Rekordgewinn für F.C. Hansa Rostock – Dämpfer im Aufstiegsrennen?

Geldregen für die Kogge

Ahmet Gürleyen (F.C. Hansa Rostock) feiert den Siegtorschützen Ryan Naderi (F.C. Hansa Rostock). Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Der F.C. Hansa Rostock setzt ein historisches Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt. Mit dem Wechsel von Top-Torjäger Ryan Naderi zu den Glasgow Rangers realisieren die Mecklenburger nicht nur die höchste Ablösesumme der eigenen Vereinsgeschichte, sondern zugleich einen neuen Rekord für die 3. Liga. Sportlich schmerzhaft, wirtschaftlich wegweisend – dieser Transfer markiert einen Wendepunkt.

Ein Deal von historischer Dimension

In der Nacht zum vergangenen Dienstag machte Hansa den Wechsel offiziell. Zwar vereinbarten beide Klubs Stillschweigen über die genauen Modalitäten, doch die Dimension ist klar: Rund sechs Millionen Euro Ablöse – inklusive Boni – sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent machen Ryan Naderi zum teuersten Spieler, den die 3. Liga je hervorgebracht hat. Der bisherige Rekord lag bei vier Millionen Euro. Anders als zwischenzeitlich angedacht, wird der 22-Jährige nicht zurückverliehen, sondern läuft sofort für den 55-maligen schottischen Meister auf.

Vertrauen in den Kader – trotz sportlichem Verlust

Sportlich reißt der Abgang eine empfindliche Lücke. Naderi war mit acht Toren und fünf Vorlagen Hansas produktivster Offensivspieler und eine zentrale Säule im Team von Trainer Daniel Brinkmann. Vorstandschef Ronald Maul ordnet den Transfer dennoch klar ein: Das Angebot habe „eine Dimension erreicht, die ein Drittligist nicht ablehnen kann“. Zugleich betont er den Blick auf den Spieler: Naderi sei jung, hochveranlagt und verdiene die Chance, sich international zu beweisen. Trotz des Verlustes signalisiert die Klubführung Geschlossenheit – und volles Vertrauen in den bestehenden Kader.

Vom Schnäppchen zum Rekordtransfer

Dass Naderi nun zum teuersten Spieler der Drittliga-Geschichte wird, unterstreicht die sportliche und strategische Entwicklung des F.C. Hansa. Erst 2024 war der gebürtige Dresdner für rund 200.000 Euro von Borussia Mönchengladbach II nach Rostock gekommen. Binnen anderthalb Jahren entwickelte er sich zum Leistungsträger – und nun zum wirtschaftlichen Meilenstein. Unter Rangers-Coach Danny Röhl – ebenfalls Deutscher – soll Naderi künftig um Titel spielen. Für Hansa bedeutet der Transfer finanzielle Handlungsfreiheit und ein starkes Signal.

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  • Naderi: Lobeca/Andreas Knothe
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