
Lübeck – Das war am Freitagabend eine echte Eis-Bombe als die Meldung kam: Denny Skwierczynski wechselt im Sommer vom Eichholzer SV zum FC Dornbreite. Und gleich danach die sofortige Bekanntgabe zur Trennung vom ehemaligen Regionalliga-Trainers an der Guerickestraße (HL-SPORTS berichtete). Das enthielt schon viel Dynamik, die sich allerdings nach einer Nacht wieder legte.
Finale ohne Skwierczynski auf der Bank
Der 51-Jährige, der am bevorstehenden Valentinstag seinen Geburtstag feiert, kam erst zu Saisonbeginn zum ESV und führte den Verein in der Landesliga auf Rang drei. Jetzt ist schon wieder Schluss. Die Eichholzer begründeten den Schritt unter anderem mit einem möglichen “Konflikt“ zum Kreispokalfinale, wo die beiden Clubs im kommenden Mai aufeinandertreffen werden.
Berens is back
Doch anscheinend ist man am Stadtrand von Lübeck auch nicht ganz so traurig, denn Ersatz ist schon gefunden. Kevin Berens ist aus seiner “Elternzeit“ wieder da. Rene Sternberg sagt zu HL-SPORTS: „Mittlerweile ist Kevin zurück und wir sind selbstbewusst genug zu sagen, dass wir es auch ohne Denny schaffen.“
„Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft, dass sie “unsere“ Ziele erreichen“
Skwierczynski sprach am Tag danach sein Bedauern aus, dass es nun zu einem vorzeitigen Ende beim ESV kam. Zu HL-SPORTS meinte er: „Natürlich hätte ich gerne bis zum Sommer weitergemacht und meine Arbeit vollendet. Ich kann allerdings den Eichholzer SV verstehen, dass man schnell einen anderen Weg einschlagen möchte. Dort wurde ich sehr gut aufgenommen und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Mit “Sterni“ zusammenzuarbeiten war super. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft, dass sie “unsere“ Ziele erreichen, auch wenn ich kein Teil mehr davon bin. Wir gehen nicht im Bösen auseinander, weil dort ganz viel tolle Menschen tätig sind. Jetzt freue ich mich auf den FC Dornbreite. Es war auch immer kommuniziert, dass wenn sich die Chance der Konstellation zusammen mit Henning Meins und Sören “Schott“ Warnick ergeben würde, wenn das Umfeld passt, dann würden wir das zu dritt auch machen. Am Steinrader Damm ist das nun der Fall und mit den neuen Infrastrukturen ergeben sich tolle Möglichkeiten.“
Oberliga-Rückzug um die Millenniumwende
Am Aufstieg in die Oberliga soll also nun in Eichholz weiterhin im Duo gearbeitet werden. 20 Jahre nach Gründung des Vereins spielte man schon in der höchsten Klasse von Schleswig-Holstein, verpasste sogar 1972 knapp die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Zuletzt schaffte man den Sprung in der Saison 1997/1998 in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Drei Jahre danach zog man als Tabellenzehnter freiwillig zurück. Zwischenzeitlich ging es sogar runter bis in die Kreisklasse B.
Rückkehr nach knapp 25 Jahren
Jetzt soll also das Comeback gelingen, nachdem der ESV bereits im Vorjahr Dritter in der Landesliga Holstein wurde – mit Sternberg und Berens., nach knapp 25 Jahren. Der Rückstand auf das Führungsduo SC Rapid und VfB Lübeck II beträgt bei einer Begegnung weniger acht respektive sieben Punkte. Gegen beide Teams geht es noch jeweils einmal bis zum letzten Spieltag.
Bildquellen
- Sternberg: Andreas Schock
- Berens, Sternberg: Andreas Schock
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