Elfer-Festspiele für den HSV in Wolfsburg und Rot nach Abpfiff

Vuskovic und Dompe treffen vom Punkt – Heißer Schluss mit Rudelbildung

Rudelbildung nach dem Spiel. Dr. Florian Exner (Schiedsrichter) zeigt die Rote Karte für Wolfsburgs Ersatztorwart Marius Müller. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Wolfsburg – Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Die Rothosen gewannen beim VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:1) und holten damit wichtige Punkte im Tabellenkeller. In einer intensiven Partie fielen alle drei Treffer per Elfmeter: Eriksen brachte die Wölfe zunächst in Führung, Vuskovic und Dompe drehten das Resultat für den HSV.

Die 1. Halbzeit: Vuskovic tritt selbst an

Die Partie begann intensiv, beide Teams lieferten sich viele Zweikämpfe, spielerische Höhepunkte blieben zunächst rar. Die erste große Chance hatte Wolfsburg: Pejcinovic (14.) zog aus rund 18 Metern ab, HSV-Keeper Heuer Fernandes ließ den Schuss nur abprallen, war beim Nachschuss von Lindström jedoch zur Stelle. Kurz darauf zeigte Schiedsrichter Florian Exner nach VAR-Prüfung auf den Punkt: Daniel Elfadli traf Yannick Gerhardt im Strafraum – Christian Eriksen (22.) verwandelte den Strafstoß zur Wolfsburger Führung. Der HSV reagierte und kam besser ins Spiel. Nach einer Freistoßflanke blieb Vuskovic im Strafraum liegen, Jenz hatte ihn unglücklich am Knöchel getroffen. Auch hier griff der VAR ein – Elfmeter für Hamburg. Luka Vuskovic (33.) trat selbst an und traf trotz Berührung von VfL-Keeper Grabara zum 1:1. Bis zur Pause blieb es hektisch und zweikampfbetont. Die beste Möglichkeit hatte noch einmal Wolfsburg, als Pejcinovic in der sechsten Minute der Nachspielzeit eine Freistoßhereingabe aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbeiköpfte.

Nach der Pause: Viel Aufregung am Ende

Wolfsburg begann die zweite Hälfte druckvoll. Nach einer Ecke kam Koulierakis (47.) zum Kopfball, doch Heuer Fernandes parierte stark. Mit zunehmender Spielzeit übernahm jedoch der HSV mehr Kontrolle. Nach einer Ecke kam es erneut zu einem Strafstoß: Jonas Adjetey riss Vuskovic im Strafraum zu Boden. Jean-Luc Dompe (58.) übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zur Hamburger Führung. In der Schlussphase warf Wolfsburg alles nach vorne. Pejcinovic (64.) traf nach einer Ecke sogar den Pfosten, doch der HSV verteidigte mit viel Einsatz und brachte den Vorsprung über die Zeit. Nach dem Abpfiff kochten die Emotionen hoch. Beide Mannschaften gerieten in eine Rudelbildung, VfL-Ersatzkeeper Marius Müller sah dabei noch die Rote Karte.

Jubel bei Hamburgs Ransford-Yeboah Königsdörffer und Luka Vuskovic. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Polzin: „Unsere Marschroute war dann klar“

HSV-Trainer Merlin Polzin sagte nach der Partie: „Es war das intensive Spiel, das wir erwartet haben. Beide Mannschaften sind über viele Zweikämpfe und Duelle in der Luft ins Spiel gekommen. Trotz des Gegentreffers sind wir nach und nach immer besser reingekommen. Die Jungs haben sich freigeschwommen und waren mutig.“ Mit Blick auf die zweite Hälfte ergänzte der Coach: „In der Halbzeitpause war unsere Marschroute dann klar: Gemeinsam mit mehr als 10.000 HSV-Fans auf den Rängen wollten wir in der zweiten Hälfte wieder die Energieleistung auf den Platz bringen. So haben wir das Spiel am Ende verdient gewonnen, auch wenn wir in der Schlussphase noch einiges überstehen mussten.“ Besonders gefiel ihm der Teamgeist seiner Mannschaft: „Wenn man sieht, wie sich die Jungs gegenseitig nach gelungenen Aktionen abfeiern, ist das eine Facette der Mannschaft, die mir sehr viel gibt.“

Neun Punkte auf Abstiegsplatz

Der Aufsteiger von der Elbe marschiert also weiter Richtung Klassenerhalt. Schlusslicht 1. FC Heidenheim kann nach einer weiteren Niederlage schon fast für die 2. Bundesliga planen und auch die Wölfe als Tabellenvorletzter haben im direkten Vergleich mit dem HSV neun Punkte Rückstand auf ihn. Am Sonntag stehen der FC St. Pauli und Werder Bremen im Fernduell um den Relegationsplatz. Das Polzin-Team empfängt am kommenden Sonnabend den 1. FC Köln im Volksparkstadion zum Top-Spiel.

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Nach Schlusspfiff waren die VfL-Fans nicht gut gelaunt. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Der 25. Spieltag (6.–8.3.2026)

München – Mönchengladbach 4:1
Freiburg – Leverkusen 3:3
Mainz – Stuttgart 2:2
Leipzig – Augsburg 2:1
Wolfsburg – Hamburg 1:2
Heidenheim – Hoffenheim 2:4
Köln – Dortmund 1:2
St. Pauli – Frankfurt (So., 15.30 Uhr)
Berlin – Bremen (17.30 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München2592 : 2466
2.Borussia Dortmund2553 : 2655
3.TSG Hoffenheim2553 : 3349
4.VfB Stuttgart2550 : 3447
5.RB Leipzig2548 : 3447
6.Bayer 04 Leverkusen2548 : 3244
7.Eintracht Frankfurt2448 : 4934
8.Sport-Club Freiburg2537 : 4234
9.FC Augsburg2531 : 4331
10.Hamburger SV2528 : 3629
11.1. FC Union Berlin2429 : 3828
12.Bor. Mönchengladbach2528 : 4325
13.1. FC Köln2534 : 4324
14.1. FSV Mainz 052529 : 4124
15.FC St. Pauli2423 : 4023
16.SV Werder Bremen2425 : 4422
17.VfL Wolfsburg2534 : 5520
18.1. FC Heidenheim2524 : 5714

Bildquellen

  • Exner: Lobeca/Henning Rohlfs
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