„Manchmal ist es wie eine Ketchup-Flasche“ – Holstein Kiel hadert mal wieder mit der Chancenverwertung

Die Stimmen zum Spiel

Aldin Jakupovic (Holstein Kiel) ärgert sich über eine vergebene Chance. Foto: Lobeca/Jasper Lorenz

Kiel – Es wurde nichts mit der magischen Pokalnacht aus Sicht von Holstein Kiel. Gegen den Favoriten und amtierenden DFB-Pokal-Sieger VfB Stuttgart zog man trotz tapferer Leistung am Ende klar den Kürzeren. Ein entscheidendes Problem war dabei die schlechte Chancenverwertung, die sich schon durch die ganze Saison der Störche zieht.

„Ergebnistechnisch haben wir uns unter Wert verkauft“

Holstein-Coach Marcel Rapp beschrieb die Partie: „Am Anfang sind wir gut ins Spiel gekommen und hatten zwei gute Möglichkeiten. Dass der VfB dann die Oberhand mit dem Ball übernimmt, wussten wir vorher. Das haben wir aber gut verteidigt. Die Umschaltmomente haben zum Ende der ersten Halbzeit etwas gefehlt. Im zweiten Durchgang passiert zunächst nicht viel, ein Standard bringt uns dann in Rückstand. Wenn man alles nach vorne wirft, ist man hinten offener. Das hat Stuttgart gut genutzt. Ergebnistechnisch haben wir uns unter Wert verkauft. Es sagt viel aus, wenn man nach dem Spiel sagen kann, dass wir es heute in der Offensive verloren haben.“

Viel Positives

Auf die Frage, was man denn Positives mitnehmen könne, entgegnete der Trainer: „Eigentlich das ganze Spiel. Wenn ich es mir angucke, sehe ich eine gute Kieler Mannschaft, die gut verteidigt und ordentlich angreift. Dass wir gegen einen solchen Gegner nicht 70 Prozent Ballbesitz haben, ist klar. Das Selbstvertrauen, was die Jungs in den Zweikämpfen geholt haben, können wir mitnehmen. Trotzdem wissen wir, dass am Sonntag ein anderes Spiel auf uns wartet mit anderem Setting. Da müssen wir uns drauf vorbereiten, um bereit zu sein.“

„Es lag nicht an den Suttgartern, sondern an uns“

Rückkehrer Jonas Meffert ärgerte sich nach der Begegnung: „Es war heute definitiv möglich, weiterzukommen. Es ist sehr schade. Es lag nicht an den Stuttgartern, sondern an uns. Gegen so eine gute Mannschaft ist es sehr schwer, wenn man die Chancen nicht nutzt. Man braucht da auch manchmal ein bisschen Glück und die nötige Ruhe. In der ersten Halbzeit hatte man noch mehr das Gefühl, ein Tor machen zu können. In Durchgang zwei wurde der Respekt dann größer bei den Stuttgartern, das hat man gemerkt.“

„Sollte man nicht überthematisieren“

„Es ist schwer zu sagen, was man aus der heutigen Partie mitnehmen kann, da es ein komplett anderes Spiel ist. Das Mindset von heute wäre auf jeden Fall ein Punkt“, so Meffert weiter. Zum Problem der Chancenverwertung erklärte er: „Manchmal ist es wie eine Ketchup-Flasche – wenn es einmal läuft, dann läuft es. Das müssen wir uns vielleicht noch ein bisschen mehr erarbeiten. Das sollte man aber auch nicht überthematisieren, ansonsten bleibt es noch mehr in den Köpfen hängen.“

„Für mich besonders enttäuschend“

„Um so ein Spiel zu ziehen, musst du einen vorne reinmachen. Das ist uns allen klar. Trotzdem haben wir unseren Plan super umgesetzt. Das Gegentor kommt so ein bisschen aus dem Nichts. Das hat uns etwas gekillt. Bevor wir dann hinten aufgemacht haben, haben wir echt wenig zugelassen gegen eine spielstarke Bundesliga-Mannschaft“, hob Torwart Timon Weiner hervor, für den das Aus als Nummer zwei besonders bitter ist: „Ich wusste ja vorher, dass ich noch ein Spiel machen kann, wenn wir gewinnen. Daher ist es für mich natürlich besonders enttäuschend. Es ist keine einfache Situation. Die gilt es abzuhaken.“

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Stolz auf die Leistung

Neuzugang Umut Tohumcu sagte: „Wir haben einen guten Start hingelegt. Wir hätten auch ein, zwei Tore machen können. Trotz des 0:3 am Ende können wir stolz darauf sein, was wir als Mannschaft geleistet haben. Jetzt geht der Fokus auf Sonntag. Da müssen wir an die gute Leistung von heute anknüpfen.“

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