Hamburg gewinnt Fehlerfestival dank Siebenmeterkiller Haug im Tor

HSVH gewinnt nach fünf Niederlagen - Melsungen verliert nach fünf Siegen

Torhüter Robin Haug (# 16) kauft den Melsunger Angreifern den Schneid ab
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der Barclays-Arena gegen die MT Melsungen vor 4.916 Zuschauern seine Niederlagenserie beendet und gleichzeitig blieb Hamburg zuhause gegen Melsungen weiterhin ohne Niederlage. Es war das Spiel der Torhüter auf beiden Seiten, entscheidend allerdings der dritte gehaltene Siebenmeter in der Schlussminute vom Hamburger Robin Haug. Die technischen Fehler hüben wie drüben reichen normalerweise für mindesten zwei Spiele (11 beim HSVH und 13 bei der MT Melsungen).

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HSV Hamburg – MT Melsungen 25:23 (14:13)

Den ersten Treffer erzielte die MT Melsungen, anschließend, nach dem Ausgleich durch Elias Kofler, parierte Robin Haug seinen ersten Siebenmeter und Hamburg erzielte die erste Führung zum 2:1 in der 4. Minute ins leere Tor, erneut durch Kofler. Melsungen blieb beim Sieben-gegen-Sechs und traf zum Ausgleich. Frederik Bo Andersen netzte von der Siebenmeterlinie und brachte seine Farben erneut in Front, doch die Gäste glichen wieder aus. Casper Ulrich Mortensen versenkte den Ball erneut im leeren Melsunger Tor zum 4:3 (8.). Beide Torhüter zeigten eine super Leistung, hatten insgesamt bis zur Pause jeweils acht Paraden. Melsungen übernahm erneut die Führung. Mit einem 3:0-Lauf machte der HSV Hamburg aus dem 6:7 ein 9:7 (20.). Die Gäste konterten mit einem 4:0-Lauf bevor Hamburg erneut dreifach hintereinander netzte. So führten die Hamburger 12:11. Mit einem 14:13 ging der HSV Hamburg in die Pause.

Die Torgefährlichkeit von Nicolaj Jørgensen (# 11) bekam Melsungen nicht in den Griff
Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Nach Wiederbeginn starteten beide Teams im Sieben-gegen-Sechs und die Gastgeber eröffneten mit dem 15:13 durch Nicolaj Jørgensen, kassierten anschließend eine Zeitstrafe gegen Kofler, was Melsungen mit einem 3:0-Lauf zum 16:15 (35.) ins verwaiste Hamburger Tor anschloss. Die Hamburger Offensive leistete sich einige technische Fehler und Abschlussfehler, dass die MT Melsungen sich auf zwei Tore absetzte und diesen Vorsprung bis zum 21:19 (50.), zum Beginn der Crunchtime, hielt.
Oliver Norlyk und Kofler sorgten bis zur 52. Minute für den 21:21-Ausgleich. Nach dem 22:22 erhielten die Gäste eine Zeitstrafe, die Hamburg durch Kofler zur 23:22-Führung nutzte. Nach der letzten Auszeit der MT fiel der Ausgleich zum 23:23 (58.), als noch zwei Minute Restspielzeit auf der Uhr standen. Jørgensen brachte seine Farben mit einem sehenswerten Heber von der Siebenmeterlinie erneut mit 24:23 (59.) in Führung. Es waren noch 28 Sekunden zu spielen, als die MT Melsungen einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Haug zeigte erneut sein ganzes Können, als er den dritten Siebenmeter des Spiels parierte und somit den Grundstein für den späteren Sieg legte. Melsungen ging in die offensive Deckung über und als noch 18 Sekunden zu spielen waren, nahm Trainer Torsten Jansen seine letzte Auszeit und gab finale Anweisungen. Unmittelbar vor der Schlusssirene versenkte Jørgensen das Leder im gegnerischen Gehäuse zum 25:23-Endstand.
Die gesamte Mannschaft und die Fans in der Barclays-Arena feierten den ersten Sieg des HSV Hamburg nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge. Gleichzeitig blieb die Serie erhalten, dass Hamburg zuhause noch nie gegen die MT Melsungen verlor.
„Ich bin froh, dass ich nicht schon wieder dem Gästetrainer zum Sieg gratulieren muss“, räumte Trainer Torsten Jansen bei der Pressekonferenz nach der Partie ein. „Wir hatten zuletzt wirklich eine Durststrecke, wo wir keine Punkte geholt haben. Umso mehr freut es mich, dass wir heute punkten konnten. Die letzten Wochen waren mental hart. Ich musste mit der Mannschaft hart ins Gericht gehen. Deshalb war es schön, dass wir gegen eine taktisch anspruchsvolle Mannschaft wie Melsungen zwei Punkte gewinnen konnten.“

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung
Mohamed El Tayar, Robin Haug – Toma Gadza, Oliver Norlyk (1), Elias Kofler (4), Jacob Lassen, Nicolaj Jørgensen (8/1), Niklas Weller (1), Kaj Geenen, Maximilian Botta, Frederik Bo Andersen (4/1), Einar Olafsson (1), Moritz Sauter, Jan-Christian Schmidt, Casper Ulrich Mortensen (6), Azat Valiullin

Bildquellen

  • Matchwinner Robin Haug: Lobeca/Ralf Homburg
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