MTV Lübeck setzt Ausrufezeichen auf und neben dem Platz

Basketballer trotzen allen Widrigkeiten

MTV Lübeck mit Helfern und Familie. Foto: MTV/oH

Lübeck – Drei Siege aus vier Spielen – die Bilanz des MTV Lübeck im Kalenderjahr 2026 liest sich überzeugend. Doch wer nur auf die nackten Resultate blickt, greift zu kurz. Die Mannschaft von Trainer Kouross Kashanchi stemmt sich seit Wochen gegen strukturelle und personelle Herausforderungen – und setzt dabei sportliche wie mentale Ausrufezeichen.

Training im Ausnahmezustand

Schnee, gesperrte Hallen, improvisierte Trainingszeiten – der Alltag war zuletzt alles andere als planbar. Im Johanneum wurde ohne Heizung trainiert, in der Halle St. Jürgen mussten zunächst organisatorische und technische Probleme behoben werden, bevor an regulären Spielbetrieb zu denken war. Verschmutzte Böden, defekte Anzeigen, nicht einsatzbereite Körbe: Teilweise legten Spieler selbst Hand an, um überhaupt antreten zu können. Parallel schrumpfte der Kader verletzungsbedingt zeitweise auf nur acht Akteure. Strukturierte Trainingsarbeit oder gezielte Belastungssteuerung waren kaum realisierbar. Und dennoch: Die Mannschaft rückte enger zusammen und hielt sportlich Kurs.

Rückschlag verarbeitet – Reaktion gezeigt

Die Niederlage gegen den TuS Lübeck fiel in eine Phase mit über einem Dutzend Ausfällen. Unter diesen Voraussetzungen war die Hypothek zu groß. Entscheidender als das Ergebnis war jedoch die Reaktion. Gegen TS Einfeld folgte die Antwort. Mit nur neun einsatzfähigen Feldspielern gelang nicht nur ein souveräner Sieg, sondern zugleich die Einstellung des Liga-Rekords für den höchsten Saisonsieg. Hohes Tempo, konsequente Transition-Offense und geschlossene Teamverteidigung prägten den Auftritt.

82:63 gegen Wasbek – Kontrolle in jeder Phase

Das sportlich deutlichste Signal setzte MTV beim 82:63-Erfolg gegen den favorisierten Sportverein Wasbek von 1947 e.V.. Von Beginn an agierte Lübeck mit hoher Intensität, traf sicher von außen und verteidigte physisch, aber diszipliniert. Kein Viertel wurde abgegeben. Als Wasbek versuchte, mit Härte und psychologischen Mitteln den Rhythmus zu stören, blieb MTV ruhig. Während die Gäste technische Fouls kassierten und Diskussionen mit den Unparteiischen suchten, hielt Lübeck Struktur und Fokus. Das Resultat war ein souveräner Sieg – sportlich verdient und mental gefestigt.

Mehr als ein sportlicher Erfolg

Nach Abpfiff versammelte sich das Team gemeinsam mit Fans und freiwilligen Helfern zu einem Gruppenfoto. Ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung. Denn die Saison zeigt: Es geht nicht nur um Siege. Es geht um Zusammenhalt, Improvisationsfähigkeit und die Bereitschaft, unter schwierigen Bedingungen Verantwortung zu übernehmen.

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In welche Richtung geht es in dieser Saison noch für den VfB Lübeck und den 1. FC Phönix Lübeck?

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  • MTV Lübeck mit Helfern und Famil: MTV/oH
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