Viel Kampf, noch mehr Krampf – Enttäuschendes Derby zwischen HSV und St. Pauli

Ein Spiel auf unterstem Niveau

Fabio Balde (Hamburger SV), Arkadiusz Pyrka (FC St. Pauli) und Tobias Welz (Schiedsrichter). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Kein Gegentor, ein großer Kampf und Platz 16 über Nacht. Ein Punkt ist sicherlich besser als keiner, doch im Stadtderby gegen den Hamburger SV war für den FC St. Pauli sicherlich mehr drin. Ein Dreier hätte den Kiezkickern gutgetan. Dafür hätte die Leistung allerdings drei bis vier Stufen besser sein müssen.

„In der Summe zu wenig“

Coach Alexander Blessin fand deutliche Worte: „Ich bin einfach enttäuscht. Das Spiel war dem Wetter entsprechend, es hat mich nicht erwärmt. In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht reingekommen, da hat der HSV 63 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Wenn wir von einem Abstiegs-Derby sprechen, dann ist das zu wenig. Sowohl bei den zweiten Bällen als auch beim Nachrücken und Vorwärtsverteidigen. Als einzigen Punkt kann man dagegenhalten, dass wir nichts zugelassen haben. Man hatte das Gefühl, dass der HSV nicht wollte und wir nicht konnten. Wir haben nur reagiert und nicht agiert. Das haben wir in der Pause angesprochen. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen und konnten es ausgeglichen gestalten. Wir haben uns zwar Chancen herausgespielt, waren aber sehr fahrig. Wir hatten acht Ecken, sechs sind aber nicht über den ersten Pfosten hinausgekommen. Wir hatten Ballverluste, die eigentlich bestraft werden. Wir waren zwar gut drin, in der Summe war es aber zu wenig und deshalb auch enttäuschend. Gerade nach den beiden Spielen gegen Wolfsburg und Dortmund dachte ich, wir wären schon weiter. Dennoch haben wir einen Punkt geholt. Wir wissen noch nicht, wofür der am Ende gut sein wird.“

Intensität fehlt

Mittelfeld-Motor Joel Chima Fujita sah den Spielverlauf ähnlich: „Es war ein schweres Spiel, gerade in der ersten Halbzeit. Der HSV hat das Spiel kontrolliert, wir haben nicht genug Duelle gewonnen. Uns hat die Intensität gefehlt, gerade in der ersten Halbzeit haben wir nicht viele Zweikämpfe gewonnen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser und haben uns Chancen herausgespielt. Wenn wir auch im ersten Durchgang so gespielt hätten, hätten wir gute Chancen gehabt, das Spiel zu gewinnen.“

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  • Pyrka, Balde: Lobeca/Henning Rohlfs
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