HSV: „Kein Derby, was in langer Erinnerung bleiben wird“

Rothosen bleiben Vize-Stadtmeister und sind enttäuscht

Nicolai Remberg (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – 0:0 im Derby! Die Stadtmeisterschaft bleibt damit auf dem Kiez. Der FC St. Pauli trennte sich am Freitagabend vom Hamburger SV torlos (HL-SPORTS berichtete). Die Gäste aus dem Volkspark hatten ganze fünf Torschüsse in der gesamten Spielzeit. Die Braun-Weißen kamen auf acht. Eine schwache Partie in der Bundesliga, ohne Mut auf beiden Seiten. Ein Unentschieden das niemanden hilft. Abstiegsangst pur an der Elbe. Die Stimmen danach bei den Rothosen:

Richard Krohn (Co-Trainer) und HSV-Chefcoach Merlin Polzin nach dem Derby. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

„Wir sind natürlich, was das Ergebnis angeht, dennoch enttäuscht.“

HSV-Trainer Merlin Polzin: „Um chronologisch einfach mal zu beginnen – wir haben einen relativ guten Spielstart erwischt mit viel Spielkontrolle, mit einer Dominanz, wie wir sie uns dann auch vorgestellt haben, was den Ballbesitz angeht. Wir haben es immer wieder versucht, dann auch in die in die richtigen Räume, die wir vorher ausgemacht haben, reinzuspielen. Dass das nicht einfach wird lag nicht nur heute an den Temperaturen oder an unserem eigenen Unvermögen, sondern auch an der an der guten Art und Weise, wie einfach St. Pauli dann gerade in diesen Momenten auch verteidigt. Und trotzdem hatte ich zu jeder Zeit in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir definitiv drin sind, was die Zweikämpfe angeht, was dann auch Momente im Ballverlust angeht. Wir haben den Moment, wo wir mit der Konterchance noch mal deutlich zwingender werden können und müssen. Das hat sich dann in der zweiten Halbzeit nicht ganz so widergespiegelt. Das Spiel wurde ein bisschen offener und wir hatten zu viele Momente in unserem Spiel, wo es einfach nicht mehr so gepasst hat, was die Kontrolle angeht, was die Abstände angeht. Und nichtsdestotrotz haben wir eine Riesenmöglichkeit nach der Ecke mit dem Kopfball von Luka Vuskovic und insbesondere dann die Konter, die wir fahren. Die ärgern mich sehr, weil gerade in der einen Situation, wo es um drei gegen eins dann auf das gegnerische Tor zugeht – dann ist es ein Moment, den wir besser ausspielen können und auch müssen, gerade in Spielen wie heute. Und deshalb nehmen wir den Punkt dann am Ende mit. Wir sind natürlich, was das Ergebnis angeht, dennoch enttäuscht. Jetzt haben wir zum zweiten Mal hintereinander 0:0 gespielt. Mit der Leistung in der Defensive bin ich auf jeden Fall zufrieden, vorne hätte ich mir gerne eine andere Zahl gewünscht. Ja, weshalb es sicherlich kein Derby ist, was in langer Erinnerung bleiben wird. Und nichtsdestotrotz ist für mich – ich habe hier auch schon das ein oder andere Spiel erlebt, was dann anders lief – trotzdem auf unseren Prozess ein sehr stabiler Auftritt, auf dem wir aufbauen können.“

„Wieder nicht belohnt“

Nicolai Remberg: „Wir hatten vor allem in der ersten Hälfte klar die Spielkontrolle, haben uns vorn aber wie zuletzt gegen Gladbach wieder nicht belohnt. Wir kommen immer gut durch, aber uns fehlt der letzte Pass sowie die klare Entscheidung und Überzeugung vor dem Tor. Es müsste einfach mal ein Ball durchrutschen, dann können wir auch offensiv wieder in einen Flow kommen. Nach der ersten Halbzeit ist ein Zähler ein Tick zu wenig für uns, aber letztlich ist das 0:0 wohl ein gerechtes Ergebnis. Es ist wieder ein Punkt, wir haben erneut zu Null gespielt.“

Anzeige
AOK
Anzeige
AOK
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige

Schafft der SV Todesfelde den Durchmarsch in die 2. Liga?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...

Bildquellen

  • Remberg: Lobeca/Henning Rohlfs
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein