
Lübeck – Anlässlich der Jahreshauptversammlung des TSV Kücknitz am vergangenen Freitag wurde Uwe Mirow mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Peter Reinecker und Melanie Brettschneider vom Kreisfußballverband Lübeck (KFV) übergaben den Preis, der damit bereits zum dritten Mal an ein Mitglied des TSV Kücknitz verliehen wurde.
Neben seinem aktuellen Engagement als Schiedsrichter, Schiedsrichter-Obmann und Schiedsrichter-Pate, als Vorsitzender des Kreisgerichts und Mitglied im SHFV-Sportgericht gibt es eine lange „Ehrenamtsgeschichte“, auf die der 74-jährige Mirow, Vater dreier Söhne, zurückblicken kann.
57 Jahre im Dienst für andere
Seine Erfahrung im Ehrenamt begannen im Alter von 17 Jahren bei der Katholischen Jugend, bevor dann der Sport ins Spiel kam. Der gelernte Fußballer wechselte zunächst zum Judo, war dann schnell Jugendwart und Jugendtrainer beim Lübecker Judo-Club und erwarb schließlich den 1. Dan. Ein längerer ehrenamtlicher Ausflug folgte in die Jugendverbandsarbeit: zunächst in der Sportjugend des TSB aktiv, war Mirow danach zehn Jahre lang Vorsitzender des Lübecker Jugendrings und für zwei Sitzungsperioden Mitglied des Lübecker Jugendhilfeausschusses. Später führte er den TSV Travemünde als Vorsitzender durch die Zeit der Pandemie.
Doch der Fußball ließ ihn nicht los: als Spieler in einer Betriebssportmannschaft oder schließlich für mehr als 25 Jahre als Jugendtrainer bei verschiedenen Vereinen wurde der Fußballplatz zur zweiten Heimat. Es folgten 2001 die Ausbildung zum Fußballschiedsrichter und als neuste Ergänzung auch die Qualifikation als Schiedsrichter für Walking Fußball.
Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
Alle, die Mirow kennen, schätzen ihn als äußerst zuverlässigen und verantwortungsbewussten Menschen, der seine Aufgaben verlässlich wahrnimmt. Als Trainer und Schiedsrichter sind ihm besonders Fairness und Mannschaftsgeist wichtige Werte, die er immer vermitteln will.
Mirow verbringt viel Zeit seines Lebens mit ehrenamtlicher Tätigkeit – was motiviert ihn? „Als Jugendtrainer ist es die Idee, jungen Menschen über das Mannschaftsgefühl gute Grundlagen für ein positives Miteinander zu vermitteln“, sagt er zu HL-SPORTS. Mit seinen Jugendmannschaften organisierte er unvergessliche gemeinsame Momente auf Reisen nach Dänemark, Italien oder Schweden. Als Schiedsrichter möchte er für Fairness und ein Stück Gerechtigkeit im Mannschaftssport sorgen – und vielleicht auch ein wenig ein gutes Vorbild sein.
Die vielen Aktivitäten haben für ihn einen großen Gewinn: „Die geistige und körperliche Fitness, die die Ehrenämter erfordern und die vielfältigen Kontakte zu Menschen aller Altersgruppen“, so Mirow, die er über die Jahre knüpfte. Das empfindet er „als große Bereicherung“.
Bildquellen
- Mirow: privat
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