EM 2026: Deutschland nach Sieg gegen Kroatien seit 2016 wieder im EM-Finale

Dänemark nach kampfbetontem Spiel gegen Island ebenfalls im Finalist

Andreas Wolff war erneut ein wichtiger Rückhalt in der Abwehr der Deutschen
Foto: Lobeca/Jan Kirschner
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Lübeck – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer hat sich bei der Europameisterschaft im ersten Halbfinale gegen Kroatien einen großen Kampf geliefert. Durch eine starke Abwehr mit einem ebensolchen Andreas Wolff im Tor und einer guten Offensive kanonierte sich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gegen Kroatien zum ersten Mal seit dem Titelgewinn 2016 in das Finale der Europameisterschaft.
Zuvor fand das Spiel um Platz 5 zwischen Portugal und Schweden statt. Hier setzte sich Portugal mit 36:35 (16:16) gegen Schweden durch und belegte in der Endabrechnung Platz 5.
Das zweite Halbfinale entschied Dänemark mit 31:28 (14:13) gegen Island für sich und zog damit neben Deutschland ins Finale ein. Das Spiel um Platz bestreiten die beiden unterlegenen Mannschaften aus dem Halbfinale Kroatien gegen Island.

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Deutschland – Kroatien 31:28 (17:15)

Bereits in der Vorbereitung auf dieses Turnier standen sich beide Teams zweimal gegenüber, beide Begegnungen entschied Deutschland für sich. Dennoch entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Halbfinale. Die Partie begann mit hohem Tempo, und beide Mannschaften zeigten sofort, dass sie unbedingt den Finaleinzug schaffen wollten. Kroatiens Ivan Martinovic fand früh ins Spiel und erzielte die ersten beiden Treffer seines Teams. Deutschland antwortete immer wieder mit schnellem Umschaltspiel und erfolgreichen Aktionen aus der zweiten Welle. Nach zehn Minuten stand ein torreiches 7:6 für Deutschland auf der Anzeigetafel. Zwar setzte sich zunächst keine Mannschaft ab, doch dank wichtiger Paraden von Andreas Wolff gelang es der DHB-Auswahl kurz vor der Pause, einen Vorsprung von zwei Toren herauszuspielen. Mit einem 17:15 ging es in die Kabinen.

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Nach Wiederbeginn präsentierte sich Deutschland sofort konzentriert, während Kroatien den Start in die zweite Hälfte verpasste. Die deutsche Mannschaft nutzte jede Unachtsamkeit aus und setzte sich mit einem 5:0-Lauf auf 22:16 ab. In dieser Phase deutete vieles auf eine vorzeitige Entscheidung hin. Doch Kroatien zeigte großen Kampfgeist, steigerte sich wieder und arbeitete sich Stück für Stück heran. Obwohl Deutschland zwischenzeitlich mit sieben Toren (24:17 in der 40. Minute) führte, wurde es in den letzten Minuten noch einmal eng. Rund zwei Minuten vor dem Ende lag Kroatien nur noch mit zwei Treffern zurück. Die DHB-Auswahl behielt jedoch die Nerven und brachte den Sieg sicher über die Zeit.

Mit diesem Erfolg erreicht Deutschland zum ersten Mal seit dem Triumph von 2016 wieder das Finale einer Europameisterschaft und darf morgen um den Titel spielen.

Deutschland spielte in folgender Aufstellung
David Späth, Andreas Wolff – Nils Lichtlein (1/1), Johannes Golla (4), Miro Schluroff, Matthes Langhoff, Juri Knorr (4), Lukas Zerbe (6/2), Julian Köster (3), Renars Uscins (4), Franz Semper (1), Rune Dahmke, Lukas Mertens (4), Justus Fischer (4), Marko Grgic, Jannik Kohlbacher

Dänemark – Island 31:28 (14:13)

Das zweite Halbfinale blieb bis in die Schlussphase spannend und lange offen. Dänemark setzte sich am Ende knapp mit 31:28 gegen kämpferische Isländer durch. Damit steht fest: Dänemark ist Finalgegner von Deutschland.

So geht es morgen weiter

Spiel um Platz 3   
01.02.202615.15KroatienIsland
Finale    
01.02.202618.00DeutschlandDänemark

 

Bildquellen

  • Andreas Wolff DHB: Lobeca/Jan Kirschner
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