
Hamburg – Luka Vuskovic hat den ganz großen Wurf nur knapp verpasst. Bei der Wahl zum “Tor des Jahres 2025“ belegte der 18-jährige Innenverteidiger des Hamburger SV mit seinem spektakulären Treffer im Nord-Derby gegen Werder Bremen Rang zwei. Damit schaffte es erneut ein HSVer auf das Podium dieser renommierten Wahl – zum insgesamt vierten Mal in der Vereinsgeschichte.
Traumtor gegen Werder
Ausgangspunkt des Treffers war ein Freistoß von der rechten Seite. Fabio Vieira brachte den Ball hoch in den Strafraum, wo sich die Kugel etwa auf Höhe des Elfmeterpunktes in den Rücken von Vuskovic senkte. „Ich hatte ein bisschen Glück“, kommentierte der Kroate seinen Treffer nach dem Spiel. „Ich hätte nichts anderes außer das machen können.“ Vuskovic entschied sich für die Volley-Hacke, traf den Ball direkt aus der Luft und lenkte ihn vorbei an Werder-Torwart Mio Backhaus ins Netz – ein absolutes Traumtor, zudem erzielt im siegreichen Duell gegen den Nord-Rivalen (HL-SPORTS berichtete).
Der Treffer wurde zunächst von der DFL zum “Top-Tor des Monats“ im Dezember gewählt. Anschließend gewann Vuskovic als 15. Spieler des HSV das „Tor des Monats“ der “ARD-Sportschau“ und war damit automatisch für die Wahl zum „Tor des Jahres“ nominiert.
Olic und Präger schafften das auch
Bei der Entscheidung, die am Sonnabend im Zuge der “Sportschau“ bekanntgegeben wurde, musste sich der HSV-Verteidiger lediglich Luis Díaz vom FC Bayern München geschlagen geben. Beide trafen auch am vergangenen Sonnabend im direkten Aufeinandertreffen. Platz zwei bedeutet dennoch einen besonderen Eintrag in der HSV-Historie. Bereits zuvor hatten es HSV-Spieler auf das Treppchen geschafft: Ivica Olic belegte 2008 mit einem Distanzschuss im Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen Rang zwei, Roy Präger kam 2001 mit einem Seitfallzieher im Volksparkstadion gegen den SC Freiburg ebenfalls auf Platz zwei. Einen dritten Platz erreichte Thomas von Heesen 1988 mit seinem Seitfallzieher im Bundesliga-Spiel bei Hannover 96. Ganz oben landete in der Geschichte der Auszeichnung noch kein Hamburger.
Vuskovic reiht sich damit in eine kleine, aber prominente HSV-Liste ein – und hat mit 18 Jahren bereits einen festen Platz in der Vereinsgeschichte sicher.
Bildquellen
- Vuskovic: Lobeca/Norbert Gettschat
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