
Lübeck – Eine Woche nach der Niederlage im Ligaspiel hat der TUS Lübeck im Pokal die passende Antwort gegeben. Beim TSV Reinbek setzten sich die Lübecker auswärts mit 73:59 (34:31) durch und zogen verdient in die nächste Pokalrunde ein.
Beide Mannschaften mussten auf mehrere Stammspieler verzichten, was der Intensität auf dem Feld jedoch keinen Abbruch tat.
Moralsieg und starkes Debüt
Der TUS Lübeck fand dieses Mal offensiv bessere Lösungen, bewegte den Ball konsequenter und glich das Spiel zur Halbzeit nahezu aus. Mit einem knappen 34:31-Vorsprung für Reinbek ging es in die Pause. „Insbesondere gegen die aggressive Ganzfeldverteidigung des Gegners haben wir heute bessere Lösungen gefunden“, so Chris Klein, Trainer der Lübecker.
Im Schlussabschnitt machte sich die größere mannschaftliche Geschlossenheit und der Wille der Gäste bemerkbar. Mit einem klaren 25:13 im vierten Viertel zog der TUS Lübeck entscheidend davon. Am Ende stand ein verdienter 73:59-Auswärtserfolg, der nicht nur den Einzug in die nächste Pokalrunde unter die letzten Vier bedeutet, sondern auch sportlich die Revanche für die Ligapleite darstellt. Positiv aus Lübecker Sicht: Neben Energie, Kommunikation und konsequentem Hustle feierte mit Maarten Grüssing zudem ein Neuzugang ein eindrucksvolles Debüt bei den Tuskers! Beste Werfer der Lübeck Tuskers waren Gardlo (22), Lange (22) sowie Grüssing (14). Gegner der nächsten Pokalrunde ist nun der Sportverein Wasbek.
Bitterer Verlauf
Nachdem die Lübeck Lynx zum Jahresauftakt ein Statement gesetzt hat, gab es am vergangenen Wochenende einen herben Dämpfer. Beim Kieler TB unterlag LT deutlich mit 64:80. Besonders die Personalsituation war angespannt. Zudem kam eine Verletzung und eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung gegen die Lynx. Trainer Stefan Tresselt sagte zu HL-SPORTS: „Die erste Halbzeit war durchwachsen. Der Start war okay aber beide Seiten spielen nicht gut. Liegen trotzdem gehen wir mit 40:30 in die Halbzeit. haben aber auch so das Gefühl, keiner ist müde, geht noch mehr. Und dann wird Sainn, der fast ausschließlich den Ball gebracht hat, ungefähr an der Mittellinie gefoult, kriegt einen Ellenbogen an den Kopf und muss raus, kann auch nicht mehr spielen. Ricardo zwei unsportliche Fouls, die beide hanebüchen waren. Also wir noch mehr dezimiert, nur noch Jan Hofmann, der den Ball bringen konnte. Kiel dreht dann auf und trifft dreier. Wir finden keine Mittel mehr und dann kann man ja ausrechnen, zweite Halbzeit verliert man 24 zu 50. Also das ist schon ganz schön bitter und arg. Trotzdem die, die da waren hätten es richten können. Leider so ein bisschen zurückfallen in alte Zeiten. Wir werden es aufarbeiten, hoffentlich dann am kommenden Sonntag auch wieder in einer anderen Besetzung sein gegen ETV. Damit haben wir uns natürlich aus der Spitzengruppe selber rausgeschossen.“
Bildquellen
- TuS Lübeck rollt weiter: Flo Denker
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