
Lübeck – Die Kreisliga Südost ist aus dem Winterschlaf erwacht und bot direkt einige packende Spiele. Es gab viele Tore und eindrucksvolle Ergebnisse. Vor allem der VfL Vorwerk setzte dabei ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Zudem standen die Debüts einiger Trainer im Fokus. Während es für zwei Trainer eher weniger erfolgreich verlief, startete ein anderer mit einem Sieg in seine neue Aufgabe. Zudem glänzten einige Neuzugänge bei ihrem Pflichtspieldebüt.
VfL Vorwerk – SV Fortuna St. Jürgen 4:0 (1:0)
Keine Tore bekamen die Zuschauer im Hinspiel zwischen dem SV Fortuna St. Jürgen und dem VfL Vorwerk zu sehen. Es war ein schwaches Kreisligaspiel zweier Mannschaften, die im Tabellenkeller steckten. Nun kam es zum Auftakt ins neue Jahr zum Wiedersehen, und die Ausgangslage sah deutlich anders aus. Fortuna erarbeitete sich einen Vorsprung nach unten, während Vorwerk weiterhin tief im Keller steckte. Es wurde sich allerdings personell verstärkt, sodass man auf eine Aufholjagd hofft. Mit Niclas Tiessen, Mehmet Sütlü und Ömer Ünsal starteten drei Neuzugänge aus Siebenbäumen, und diese sollten ein Traumdebüt feiern. Zunächst kam allerdings der SV Fortuna zu Möglichkeiten, doch diese blieben ungenutzt. Im Anschluss unterliefen den Gästen Fehler. Ein Eigentor von Kapitän Jan Henrik Löbbert führte zur Führung Vorwerks, und zehn Minuten später legte der Tabellenvorletzte nach. Niclas Tiessen (33.) traf vom Punkt. Mit einer 2:0-Führung ging das Team von Benjamin Schramm in die Pause. Das Spielglück war an diesem Tag voll und ganz auf ihrer Seite und es setzte sich fort. St. Jürgen versuchte, noch einmal zurückzukommen, doch nur wenige Minuten nach dem Wiederbeginn sorgte Mehmet Sütlü (49.) für die Vorentscheidung zum 3:0. Es war ein deutlich anderes Gesicht der Mannen aus dem Teichstadion als noch in der Hinrunde. Man bestrafte die Fehler des Gegners gnadenlos und machte durch einen Konter in Person von Ömer Ünsal (90.) das 4:0 perfekt. Ein dickes Ausrufezeichen, bei dem das neue Trio aus Siebenbäumen direkt einmal zeigte, wie sehr es dem Team helfen kann.
Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „Heute hat vieles funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Mit so einem Ergebnis in die Rückrunde zu starten, gibt uns hoffentlich Rückenwind. Heute dürfen wir feiern, am Dienstag beginnt die nächste Vorbereitung.“
Nikolay Frech (SV Fortuna St. Jürgen): „Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und haben uns direkt zwei bis drei Chancen herausgespielt, die wir leider liegen lassen. Danach haben wir den Gegner durch eigene Fehler zum Toreschießen eingeladen – Eigentor und Elfmeter sprechen für sich. In der zweiten Hälfte haben wir alles versucht und gekämpft, aber heute sollte es einfach nicht unser Tag sein. Nächste Woche werden wir ein anderes Gesicht zeigen.“
Eintracht Groß Grönau II – SG Reinfeld/Kronsforde 1:4 (0:1)
Auf der Trainerbank des TSV Eintracht Groß Grönau II gab es ein neues Gesicht. Alexander Wollmer feierte sein Debüt – dies ausgerechnet gegen den Ligaprimus SG Reinfeld/Kronsforde. Personell sah es dabei sehr dünn aus, denn nach dem Rücktritt des Trainerteams gab es auch im Team nach Informationen von HL-SPORTS Abschiede. So mussten gleich vier Spieler aus dem Kader der Dritten die Schuhe in der Kreisliga schnüren. Auf der Gegenseite stand mit Mika Neumann ein Spieler im Fokus, der in der Hinrunde noch beim Gegner für Torgefahr sorgte, doch der junge Offensivmann nahm erst einmal auf der Bank Platz. Die beste Offensive der Liga war dennoch gut besetzt, denn mit Luis Mickeleit, Ben Bäßler oder auch Marcel Dankert startete eine Menge Qualität vorne drin. Man merkte beiden Teams an, dass die Vorbereitung kompliziert war und die Abläufe noch nicht so richtig stimmten. Dennoch ging der Tabellenführer nach einer Viertelstunde durch Marcel Dankert (16.) in Führung. Es war das einzige Tor im ersten Durchgang. Die zweite Hälfte war keine 60 Sekunden alt, da legte Fabian Meyer (46.) nach. Zehn Minuten später kam der besagte Neumann in die Partie. Er feierte gegen seinen Ex-Club sein Debüt, und nur acht Minuten nach seiner Einwechslung traf er (63.). Mit dem 4:0 erneut durch Dankert (84.) war die Partie vorzeitig entschieden, auch wenn Grönaus Lennart Polewka (92.) mit dem 1:4-Ehrentreffer das letzte Wort hatte. Der Spitzenreiter startet mit einem Sieg ins neue Kreisligajahr, während die Eintracht zittern muss. Vorwerk sitzt ihnen im Nacken und kann aus eigener Kraft an der U23 vorbeiziehen.
Alexander Wollmer (Eintracht Groß Grönau II): „Ich kann meiner Truppe keinen Vorwurf machen. Wir haben alles auf dem Platz gelassen. Leider in ein paar Aktionen zu ungestüm. Nichtsdestotrotz haben wir es streckenweise gut gemacht und den Jungs aus Kronsforde nicht leicht gemacht. Mittwoch geht’s im Pokal gegen Azadi II weiter.“
Jakob Finnern (SG Reinfeld/Kronsforde): „Wir haben uns am Anfang schwergetan, ins Spiel zu kommen. Es war allen Spielern anzusehen, dass sie ein wenig Zeit brauchten, um in die Abläufe und den Rhythmus zu kommen. Dazu hat Grönau sein Nötigstes getan, um uns das Ganze mit vielen Unterbrechungen zu erschweren. Das 1:0 fiel dann ein wenig aus dem Nichts und war unser Dosenöffner. Desto länger das Spiel lief, desto besser kamen wir rein. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit weiteren Toren nachgelegt. Hier müssen wir dann aber unsere Chancenverwertung ganz klar kritisieren, hier hätten wir noch mehr Tore schießen müssen. Am Ende des Tages war der Sieg nie in Gefahr, und wir nehmen vollkommen verdient die drei Punkte mit. Den Schlusspunkt hat Grönau mit einem Distanzschuss zum Ehrentreffer gesetzt. Abschließend kann man sagen, dass dies nach der schweren Vorbereitung ein ordentlicher Start war, auf dem sich jetzt aufbauen lässt.“
TSV Travemünde – VfL Rethwisch 2:0 (1:0)
Der TSV Travemünde beendete das Fußballjahr 2025 nicht gerade erfolgreich. Es gab mehrere Niederlagen, und personelle Ausfälle konnten nicht kompensiert werden. Der Anschluss nach oben wurde minimal verloren. Im Winter wurden mit Steven Tag und Mephew Hinze zwei wichtige Schlüsselspieler verabschiedet. Ersatz fand man mit Lennard Hesebeck und Maximilian Plaumann, die beide gegen den VfL Rethwisch starteten. Auf Seiten der Stormarner saß mit Malte Gerich ein neuer Chef auf der Bank. Dieser war zuvor Co-Trainer von Walter Thielenhaus. Die Monte-Kicker bestimmten das Spiel und hatten Kontrolle. Sie spielten sich Chancen heraus, ließen diese jedoch oftmals liegen. Dennoch fielen die Treffer. Lennard Prüßmann (.) und Steffen Falk (.) ebneten den Weg zum ersten Heimsieg im neuen Jahr. Man zeigte eine starke Reaktion auf die Abgänge und den Jahresendspurt und meldet sich wieder oben an. Rethwisch tut sich weiterhin in der Fremde schwer. Der Trend zeigt eher nach unten, doch vor allem auf die erste Hälfte lässt sich aufbauen.
Christian Jetz (TSV Travemünde): „Wir haben heute einen ungefährdeten Heimsieg eingefahren, lediglich die Höhe war nicht okay. Altes Problem – aber fußballerisch sind wir zufrieden. Verdiente drei Punkte.“
Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Sehr gute erste Halbzeit, leidenschaftlich gegen den Ball gearbeitet, aber leider nicht konsequent genug nach vorne gespielt. In der zweiten Halbzeit dann leider einen Elfmeter gegen uns bekommen und liegen dann 1:0 hinten. Wurden dann leider zu nervös und hektisch in den Aktionen und bekommen keinen wirklichen Zugriff mehr. Glückwunsch an Travemünde, am Ende des Tages ein verdienter Sieg. Ich bin wirklich kein Freund davon, über Schiedsrichterleistungen zu sprechen, und deshalb haben wir auch nicht das Spiel verloren, aber langsam bekommt man als Dorfverein aus dem Kreis Stormarn keine Lust mehr, im Lübecker Raum Fußball zu spielen. Es ist jetzt nicht nur auf dieses Spiel gemünzt, aber wir müssen immer wieder erfahren, dass man doch klar benachteiligt wird, echt schade. Dennoch müssen wir an uns arbeiten und unsere Fehler abstellen.“
TSV Gudow – TSV Schlutup 0:2 (0:1)
Beim TSV Schlutup feierte ein neuer Trainer sein Debüt. Frank Wölffel stand erstmals als Chef des Kreisligisten an der Seitenlinie. Zu Gast war man beim TSV Gudow, der jeden Punkt gegen den Abstieg braucht. Der erste Sieg lässt noch auf sich warten, und auch gegen die Lübecker sollte es keinen Dreier geben. Schlutup war spielbestimmend und kreierte Chancen, war jedoch oftmals zu ungenau oder scheiterte am Keeper der Lauenburger. Ein Freistoß führte erst zum 1:0. Dogan bediente Alexander Lage am langen Pfosten, der einköpfte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Wölffel-Elf dominant und legte nach Zusammenspiel von Daniel Pfaff und Manuel Homfeld nach. Letzterer sorgte für die Vorentscheidung und den Endstand zum 2:0.
Marcel Schaper (TSV Gudow): „Glückwunsch an Schlutup zum Sieg. Kompliment an meine Jungs, wie sie gefightet haben. Wir wollten tief stehen und Nadelstiche setzen. Die kompakte Defensive funktionierte in der ersten Halbzeit sehr gut, Schlutup kommt viel über Standards, leider nutzen sie einen zum Führungstreffer. Ansonsten lassen wir eine herausgespielte Chance zu, haben aber auch Glück, dass anstatt Elfmeter einmal Freistoß entschieden wird. In den Umschaltaktionen fehlt öfter der letzte Schritt. In der zweiten Halbzeit kommen wir gut rein, haben nach schöner Flanke von Timo auf Christoph Loessin die Chance auf den Ausgleich. Leider waren alle, auch Christoph, so begeistert, dass die Flanke kam, und vergessen ihm ein Kommando zu geben. Es wäre genug Zeit für eine Annahme gewesen. Kurz darauf sind wir einmal zu weit aufgerückt, und Schlutup schaltet eiskalt um. Am Ende hält Ulle noch mehrere Bälle zum Endstand fest. Ziel ist es, diese Leistung als Basis zu etablieren und darauf am Wochenende gegen Rethwisch Punkte folgen zu lassen.“
Frank Wölffel (TSV Schlutup): „Es war das erwartete, schwer umkämpfte Auswärtsspiel in Gudow. Von Anfang an versuchten wir, uns klare Torchancen herauszuspielen, was uns auch recht gut gelang. Leider waren wir zum Teil nicht konzentriert genug im Abschluss, oder der Torwart hielt gut. So dauerte es bis zur 25. Minute, als Alexander Lage nach einem Freistoß durch Mert-Basar Dogan von halbrechts am langen Pfosten hochstieg und zur verdienten Führung einköpfte. Es folgten bis zur Halbzeit noch die ein oder andere Torchance, aber es fiel kein weiteres Tor. Auch in der zweiten Hälfte dominierten wir überwiegend das Spiel und kreierten uns die ein oder andere gute Torchance. Nach einem guten Zusammenspiel zwischen Daniel Pfaff und Manuel Homfeld konnte dieser in der 54. Minute auf 2:0 erhöhen. Dies war schlussendlich der Endstand, wobei wir durch die genannten und weitere verschiedene Spieler hochkarätige Chancen hatten. Unterm Strich ein Arbeitssieg bzw. eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der Gudow mit ein bisschen Glück im Abschluss auch ein Tor hätte erzielen können. Wir wünschen Gudow für die kommenden Spiele viel Glück und Erfolg. Ich bin mir sicher, dass sie zu Hause zumindest bald die ersten drei Punkte holen werden.“
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Pansdorf II 1:2 (1:0)
Die SG Breitenfelde/Mölln hat sich in der Hinrunde als eine Mannschaft erwiesen, die durchaus in der Lage ist, jede Mannschaft zu schlagen. So beendete das Team von Arne Riewe das Jahr 2025 mit einem Achtungserfolg gegen Tabellenführer SG Reinfeld/Kronsforde. Nun sollte der nächste Spitzenclub geärgert werden, um selbst weiter oben anzuklopfen. Mit Pansdorf II war allerdings eine reife, kompakte Mannschaft zu Gast. Mit Mephew Hinze und Kyle Hohmann saßen zwei Neuzugänge zunächst auf der Bank. Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer überwiegend Zweikämpfe im Mittelfeld. Es war umkämpft und Torchancen eher Mangelware. Dennoch hatte der TSV ein leichtes Chancenplus. Das Tor fiel allerdings auf der anderen Seite. Niklas Herrmann (45.) ließ die Lauenburger jubeln. Nach dem Seitenwechsel hatten die Ostholsteiner das Spiel noch mehr im Griff und drehten dieses. Kevin Knetsch (49.) und Niklas Simon (54.) brachten die Mannschaft von Steven Tion auf Kurs. Am Ende verpasste diese, den Sack zuzumachen, sodass minimal Spannung aufkam. Dennoch entschied der TSV das Spiel am Ende für sich.
Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Es war das erwartete schwere Spiel gegen einen Gegner, der seine Torquote alle Ehren macht. 16 Gegentore – die sind echt stark im Verteidigen. Wir gehen mit 1:0 gut in die Pause, weil sie unsortiert waren, kombinieren uns gut durch, und in der zweiten Halbzeit war es die Druckphase von Pansdorf, die wir nicht überlebt haben, in der auch beide Treffer fallen. Beim 1:1 sind wir bei einem Standard zu weit weg vom Gegner, und beim 1:2 ist es ärgerlich: Wir bekommen einen Elfmeter gegen uns, den wir nicht kriegen müssen, wenn wir vorher schon entschärfen. Allerdings konnten wir froh sein, dass unser Torhüter auf dem Platz bleiben durfte. Alles in allem trotzdem ein guter Auftritt von uns gegen eine sehr starke Mannschaft. Ich drücke ihnen die Daumen, dass sie auch aufsteigen, weil sie echt einen guten Ball spielen, und hoffe, dass auf beiden Seiten alle gesund geblieben sind.“
Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Verdienter Sieg, in einem Spiel, das wir bis zum Ende unnötig spannend halten. In der ersten Hälfte hatte Mölln mehr Spielanteile, ohne wirklich gefährlich zu werden. Wir haben drei Riesenchancen und müssen 2:0 oder 3:0 führen, und dann kommt es, wie es immer kommt: Mölln macht mit dem ersten Schuss das 1:0. Die Dinge werden in der Kabine klar angesprochen, und meine Jungs kommen mit einem völlig anderen Gesicht aus der Halbzeit und machen Druck, Mölln findet in dieser Phase gar nicht mehr statt. Am Ende müssen wir uns vorwerfen, dass das Spiel bis zum Ende offen bleibt und nicht 4:1 oder 5:1 für uns steht. Egal, drei Punkte im Sack, starke Leistung der Truppe.“
SV Viktoria 08 – Lübeck 1876 0:1 (0:0)
Auf der Falkenwiese stand das Duell der Mannschaften aus dem Tabellenniemandsland an. Sowohl der SV Viktoria 08 als auch Lübeck 1876 befinden sich dort, weil vor allem die Konstanz fehlte. Im neuen Jahr soll es besser werden. Viktoria setzte im ersten Durchgang auf Umschaltmomente, die durchaus gefährlich wurden. Die Gäste dagegen machten das Spiel. Nach der Pause änderte sich dies, denn die Elf von Timur Akgün nahm das Zepter in die Hand. Der Treffer fiel allerdings auf der anderen Seite. Furkan Yüksel (.) erzielte das Tor des Tages. Dieses war gleichzeitig auch das einzige, sodass die Mannschaft von der Travemünder Allee mit einem Sieg ins neue Kreisliga-Jahr startet.
Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Man hat über die 90 Minuten gemerkt, dass beide Mannschaften noch nicht optimal eingespielt sind. Bei beiden ist noch Luft nach oben. In der ersten Halbzeit fing es relativ ausgeglichen an, im Laufe der ersten 45 Minuten hat Lübeck 1876 durch ein bisschen mehr Biss, Willen und auch mehr Struktur nach vorne das Spiel übernommen. Chancen waren in der ersten Halbzeit bei beiden Mannschaften eher Mangelware. Die zwei bis drei Chancen, die beide hatten, hat man nicht genutzt. Zur zweiten Halbzeit war es ein ähnliches Bild, nur dass wir uns deutlich mehr Chancen erarbeitet haben und in der Offensive besser agieren konnten. Allerdings haben wir viermal Aluminium getroffen. Wir hätten gerne das ein oder andere Tor mitgenommen und kassieren dann ein Gegentor, das wir vermeiden können. Wir haben noch Chancen zum Remis, lassen aber auch diese liegen, und so verlieren wir unter dem Strich mit 0:1. Ein Remis wäre angemessen gewesen. Lübeck 1876 weiterhin viel Glück in dieser Saison. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und so viele Punkte wie möglich noch holen.“
Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Das war heute ein wichtiger Sieg nach der langen Winterpause und der holprigen Vorbereitung. In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, hatten die bessere Spielanlage und einige vielversprechende Angriffe. Viktoria war aber immer wieder durch Konter gefährlich. In der zweiten Hälfte war Viktoria dann griffiger, aber wir machen zum richtigen Zeitpunkt das 1:0. Danach war es dann ein leidenschaftlicher Kampf unserer Jungs. Mit Glück und Geschick konnten wir am Ende den erhofften Dreier einfahren.“
SV Azadi Lübeck II – TSV Kücknitz 3:3 (2:3)
Der TSV Kücknitz hatte am Sonntagnachmittag ein Auswärtsspiel auf dem heimischen Platz. Der Platz des SV Azadi Lübeck II am Koggenweg ist gesperrt, und so musste an den Roten Hahn ausgewichen werden. Mit dabei war beim Team von Mirco Groß mit Sean Cekim ein neuer Mann in der Startelf. Dieser kam vom TSV Travemünde und soll Efe Gökgöz ersetzen, der zum Türkischen SV gewechselt ist. Auf der Gegenseite startete Rückkehrer Karusch Saade, der vom Eichholzer SV zurückkam. Es dauerte keine zehn Minuten, bis der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Azadi bekam die Chance per Elfmeter, und Cüdie Cibrail (8.) traf zum 1:0. Die Antwort folgte allerdings prompt. Ausgerechnet Debütant Cekim (11.) traf für den TSV. Es war eine packende erste Hälfte, in der Azadi durch Torjäger Ramezan Hassan (22.) erneut in Führung ging. Erneut zappelte der Ball allerdings auf der Gegenseite im Netz. Niklas Lambrecht (26.) traf zum 2:2, und zehn Minuten später sorgte Cekim (37.) mit seinem zweiten Tor für die 3:2-Pausenführung. Nun musste Azadi also antworten, und dies gelang der Mannschaft von Omar Yassin. Araz Hassan (53.) erzielte das 3:3. Kurz danach sah Kücknitz eine Rote Karte. Treffer fielen keine weiteren mehr, sodass es eine Punkteteilung zwischen den beiden Mannschaften gab. Für beide bringt dieser Punkt mit Blick nach oben nicht viel.
Omar Yassin (SV Azadi Lübeck II): „Heute mussten wir leider auf einige Spieler verzichten, und dies machte sich definitiv bemerkbar. Wie zu erwarten, konnten wir den Zuschauern heute so einiges bieten. Leider konnten wir, genau wie im Hinspiel, das Spiel nicht so kontrollieren wie vorgenommen. Kücknitz hat streckenweise sehr gut vorne gepresst, sodass wir unsere Probleme im Aufbauspiel hatten. Auch zu zehnt haben sie uns in Halbzeit zwei sehr gut Paroli bieten können, und daher geht eine Punkteteilung definitiv in Ordnung. Wir wünschen dem TSV Kücknitz für die restliche Saison viel Erfolg.“
Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Mit einer engagierten und geschlossenen Mannschaftsleistung präsentierten wir uns im Spiel gegen den SV Azadi Lübeck II. In einer intensiv geführten Kreisliga-Begegnung entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Wir starteten konzentriert in die Partie und standen defensiv kompakt. Dadurch gelang es, die Angriffsbemühungen von Azadi zunächst weitgehend zu kontrollieren, dennoch ging Azadi durch einen wohl berechtigten Elfmeter in Führung. Immer wieder setzten wir über unsere schnellen Umschaltaktionen offensive Akzente und spielten uns so eine bis dahin verdiente 3:2-Halbzeitführung heraus. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel geprägt von hoher Laufbereitschaft und Einsatz auf beiden Seiten. Wir überzeugten vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und kämpferischen Einsatzwillen, mussten in Druckphasen jedoch mehrfach aufmerksam verteidigen – und das über 30 Minuten in Unterzahl. Azadi konnte früh in Hälfte zwei den Ausgleich erzielen. Torchancen blieben auf beiden Seiten insgesamt überschaubar, sodass Kleinigkeiten den Ausschlag hätten geben können. Bis in die Schlussphase hinein blieb die Begegnung offen, wobei wir insbesondere durch Standardsituationen immer wieder für Gefahr sorgten. Unterm Strich konnten wir auf eine stabile und disziplinierte Leistung aufbauen, die Mut für die kommenden Aufgaben im weiteren Saisonverlauf macht. Am Ende war es ein gutes und intensives Kreisligaspiel mit einem verdienten Unentschieden. Azadi wünschen wir im weiteren Saisonverlauf viel Erfolg.“
Der 20. Spieltag
VfL Vorwerk – SV Fortuna St. Jürgen 4:0
Groß Grönau II – SG Reinfeld/Kronsforde 1:4
TSV Travemünde – VfL Rethwisch 2:0
TSV Gudow – TSV Schlutup 0:2
SG Breitenfelde/Mölln – TSV Pansdorf II 1:2
SV Viktoria 08 – Lübeck 1876 0:1
SV Azadi II – TSV Kücknitz 3:3







