
Hamburg – Die Hamburg Towers sicherten sich den Heimsieg in letzter Sekunde und gewinnen das Kellerduell gegen die MLP Academics Heidelberg mit 86:83. Osaro Rich wurde mit 16 Punkten Hamburger Topscorer.
Eine anstrengende Woche liegt hinter den Hamburg Towers mit drei Spielen in nur sechs Tagen. Während Benka Barloschky weiterhin auf Zsombor Maronka (Übelkeit) sowie den langzeitverletzten Zacharie Perrin (Mittelhandbruch) verzichten musste, fiel auch Janne Müller kurzfristig mit Muskelbeschwerden im Oberschenkel aus. Seinen übrigen Schützlingen war die Anstrengung der letzten Tage hingegen nicht anzumerken.
Wie ausgewechselt
Anders als zuletzt gegen Jena oder Ludwigsburg präsentierten sich die Hamburger wie ausgewechselt, starteten spritzig in das Kellerduell und setzten die Heidelberger von Beginn an unter Druck. Kaum drei Minuten waren vergangen, da griff Heidelbergs Head Coach Carlo Finetti zur ersten Auszeit. Stoppen ließen sich die Towers dadurch nicht, zwangen stattdessen ihre Gäste immer wieder zu Fehlern (fünf Turnover), die in schnelle Punkte aus der Transition umgemünzt wurden. Angeführt von Osaro Rich und Ross Williams erkämpften sich die Towers so bis zum Ende des ersten Viertels eine leichte 25:21-Führung.
Hamburger Dreierregen
Die Hamburger knüpften dort an, wo sie aufgehört hatten – blieben von der Physis sowie der weiten Regelauslegung der Schiedsrichter unbeeindruckt, spielten sich stattdessen in einen regelrechten Rausch und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 18 Punkte aus (45:27). Vollends zu alter Stärke zurückgefunden, bewies das Team von Benka Barloschky wieder seine typische Towers-DNA, geprägt von schnellen Passstafetten sowie flinken Händen in der Defensive. Kaltschnäuzig eröffnete Niklas Wimberg einen regelrechten Hamburger Dreierregen, der die Inselpark Arena zum Kochen brachte. Ein Aufbäumen der Heidelberger unterband Benka Barloschky umgehend mit einer Auszeit und so leuchtete eine deutliche 51:39-Führung zur Halbzeit auf der Anzeigetafel.
Vorsprung zweistellig
Der Fuß der Hamburg Towers blieb auch nach dem Seitenwechsel eisern auf dem Gaspedal. Nur die kurzfristige Ausbesserung eines Stickers auf dem Hallenboden konnte das Hamburger Feuer kurzzeitig dimmen. Danach übernahm Osaro Rich das Ruder. Von ihm angeführt bahnten sich die Towers immer wieder einen Weg zum Korb und wurden für ihre Mühen mit dem Gang an die Freiwurflinie belohnt. Doch die Heidelberger blieben bissig und ließen sich nicht vollends abschütteln. Eine passende Reaktion lieferte Niklas Wimberg und sorgte mit einem Dunk nach Assist von LJ Thorpe für ein deutliches Ausrufezeichen. Geschlossen hielten die Towers den Vorsprung bis zum Viertelende zweistellig (71:60).
Dreier in letzter Sekunde
Vor den Augen von 2889 Zuschauern wurde das Kellerduell zunehmend hitziger, der Spielfluss auf beiden Seiten etwas stockender. Die Gäste profitierten sichtlich von dieser Phase des Spiels. Während erst Benedikt Turudić, dann LJ Thorpe sowie Niklas Wimberg mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen mussten, verkürzten die Heidelberger den Hamburger Vorsprung auf nur noch fünf Punkte. In einer chaotischen Crunchtime büßten die Towers ihren Rhythmus ein und ließen den Heidelbergern zu viel Raum, die kurz vor Schluss auf Gleichstand stellten. Devon Daniels erlöste die Inselpark Arena schließlich mit einem Dreier in letzter Sekunde und bescherte den Towers damit den Heimsieg.
Benka Barloschky: „Wir wollten deutlich besser in die Partie kommen als in den Spielen zuvor, und das ist uns auch gelungen. Wir hatten von Beginn an eine gute Intensität, haben vor allem sehr diszipliniert verteidigt und insgesamt ein sehr intensives Spiel gezeigt. Auch wenn es am Ende sehr hitzig und physisch wurde – was bei dieser Konstellation nicht überraschend ist – können wir froh sein, dass wir den Sieg am Ende über die Ziellinie gebracht haben.“
Osaro Rich: „Wir haben es uns am Ende unnötig schwer gemacht, den Sieg aber trotzdem erkämpft. Ich bin froh, dass sich meine harte Arbeit heute besonders ausgezahlt hat und dankbar für mein Team, das mich immer wieder gut in Szene gesetzt hat. Natürlich machen wir noch manchmal einfache Fehler, aber wir werden Schritt für Schritt besser. Am Ende zählt vor allem, dass wir den Sieg nach Hause geholt haben.“
Bildquellen
- Rich: Lobeca/Björn-Ole Kehm
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?
Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.







