
Hamburg – Nachdem das Handball Sport Verein Hamburg seinen Lizenzantrag für die kommende Saison vorzeitig bei der Handball-Bundesliga (HBL) gestellt hat, heißt es nun sportlich wieder in den Alltag zurückzukehren. Hier wartet heute (22.2.) um 15.30 Uhr in der Barclays-Arena mit der MT Melsungen kein geringerer als der letztjährige Dritte und aktuelle Tabellensiebte mit 26:16 Punkten.
Zuletzt deutlich unterschiedliche Erfolge
Hamburg steht mit 17:27 Punkten immerhin noch auf dem zehnten Platz. Obgleich beide Teams nur drei Plätze trennen, könnte der Unterschied derzeit kaum größer sein. Während der Handball Sport Verein Hamburg zuletzt fünf Niederlagen in Folge kassierte, sieht die Bundesliga-Bilanz der Gäste deutlich besser aus: Seit fünf Spielen gab es keine Niederlage mehr (33:28 gegen den Bergischen HC, 26:26 beim HC Erlangen, 33:28 gegen den TVB Stuttgart, 29:26 beim Bergischen HC und 31:23 gegen FRISCH AUF! Göppingen). „Natürlich ist die Stimmung immer besser, wenn man gewinnt“, gesteht HSVH-Rückraumspieler Elias Kofler ein. „Ein Erfolgserlebnis würde uns guttun.“
Die Chancen dafür sind auch gar nicht so schlecht, wollen es die Hanseaten doch besser als zuletzt machen. „In den Partien gegen Leipzig und Flensburg haben wir die erste Halbzeit fast komplett verschlafen und sind somit jeweils klar in Rückstand geraten“, analysiert Kofler. „Wir müssen einfach schneller ins Spiel kommen. Dass wir Handballspielen können, haben wir jeweils später noch gezeigt. Grundsätzlich müssen wir schauen, dass wir weniger technische Fehler machen und unser Rückzugsverhalten besser wird.“
Dass die Hamburger zuletzt zu viele Gegentreffer hinnahmen, steht außer Frage. Die 702 (31,9 pro Spiel) kassierten Tore sind Liga-Höchstwert, allerdings hat der HSVH auch ein Spiel mehr gegenüber der Konkurrenz. Dafür punkten die Hanseaten aber bislang im Angriff. Mit 689 Treffern absolut steht die HSVH-Offensive hinter den Füchsen Berlin und der SG Flensburg-Handewitt immerhin an dritter Stelle in der HBL. Auch hier fällt das eine mehr absolvierte Spiel ins Gewicht, da sie mit 31,3 Toren pro Spiel mit dem THW Kiel gleichauf liegen hinter den drei Teams Füchse Berlin (35,6), der SG Flensburg-Handewitt (35,3) und Spitzenreiter SC Magdeburg (32,4). Aber die Offensive spricht eindeutig für den HSV Hamburg, so heißt es die Defensive muss liefern.
Aus dem Hinspiel ist für die Gastgeber noch eine Rechnung offen, unterlagen sie doch in der Rothenbach-Halle in Kassel ein 28:32 (14:19). Gelingt es in der Hintermannschaft die Oberhand zu gewinnen und durch schnelles Umschalten in den Angriff zu einfachen Toren zu gelangen, könnte der erste Sieg der Hanseaten nach dem 14. Dezember gelingen, als GWD Minden mit 32:26 (15:16) bezwungen wurde. Die Fans erinnern sich noch gerne an die abgelaufene Saison zurück, als Melsungen mit 42:32 regelrecht aus der Halle gefegt wurde.
Bildquellen
- Hamburger Torhüter-Duo: Lobeca/Ralf Homburg
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