Blitztor, direkte Ecke und Partystimmung in Rostock – Hansa feiert Kantersieg

Kogge wieder voll auf Kurs

Cedric Harenbrock (F.C. Hansa Rostock) und Christian Kinsombi (F.C. Hansa Rostock) jubeln nach ihrem Zusammenspiel zum 5:1. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Der F.C. Hansa Rostock hat am gestrigen Sonnabend eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen untermauert. In der 3. Liga schoss man den direkten Konkurrenten MSV Duisburg mit 5:1 (4:1) aus dem Ostseestadion. Dementsprechend gut war die Laune auch auf den Rängen, wo die Hansa-Fans den Erfolg mit einer La-Ola-Welle zelebrierten.

Perfekter Start und Schlitzohr-Tor

Die Kogge erwischte den perfekten Start ins Spiel. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Bergh mit einer Flanke Emil Holten (2.) fand, der in Stürmermanier zum frühen 1:0 vollstreckte. Lobinger (11.) bekam auf der anderen Seite die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch Gürleyen warf sich im letzten Moment noch in den Schuss. So waren es die Gastgeber, die den nächsten Nadelstich setzten: Adrien Lebeau (21.) zirkelte eine Ecke gedankenschnell in den Fünfmeterraum. Holten verpasste zwar, doch die Kugel schlug auf direktem Wege im Netz ein. Das 2:0 hielt jedoch nicht lange an. Im direkten Gegenzug fanden die Gäste die Antwort: Eine Coskun-Flanke köpfte Steffen Meuer (22.) unhaltbar ins linke Toreck – der Anschluss für die Zebras.

Holten zum Zweiten

Doch die Hausherren machten einfach weiter. Bergh flankte auf Holten, der ablegte. Benno Dietze (34.) nahm die Kugel mit, tankte sich im Strafraum durch und schoss aus linker Position trocken ins lange Eck – 3:1. Einen hatte die Kogge vor der Pause noch: Der aufgerückte Innenverteidiger Carstens zwang Braune im Kasten der Gäste zu einer Glanzparade, beim Nachschuss von Holten (43.) war der MSV-Keeper allerdings machtlos. Mit dem 4:1 ging es in die Pause. Entsprechend des Spielstands flachte die Partie in Durchgang zwei etwas ab, erlebte trotzdem aber noch seinen Schlusspunkt in Form des fünften Hansa-Treffers. Joker Kinsombi lief auf der rechten Außenbahn weit bis in den Strafraum und behielt dann die Übersicht für den ebenfalls eingewechselten Cedric Harenbrock (75.), der das Leder aus elf Metern links unten ins Eck legte.

Jubel bei Emil Frost Holten (F.C. Hansa Rostock) nach dem Tor. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

„Spiegelt den Spielverlauf nicht komplett wieder“

„Wir sind heute traumhaft ins Spiel gekommen, hatten gleich die nötige Geduld, bis wir die freie Position gefunden haben, und machen dann mit dem ersten Torschuss das 1:0. Trotzdem muss ich sagen: Das 5:1 spiegelt den Spielverlauf nicht komplett wider“, erklärte Hansa-Coach Daniel Brinkmann nach der Begegnung. „In der ersten Halbzeit hatten wir mehrere Phasen – beim Stand von 1:0, 2:0 und auch beim 3:1 –, in denen wir einige Situationen überstehen mussten. Da erinnere ich mich zum Beispiel an die Grätsche von Ammo (Gürleyen). Solche Aktionen geben einer Mannschaft Energie. Mit dem 4:1 war der Gegner dann aus meiner Sicht gebrochen. Wir waren dann in allen Spielphasen sehr konzentriert. Am Ende bin ich sehr glücklich über den Sieg – auch in der Höhe. Es war insgesamt eine gute Leistung von uns.“

Der 29. Spieltag

Aachen – Cottbus 4:1
Saarbrücken – Regensburg 1:1
Osnabrück – Mannheim 4:1
Rostock – Duisburg 5:1
Havelse – Köln 3:2
Essen – Aue 4:2
München – Wiesbaden 0:0
Stuttgart II – Hoffenheim II (So., 13.30 Uhr)
Verl – Schweinfurt (16.30 Uhr)
Ulm – Ingolstadt (19.30 Uhr)

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Bildquellen

  • Holten: Lobeca/Andreas Knothe
  • Harenbrock & Kinsombi: Lobeca/Andreas Knothe
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