Bereits sieben Tore zum Auftakt: 22. Spieltag verspricht Tore

Pansdorf II eröffnet mit 5:2-Auswärtssieg das Wochenende

Zum Start in den 22. Spieltag gab es bereits sieben Tore. Die weiteren acht Spiele versprechen durchaus Spektakel, denn in der Hinserie fielen zahlreiche Treffer. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Am Donnerstagabend wurde bereits der 22. Spieltag in der Kreisliga Südost eröffnet. Der TSV Eintracht Groß Grönau II empfing den TSV Pansdorf II. Die Voraussetzungen hätten dabei kaum unterschiedlicher sein können. Nach über 90 Minuten sollte es eine deutliche Angelegenheit werden, wobei man mit zwei späten Gegentreffern haderte. Zudem kommt es am Wochenende zu einigen Duellen, die in der Hinrunde sehr torreich endeten. Diese versprechen erneut Spektakel. Außerdem möchten einige Mannschaften Wiedergutmachung betreiben.

TSV Eintracht Groß Grönau II – TSV Pansdorf II 2:5 (0:1)

Unter Flutlicht setzte sich am Donnerstagabend der TSV Pansdorf II durch. Beim TSV Eintracht Groß Grönau II hieß es am Ende 5:2 für die Gastmannschaft. Nachdem man anfänglich noch etwas brauchte, um ins Spiel zu finden, gewann der Tabellenzweite im Laufe der Partie immer mehr die Oberhand. Niklas Simon (42.) brachte den Favoriten kurz vor dem Pausenpfiff in Führung. Nach dem Wiederbeginn gelang Malte Villbrandt (48./54.) der Doppelschlag, der dem Kellerkind den Stecker zog. Der Moment des Abends erfolgte in der 60. Spielminute. Pansdorfs Winterneuzugang Kyle Hohmann nahm sich mal ein Herz und traf sehenswert zum 4:0. Ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte feierte er nicht nur sein Startelfdebüt, sondern gleichzeitig auch sein Premierentor. Es wurde eine deutliche Angelegenheit, denn nach einer Ecke drückte Jannik Jalas (70.) den Ball am ersten Pfosten über die Linie zum 5:0. Jalas kam zur Pause und brachte dem Spiel nochmals eine ganz andere Dynamik als noch im ersten Durchgang. Im Anschluss fuhren die Gäste ein paar Gänge zurück und wechselten fleißig durch. Groß Grönau suchte nochmal den Weg nach vorne und kam zu zwei späten Treffern, doch so wirklich spannend werden sollte es nicht mehr.

Alexander Wollmer (Eintracht Groß Grönau II): „Wir spielen eine sehr gute erste Hälfte. Sind sehr griffig, überraschen den Gegner mit unserem Vorhaben. Bekommen durch ein guten Spielzug das 0:1 und dann brechen uns die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit das Genick. Wir beweisen aber Moral und belohnen uns noch mit zwei Toren. Jammern hilft nichts wir machen weiter.“

Niklas Simon (Kapitän TSV Pansdorf II): „Schwierige erste Halbzeit. Wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt, keine Präsenz. Wir waren sehr zögerlich gegen den Ball und mit dem Ball ideenlos. Wir machen irgendwie das 1:0 und gehen damit glücklich in die Pause. Mehr Gutes war eigentlich nicht dabei. Grönau hat es gut gemacht und uns echt schwer gemacht. Dann, wie es uns in der ganzen Saison schon auszeichnet, gute Reaktion, in der Pause alles gut besprochen und mit Schwung rausgekommen und dann passt es dazu, dass wir zwei, drei schnelle Tore machen. Wir kommen dann mit Sicherheit ins Spiel, „Ball und Gegner laufen lassen“ und hinten heraus haben wir aufgehört, denen noch zwei Tore geschenkt. Ich glaube, Grönau hat sich die verdient, weil sie nicht aufgegeben haben und wir sind am Ende zufrieden mit drei Punkten heute.“

Ausblick auf den 22. Spieltag

Im Duell zwischen der SG Reinfeld/Kronsforde und dem ATSV Stockelsdorf gab es in der Hinrunde ein echtes Schützenfest. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung des ATSV gab es am Ende einen 8:4-Erfolg für den aktuellen Spitzenreiter. Nun gibt es das Wiedersehen und beide Mannschaften sind im neuen Jahr noch ungeschlagen. Der VfL Vorwerk möchte nach dem eindrucksvollen Jahresauftakt mit einem 4:0-Sieg gegen Fortuna St. Jürgen nun im heimischen Teichstadion nachlegen. Zu Gast ist der TSV Kücknitz, auf den die Mannschaft von Benjamin Schramm bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit trifft. Die bisherigen beiden Duelle wurden verloren, nun soll die Revanche gelingen. Der Gegner kommt nach zwei Remis mit gemischten Gefühlen, wobei der Schwung vom späten Lucky Punch am vergangenen Wochenende durchaus mitgenommen werden soll.

Der Eichholzer SV II startete am vergangenen Wochenende eindrucksvoll mit einem deutlichen Sieg gegen den VfL Vorwerk. Zwar brauchte die Mannschaft vom Pöbelberg etwas, doch nach dem Seitenwechsel war die Offensive des Aufsteigers nicht zu stoppen. Nun trifft man auf einen Gegner, der im neuen Jahr zwei komplett verschiedene Auftritte hingelegt hat. Fortuna St. Jürgen verlor zunächst deutlich in Vorwerk, doch gegen die Monte-Kicker aus Travemünde gab es einen Dreier. Auf dem Kunstrasenplatz Holstentor-Süd, wo man derzeit seine Heimspiele austrägt, ist man zudem noch ungeschlagen, sodass Spannung versprochen ist. Beim TSV Gudow ist nach dem ersten Sieg der Saison die Erleichterung enorm. Das Warten hatte ein Ende und der Dreier wurde gegen den VfL Rethwisch eingefahren. Nun kommt der TSV Travemünde an den Segrahner Berg, der zuletzt nach einem Sieg zum Start eine Pleite verkraften musste. Es wird kein einfaches Spiel für die Jetz-Elf, denn der TSV Gudow kam mit einem ganz anderen Gesicht aus der Winterpause.

Die SG Breitenfelde/Mölln hatte einen schwierigen Start ins Jahr 2026. Mit dem TSV Pansdorf II und TSV Schlutup traf man direkt auf zwei Schwergewichte der Liga. In beiden Spielen unterlag die Mannschaft von Arne Riewe knapp. Nun soll es trotz zwei guter Auftritte auch wieder mit Punkten klappen, doch der Gegner ist ebenfalls mit zwei Pleiten gestartet. Der VfL Rethwisch möchte daher den ersten Sieg holen, doch in der Fremde tut man sich schwer. Beim TSV Schlutup gab es zwei Erfolge zum Start, dennoch zuletzt einen Trainerwechsel. Christian Clasen übernimmt nun die sportliche Verantwortung und startete direkt mit einem Heimsieg gegen die SG Breitenfelde/Mölln. Nun gastiert die Elf vom Palinger Weg auf der Falkenwiese. Dort wartet der SV Viktoria 08, der mit personellen Sorgen zu kämpfen hat und beide Partien in diesem Jahr knapp verlor. Dennoch war Trainer Akgün zuletzt nicht gerade unzufrieden. Nach der knappen Niederlage beim TSV Pansdorf II überwog sogar der Stolz auf sein Team. Den Abschluss des Spieltags absolvieren der SV Azadi Lübeck II und Lübeck 1876. Die Zweitvertretung sammelte aus zwei Partien in 2026 nur einen Punkt, hatte mit dem TSV Kücknitz und Reinfeld/Kronsforde aber auch zwei schwierige Aufgaben vor der Brust. Nun reist Lübeck 1876 an, die sich in der Hinrunde sehr schwergetan haben, im neuen Jahr jedoch bereits sechs Punkte geholt haben. Das Team von Uwe Buchholz und Andreas Beyer startete positiv und glänzte dabei vor allem mit deutlich mehr Stabilität, denn in beiden Partien blieb die Weste weiß. Dies soll sich gegen die offensivstarke Mannschaft des SV Azadi nicht ändern, doch es wird eine schwierige Aufgabe.

Die Stimmen vor dem Spiel

ATSV Stockelsdorf – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 14 Uhr)

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Der Spitzenreiter ist zu Gast. Die Ausgangslage ist klar, wir sind klarer Außenseiter, wollen uns aber so gut wie möglich präsentieren.“

Jakob Finnern (SG Reinfeld/Kronsforde): „Am Wochenende treffen wir auf Stockelsdorf, ein Gegner gegen den wir ein wildes Hinspiel hatten, dieses haben wir nochmal analysiert und unsere Schlüsse daraus gezogen. Nach dem wilden Spiel gegen Azadi wollen wir wieder mehr Kontrolle und Spielrhythmus ins Spiel bekommen. Ziel ist es, drei Punkte mitzunehmen. Wir werden ein wenig rotieren und wieder eine starke Elf auf den Platz bringen.“

VfL Vorwerk – TSV Kücknitz (Sa., 16.30 Uhr)

Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „Neues Spiel, neue Chance. Eichholz ist abgehakt, am Wochenende gegen Kücknitz wollen wir wieder zu Punkten kommen. Dafür wird uns einiges abverlangt werden und gute 45 Minuten wie gegen Eichholz reichen niemals aus, um zu bestehen.“

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Samstag geht es zum VfL Vorwerk. Ein schwieriges Spiel, denn Vorwerk hat nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen. Mit ihren Neuzugängen haben sie ihren Kader qualitativ verstärkt. Sie werden alles reinhauen, um zu punkten. Wir müssen uns aber nur auf unser Spiel und unsere Stärken konzentrieren. Wenn wir mannschaftlich geschlossen auftreten, wie in den letzten beiden Spielen, werden wir auch was mitnehmen an den Roten Hahn. Es ist mal wieder Zeit, einen Dreier einzufahren. Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel und unsere Unterstützung unserer Fangemeinde. „Auf geht’s Kücknitzer Jungs“

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Fortuna St. Jürgen – Eichholzer SV II (So., 13 Uhr)

Nikolay Frech (Fortuna St. Jürgen): „Am Sonntag treffen wir auf den starken Aufsteiger aus Eichholz. Die Mannschaft konnte sich sehr schnell an das Niveau der Kreisliga gewöhnen und steht nicht umsonst auf dem vierten Tabellenplatz. Bei uns ist der Start ins Jahr 2026 sehr abwechslungsreich von den Ergebnissen. Trotz der bitteren Niederlage gegen Vorwerk haben wir aber in den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt. Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir jedem Gegner gefährlich werden und das wird das Ziel für Sonntag sein.“

Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Nach den ersten 3 Punkten im Jahr 2026 wollen wir am Sonntag nachlegen. Das wird sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabe, da uns mit Fortuna eine Mannschaft erwartet, die in der Saison schon oft bewiesen hat, zu was sie im Stande ist zu leisten. Wir werden nach vier Siegen in Folge mit breiter Brust zum Spiel fahren. Wenn wir unseren Matchplan sowie unsere Leistungen auf den Platz bekommen, können wir was Zählbares mitnehmen.“

TSV Gudow – TSV Travemünde (So., 14 Uhr)

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Mit Travemünde erwartet uns eine spielstarke Mannschaft von oben, die letztes Wochenende nicht gepunktet hat und das jetzt sicher nachholen will. Wir gehen mit zwei guten Spielen und einem Sieg im Rücken in das dritte Heimspiel auf Rasen. Darin besteht die Chance, die wir nutzen wollen. Defensiv kompakt ackern und dann Nadelstiche setzen. Wir freuen uns auf das Spiel.“

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Gudow ist eine sympathische Truppe, es hat mich sehr gefreut, dass sie ihren ersten Sieg gelandet haben. Wir wollen Wiedergutmachung betreiben und auswärts dreifach punkten.“

SG Breitenfelde/Mölln – VfL Rethwisch (So., 14 Uhr)

Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Die Kadersituation hat sich verbessert und damit auch die Stimmung im Team. Wir wollen dort weitermachen, wo wir gegen Schlutup und Pansdorf aufgehört haben, und mit etwas mehr Konzentration im letzten Drittel zum Heimsieg kommen. Das Hinspiel war nach 90 Minuten ergebnistechnisch klar. Dennoch bringt Rethwisch, denke ich, wieder viel Robustheit und Zweikampfstärke mit. Dementsprechend haben wir unseren Matchplan angepasst. Es wird Zeit, dass wir uns wieder belohnen und uns nicht verstecken. Denn das müssen wir nicht.“

Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Im Spiel gegen Gudow haben wir absolut Lehrgeld bezahlt. Wir haben das aufgearbeitet und wollen am Wochenende ein anderes Gesicht zeigen. Wie so oft schon gesagt, müssen wir zu 100% wach sein von der ersten bis zur letzten Minute.
Es wird ein schweres Spiel.“

SV Viktoria 08 -TSV Schlutup (So., 14.30 Uhr)

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Auch in dieser Woche werden wir aus der Not aufstellen. Gegen starke Gäste, die um den Aufstieg spielen, wird es nicht leicht. Wir möchten dennoch wie die Woche zuvor alles versuchen, um etwas Zählbares zu Hause zu behalten.“

Christian Clasen (TSV Schlutup): „Wir erwarten ein richtig schweres Auswärtsspiel beim SV Viktoria. In den letzten Jahren haben wir uns oft sehr schwer getan und die ein oder andere klare Klatsche bekommen. Das werden wir versuchen zu ändern, indem wir alles reinhauen, um den nächsten Dreier zu holen.“

SV Azadi Lübeck II – Lübeck 1876 (So., 15 Uhr)

Omar Yassin (SV Azadi Lübeck II): „Am Sonntag spielen wir gegen Lübeck 1876. Das Hinspiel endete 3:3. 1876 ist eine erfahrene Mannschaft. Sie haben eine gesunde Mischung aus jungen sowie routinierten Spielern in ihren Reihen. Wir erwarten ein Spiel auf Augenhöhe und werden demnach versuchen, diszipliniert aufzutreten. Wir werden versuchen, unser gewohntes Offensivspiel aufzudrücken, um den Druck hintenrum zu entlasten. Mit Tempo, Kreativität und klaren Abschlüssen wollen wir das Spiel auf unsere Seite lenken.“

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Am Wochenende wartet mit Azadi 2 ein richtiges Brett. Top Mannschaft mit klasse Einzelspielern. Wir aber sind gut in die Rückserie gestartet und wollen weiter Punkte sammeln. Dazu benötigen wir eine gute Präsenz in den Zweikämpfen und Ballsicherheit. Fehler im Aufbauspiel bestraft Azadi. Wir werden aber erneut mutig auftreten und versuchen, im letzten Drittel noch zielstrebiger zu agieren.“

Der 22. Spieltag

Eintracht Groß Grönau II – TSV Pansdorf II 2:5
ATSV Stockelsdorf – SG Reinfeld/Kronsforde (Sa., 14 Uhr)
VfL Vorwerk – TSV Kücknitz (16.30 Uhr)
Fortuna St. Jürgen – Eichholzer SV II (So., 13 Uhr)
TSV Gudow – TSV Travemünde (14 Uhr)
SG Breitenfelde/Mölln – VfL Rethwisch
SV Viktoria 08 – TSV Schlutup (14.30 Uhr)
SV Azadi Lübeck II – Lübeck 1876 (15 Uhr)

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