EM 2026: Grgic und Wolff sorgen für zwei Matchbälle in der Hauptrunde

K.o.-Spieler Wolff nagelt Tor zu und Grgic schweißt die Bälle ein

Marko Grgic (# 71) mit 7 Toren als Offensivmaschine der 2. Halbzeit
Foto: Lobeca/Jan Kirschner
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Lübeck – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer hat bei der Europameisterschaft das zweite Hauptrundenspiel der Gruppe I gegen den Gruppenzweiten der Vorrundengruppe C Norwegen gewonnen. Deutschland setzte sich dank herausragender Leistungen von Torhüter Andreas Wolff und Marko Grgic mit 30:28 (15:17) durch und fügte Norwegen die erste Niederlage der Hauptrunden zu. Bereits vorher gewann Frankreich sehr deutlich mit 46:38 (28:15) gegen Portugal und zeigte sich nach der Auftaktniederlage gegen Dänemark erholt. In der zweiten Begegnung des Tages setzte sich Dänemark mit 36:31 (16:14) gegen Spanien durch.

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Deutschland – Norwegen 30:28 (15:17)

Den ersten Treffer der Partie markierte Renars Uscins mit dem 1:0 in der 2. Minute. Nach dem 1:2 egalisierte Johannes Golla zum 2:2 (7.), doch in der Offensive passierten auch in der Folge zu viele einfache Fehler und es wurden klarste Chancen nicht verwertet, dass Norwegen mit 5:2 (9.) in Führung ging und Trainer Alfred Gislason seine erste Auszeit nahm. Die Offensive blieb stumpf. Wäre da nicht ein Andreas Wolff im Tor (der in der ersten Hälfte zehn Paraden beisteuerte), der den Norwegern teilweise freie Bälle abkaufte, hätte Deutschland deutlicher zurückgelegen. So hieß es nur 3:7 (12.). Nils Lichtlein vergab von der Siebenmeterlinie, versenkte aber den Nachwurf zum 4:7. Mit seinen Toren aus dem Rückraum blies Franz Semper zur Aufholjagd und Jannik Kohlbacher erzielte das 8:8 (17.). Es blieb ein Spiel auf des Messers Schneide, in dem Deutschland durch Semper die 11:10-Führung erzielte, aber postwendend dem nächsten Rückstand hinterherlief. Lichtlein vergab beim 14:15 den zweiten Siebenmeter, diesmal gegen Robin Haug, und ging anschließend mit einem 15:17 in die Kabine.

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VfB Lübeck
Torhüter Andreas Wolff mit 22 Paraden ein Garant des DHB-Sieges
Foto: Lobeca/Jan Kirschner

Beim Start in die zweite Hälfte tat sich Deutschland erneut schwer. Nach dem 17:19 (38.) zündete Torhüter Wolff den Nachbrenner – kam auf insgesamt 22 Paraden – und gab damit seinen Mitspielern den notwendigen Rückhalt, die im Anschluss in der Offensive ebenfalls zündeten. Hier zeigte Marko Grgic seine Torgefährlichkeit und hatte großen Anteil daran, dass das DHB-Team sich mit einem 11:4-Lauf bis zur 49. Minute auf 26:21 absetzte. Doch Norwegen ließ sich noch nicht abschütteln und schloss zum 24:26 (52.) auf, was Trainer Gislason zur nächsten Auszeit veranlasste. Mit dem 28:24 (56.) gelang Grgic die Vorentscheidung und wenig später war es erneut Grgic, der mit dem 29:25 (57.) Deutschland endgültig auf die Siegerstraße einfahren ließ. Am Ende gewann Deutschland mit 30:28 und verteidigte seine weiße Weste.

Es folgen noch die beiden Spiele gegen Dänemark und Frankreich als Matchbälle für den Einzug ins Halbfinale. Doch noch ist nicht aller Tage Abend, aber das DHB-Team muss sich nicht verstecken, darf sich aber nicht so viele Fehler leisten wie in den beiden letzten Spielen, das würde gnadenlos bestraft.

Deutschland spielte in folgender Aufstellung
David Späth, Andreas Wolff – Nils Lichtlein (3/2), Johannes Golla (5), Miro Schluroff, Juri Knorr (1), Lukas Zerbe (5/2), Julian Köster, Renars Uscins (2), Tom Kiesler, Franz Semper (4), Rune Dahmke (1), Lukas Mertens (1), Justus Fischer, Marko Grgic (7), Jannik Kohlbacher (1)

Alle bisherigen Spiele der Hauptrundengruppe I

DeutschlandPortugal 32:30
SpanienNorwegen 34:35
FrankreichDänemark 29:32
FrankreichPortugal 46:38
SpanienDänemark 31:36
DeutschlandNorwegen 30:28

Die aktuelle Tabelle

1Deutschland 6:0 96:90 6
2Dänemark 4:2 97:91 6
3Frankreich 4:2 113:104 9
4Norwegen 2:4 97:102 -5
5Portugal 2:4 99:107 -8
6Spanien 0:6 97:105 -8

So geht es weiter

26.01.202615.30PortugalNorwegen
26.01.202618.00SpanienFrankreich
26.01.202620.30DeutschlandDänemark
28.01.202615.30SpanienPortugal
28.01.202618.00DeutschlandFrankreich
28.01.202620.30DänemarkNorwegen

Bildquellen

  • Marko Grgic: Lobeca/Jan Kirschner
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