VSG Lübeck kämpft sich ins Landespokal-Finale und sorgt für kleine Sensation

Stimmung im Team positiv

Die Spieler der VSG Lübeck jubeln auf dem Feld. Foto: Malte Ullerich/oH

Kiel – Die VSG Lübeck spielten am gestrigen Sonnabend das Final-Four des Landespokals in Kiel: Mit einer beeindruckenden Leistung kämpfte sich das Team ins Finale und forderte dort den Zweitligisten Kieler TV bis aufs Äußerste.

Revanche geglückt

Für die VSG war die Ausgangslage vor dem Halbfinale klar: Es gab eine Rechnung zu begleichen. Erst in der Vorwoche hatte man gegen Kiel 2 unglücklich den Kürzeren gezogen. Entsprechend groß war der Revanche-Geist im Team, und das obwohl die Vorzeichen denkbar schlecht waren. Mit Ausfällen und ohne Trainer Alexander Beitz an der Seitenlinie reiste das Team an, doch die Stimmung war optimistisch.

Von Beginn an zeigte die VSG ein sicheres Spiel und setzte die Kieler mit einer starken Annahme und einer kompakten Block-Abwehr unter Druck. Am Ende stand ein ungefährdeter 2:0-Sieg und der verdiente Einzug ins Finale. Die Revanche war geglückt.

Sensation zum Greifen nah

Im Endspiel wartete dann jedoch eine Herkulesaufgabe: der Kieler TV 1, der in der 2. Bundesliga spielt und in der Vorwoche sogar den Tabellendritten besiegen konnte. Mutig und voller Elan startete das Team in das Spiel. Der erste Satz entwickelte sich spannend. Lange Zeit lagen die Lübecker zurück, kämpften sich dann aber Punkt für Punkt heran . Herausragend war erneut die Blockarbeit, die den Zweitligisten ins Wanken brachte. Mit 27:25 schnappte sich die VSG den ersten Satz – eine kleine Sensation war zum Greifen nah.

Zweitligist eiskalt

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ausgeglichenes Bild. Kein Team setzte sich zunächst ab, ehe die Kieler ihre Erfahrung ausspielten und sich zum Ende hin entscheidend absetzen konnten. Die VSG musste sich mit 25:21 geschlagen geben, sodass der Tiebreak entscheiden musste. Hier bewies der Zweitligist dann seine Klasse. Mit starken Aufschlägen und der nötigen Portion Ruhe nutzte der KTV die eine oder andere Ungenauigkeit im Lübecker Spiel eiskalt aus. Am Ende hieß es 15:10 für Kiel, die den Pokalsieg damit perfekt.

Einzigartiger Erfolg

Trotz der Final-Niederlage ist das Team positiv gestimmt: Gegen einen Zweitligisten hatte man mehr als nur gut ausgesehen und ihm einen Satz abgetrotzt. Durch den Finaleinzug haben sich die erste Herren außerdem für den Regionalpokal qualifiziert, ein einzigartiger Erfolg mitten in einer schwierigen Saison, den Lübeck seit Jahrzehnten nie erreichen konnten. Jungstar Johan Moll schaut entsprechend zuversichtlich auf die nächsten Wochen: „Nach der heutigen Leistung bin ich sehr gespannt auf unseren nächsten Spiele.”

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VSG unter Druck

Dort ist die VSG Lübeck unter Druck, braucht es doch dringend ein paar Siege für den Klassenerhalt. Da kommt ein Doppelspieltag daheim in der nächsten Woche gerade recht. Dort wartet der Eimsbütteler TV, gegen den die Lübecker zwar im Hinspiel gewannen, der seitdem aber nur noch gewann und deutlich an der Tabellenspitze trohnt. Das Spiel startet kommenden Sonnabend um 18.30 Uhr in der Thomas-Mann-Schule.

Gelingt den Beach Devils die Meisterschaft in der Regionalliga Nord?

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Bildquellen

  • VSG M1: Malte Ullerich/oH
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