Ezequiel Fernandez (Bayer 04 Leverkusen), und Mathias Pereira Lage (FC St. Pauli) im Zweikampf. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Leverkusen – Elf Tage nach dem Pokal-Aus kehrt der FC St. Pauli zurück in die BayArena. Am Sonnabend um 15.30 Uhr gastieren die Boys in Brown erneut bei Bayer 04 Leverkusen – diesmal im Liga-Alltag. Die 0:3-Niederlage im Viertelfinale ist abgehakt, der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt. Nach dem verdienten 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart reist St. Pauli mit neuem Selbstvertrauen an den Rhein und mit dem klaren Anspruch, sich qualitativ besser zu verkaufen.

Rückenwind trotz Personalsorgen

Die Ausgangslage bleibt anspruchsvoll. Schon gegen Stuttgart musste Trainer Alexander Blessin auf neun Spieler verzichten, dennoch zeigte seine Mannschaft eine der reifsten Saisonleistungen. Defensiv kompakt, im Umschalten zielstrebig – ein Auftritt, der Mut machte. „Wenn jeder für den anderen kämpft, kommt der Spaß zurück auf den Platz“, hatte Danel Sinani nach dem Spiel gesagt. Blessin lobte den geschlossenen Auftritt als Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Personell entspannt sich die Lage leicht. Joel Fujita kehrt definitiv zurück, bei Mathias Pereira Lage besteht Hoffnung. Jackson Irvine trainiert wieder – sein Einsatz hängt von der Belastungssteuerung ab. „Mit dem Knochen kann nichts passieren, es ist eine Frage des Schmerzmanagements“, stellte Blessin klar. Zudem hob der Coach die Entwicklung einzelner Akteure hervor: Karol Mets stabilisiere mit seiner Präsenz das Defensivspiel, Arkadiusz Pyrka habe „step by step“ einen deutlichen Leistungssprung gemacht.

Lehren aus dem Pokalspiel

Im Pokal zeigte St. Pauli über weite Strecken, dass man mit der Werkself mithalten kann – zumindest bis zum zweiten Gegentor. „Das hat uns den Stecker gezogen“, hatte Keeper Ben Voll analysiert. In der ersten Halbzeit waren die Kiezkicker phasenweise sogar präsenter, einzig Effizienz und eine defensive Unachtsamkeit verhinderten ein anderes Bild. Genau dort setzt Blessin an. In der ersten längeren Trainingswoche seit Wochen lag der Fokus auf klareren Umschaltmomenten und sauberem Passspiel. „Wir haben Leverkusen durch unsere Fehlpässe stark gemacht“, so der Coach selbstkritisch. Gegen Stuttgart funktionierte es deutlich besser – nun gilt es, diese Stabilität auch gegen einen Champions-League-Aspiranten zu bestätigen. Leverkusen selbst ließ zuletzt Punkte in Mönchengladbach liegen, bleibt aber im Rennen um die internationalen Plätze. Für St. Pauli geht es um Zählbares im Abstiegskampf. 13 Spiele sind es noch – und jeder Punkt zählt. Wenn die Boys in Brown erneut mit Mut, Klarheit und Geschlossenheit auftreten, ist auch beim zweiten Gastspiel binnen elf Tagen etwas drin.

Der 22. Spieltag (13.–15.2.2026)

Dortmund – Mainz
Leverkusen – St. Pauli (Sa., 15.30 Uhr)
Frankfurt – Mönchengladbach
Bremen – München
Hoffenheim – Freiburg
Hamburg – Berlin
Stuttgart – Köln (18.30 Uhr)
Augsburg – Heidenheim (So., 15.30 Uhr)
Leipzig – Wolfsburg (17.30 Uhr)

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  • Lage: Lobeca/Henning Rohlfs
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