätten ruhig auch mit 20 führen können“, so der Coach. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch kurzzeitig. Die Gäste aus Kiel, eine „routinierte Mannschaft, eine Ansammlung von Spielern, die fast alle schon höherklassig gespielt haben“, kamen zurück ins Spiel. „Wir kommen total flach raus, die ersten drei Angriffe daneben, die treffen alles“, beschrieb Tresselt die kritische Phase, in der der Vorsprung auf sechs Punkte schrumpfte.
Konzentration trotz Schockmoment
Erschwerend kam die Verletzung von Assan Jaiteh hinzu, der im dritten Viertel ohne Foulwirkung ausschied. Doch die Lynx fanden zurück in die Spur. „Die Jungs haben es gut aufgefangen“, lobte der Trainer, auch wenn eine schwache Freiwurfquote von 14 Treffern bei 29 Versuchen für zusätzliche Spannung sorgte. Am Ende brachte Lübeck den Sieg souverän über die Zeit – mit strategischer Bedeutung: Nach der 64:75-Niederlage im Hinspiel sicherten sich die Lynx nun auch den direkten Vergleich. „Wenn es zu einem Tabellengleichstand kommen sollte, wären wir auf jeden Fall vor denen gerankt“, erklärte Tresselt.
Klares Zeichen
In der Tabelle bleibt Lübeck Teil der Spitzengruppe, nur einen Sieg hinter Rang zwei. „Wir sind in der Spitzengruppe mit dran“, sagte der Coach, der mit Blick auf die kommenden Wochen optimistisch bleibt. Vor dem nächsten Auswärtsspiel bei KTB, in einer Halle, in der man zuletzt unglücklich verlor, überwiegt das Vertrauen. „So wie die Mannschaft sich präsentiert, mit viel Selbstvertrauen und vielen guten Sachen, haben wir ein gutes Gefühl“, so Tresselt. Bester Werfer wurde Ricardo Lima mit starken 22 Punkten.
Deutliche Pleite
Der TuS Lübeck hat beim TSV Reinbek eine am Ende deutliche 49:67-Niederlage hinnehmen müssen. Die Gäste fanden von Beginn an nur schwer ins Spiel und hatten vor allem Probleme gegen die aggressive Verteidigung der Gastgeber. Offensiv fehlte über weite Strecken der Rhythmus, insbesondere von außen wollte kaum ein Wurf fallen – viele gute Versuche sprangen wieder aus dem Korb.
Chance auf Revanche
Reinbek nutzte die Ballverluste konsequent und setzte sich bereits früh ab. Zwar gab es phasenweise Stabilisierung und sogar eine Führung, insgesamt blieb es jedoch ein gebrauchter Tag für den TuS, der nie richtig Zugriff auf das Spiel bekam. Am Ende steht eine harte Niederlage gegen einen aggressiv spielenden Gegner. Jetzt gilt es, die Partie klar zu analysieren und die richtigen Schlüsse für die kommenden Aufgaben zu ziehen. „Wir müssen insbesondere an dem Ballvortrag gegen Druck sowie dem Reboundverhalten generell arbeiten,“ so Chris Klein, Trainer des TuS Lübeck. Bereits am kommenden Sonntag sind die Lübecker erneut Gast in Reinbek, diesmal zum BVSH Pokalspiel. Vielleicht ja auch mit der Möglichkeit einer Revanche.
Beste Werfer beim TuS waren Gardlo und Krause (12) sowie Lange (9).
Bildquellen
- Lübeck Lynx jubelt: HL-SPORTS
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