DFB-Pokal: Traum geplatzt, ein anderer lebt – Titelverteidiger wirft Holstein Kiel raus

Nächste Überraschung bleibt aus

Adrian Kapralik (Holstein Kiel) ärgert sich über die vergebene Chance. Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Kiel – Der Traum der nächsten Pokal-Sensation ist geplatzt – der Traum der Titelverteidigung lebt dagegen weiter. Am Mittwochabend (4.2.) empfing Holstein Kiel den Titelverteidiger VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Viertelfinale. Vor ausverkauftem Holstein-Stadion hielten die Störche lange gut mit, mit der Zeit auftauende Stuttgarter besiegelten am Ende jedoch das deutliche Pokal-Aus. Die KSV unterlag mit 0:3 (0:0).

Choreografie der Fans von Holstein Kiel. Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Hinten kompakt, vorne immer wieder gefährlich

In der Anfangsphase verteilten sich die Spielanteile wie es zu erwarten war. Der VfB dominierte das Geschehen überwiegend mit eigenem Ballbesitz, während die KSV sich eher darauf konzentrierte, kompakt zu stehen und auf Umschaltmomente zu hoffen. Genau diese ergaben sich aufgrund der nicht fehlerfreien Gäste. So gehörte den Störchen, konkret Kapralik (8.) die erste Gelegenheit der Begegnung. Aus halbrechter Position traf er nur das Außennetz. Wenig später kam Harres (10.) nach einer Ecke zum Kopfball, der nichts einbrachte. Bei einem Konter dribbelte Kelati (11.) auf die Stuttgarter Abwehr zu und suchte am Sechzehner den Abschluss – er verzog drüber. Nur vier Minuten später hatte Kapralik (15.) eine ähnliche Situation wie zu Beginn – mit ähnlichem Ausgang. Wieder verfehlte er knapp das kurze Eck.

Adrian Kapralik (Holstein Kiel) setzt zum Schuss an. Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Titelverteidiger taut auf

Der Gäste tauten bei frostigem Wetter allmählich auf und bekamen dann durch Führich (19.) auch ihren ersten Abschluss, der aus halblinker Position jedoch rechts daneben ging. Der Linksaußen legte wenig später Undav (25.) den Ball auf den Schädel, dessen Kopfball brachte nichts ein. Nach Missverständnis im Kieler Strafraum war El Khannouss (28.) in gefährlicher Abschlussposition, doch seinen Versuch bekommen die Kieler geblockt. Die letzten nennenswerten Abschlüsse vor der Pause gehörten dem Titelverteidiger, doch Leweling (30.), Undav (40.) und Führich (43.) gelang kein Treffer.

Phil Harres (Holstein Kiel) im Zweikampf mit Jeff Chabot (VfB Stuttgart). Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Torinstinkt eines Top-Stürmers

Im zweiten Spielabschnitt ließ der erste Aufreger nicht lange auf sich warten – und diesmal zappelte der Ball das erste Mal im Netz. El Khannouss zog einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo Karazor die Kugel in Richtung Deniz Undav (57.) ablegte. Der Stürmer bekam den Fuß vor seinen Gegenspielern an den Ball und vollstreckte zur Führung für die Schwaben.

Die Spieler vom VfB Stuttgart freuen sich über die Führung. Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Holstein tat sich schwer, in die guten Momente aus Durchgang eins zu kommen. Stattdessen drängten die Stuttgarter aufs dritte Tor. Einen Abschluss von El Khannous (75.) klärte Kiel zur Ecke. Gute zehn Minuten vor Schluss war dann Jakupovic (80.) gleich zweimal im Mittelpunkt. Der erste Abschluss des Slowenen nahm Nübel ohne Probleme auf, kurz darauf verfehlte er aus guter Abschlussposition knapp das linke untere Eck. Die Kieler probierten noch einmal alles. Müller (86.) versuchte es aus 20 Metern, abgefälscht flog das Leder am Kasten vorbei.

Risiko bestraft

Doch dann wurde das Risiko der KSV bestraft: Bei einem Konter der Schwaben schickte Torschütze Undav Chris Führich (90.) auf die Reise, der am herauseilenden Weiner vorbei ging und ins leere Tor zum 2:0 einschob – die Entscheidung. Einen hatte der VfB aber noch: Über Undav und Demirovic gelangte der Ball zu Atakan Karazor (92.), der ebenfalls den Keeper umkurvte. Im Fallen bugsierte der Sechser die Kugel mit der Hüfte ins verwaiste Tor und markierte den 3:0-Endstand.

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  • Choreo Kiel: Lobeca/Jasper Lorenz
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