
Fehmarn – In der Kreisliga Ost war einiges los am vergangenen Wochenende. Die Teams aus dem Kreis Ostholstein haben allesamt enge Ergebnisse erzielen können. Bereits am Freitagabend war Eutin 08 II als Tabellenführer in Lütjenburg gefordert. Die Formkurven hätten unterschiedlicher kaum sein können, dennoch tat sich ein personell stark dezimiertes Team aus der Rosenstadt schwer. Die drei Punkte wurden dennoch eingefahren, trotz eines absoluten Traumtores von Lütjenburgs Jan Bollesen. Am Folgetag gab es für die SG Bösdorf/Malente ein Auf und ab. Nach einer 2:0-Führung glich die FT Preetz noch vor der Pause aus. Im zweiten Durchgang legte die Berger-Elf allerdings wieder vor. 4:3 hieß es am Ende, auch dank des doppelten Kim Kaun. Die meisten Tore des Spieltags fielen auf der Sonneninsel. Der SC Cismar gewann bei der SG Insel Fehmarn trotz 1:2-Rückstand am Ende verdient mit 5:3. Lennard Siebrecht traf gleich dreifach und ebnete bereits vor der Pause den Weg zum ersehnten Auswärtserfolg. Am Sonntag machte Großenbrode das Wochenende komplett. Gegen Laboe sollte es den nächsten Heimsieg geben. Der Start ins neue Jahr ist somit absolut geglückt, denn der 3:2-Erfolg war der zweite Sieg im zweiten Spiel 2026. Zudem ist die Thomm-Elf seit drei Heimspielen unbesiegt.
TSV Lütjenburg – Eutin 08 II 1:2 (0:1)
Jasper Frahm (Eutin 08 II): „Am Ende gewinnen wir ein umkämpftes Spiel nicht unverdient mit 2:1. Da haben wir uns wirklich sehr schwergetan, sind mit einer sehr dünnen Personaldecke dorthingefahren, sodass auch die Abläufe nicht unbedingt von Anfang an gepasst haben. Nichtsdestotrotz waren wir in der ersten Halbzeit spielbestimmend, hatten sehr viel Ballbesitz und das Spiel hat sich primär auch in der gegnerischen Hälfte abgespielt. Wir sind dann durch einen guten Spielzug, wo Jorge Bruckmann sich gut auf rechts durchsetzt, scharf hereingibt und Jari Reimer am zweiten Pfosten sich bedankt und den Ball zur verdienten Führung über die Linie drückt. Wir sind dann damit mit einer verdienten Führung in die Halbzeit gegangen. Wir mussten verletzungsbedingt wechseln und sind dann ein bisschen anders herausgekommen. Es war wirklich Sand im Getriebe, nichtsdestotrotz haben wir kompakt und gut gestanden, haben keine riesigen Torchancen zugelassen, aber haben eben auch selbst wenig Konkretes herausgespielt. Dann konnten wir aber durch Monty Gutzeit die Führung auf 2:0 ausbauen, nachdem Tom Clausen super durchmarschiert und dann Monty Gutzeit in der Mitte bedient. Das hat uns dann aber nur kurzzeitig Sicherheit gegeben, weil Bollesen dann eine Ecke herausragend direkt verwandelt. Der schlägt am langen Pfosten im Winkel ein und weder für denjenigen, der am zweiten Pfosten für uns stand, noch für unseren Keeper gab es viel Handlungsspielraum, sodass wir das Gegentor verkraften mussten. Am Ende war es schon ein energiereiches Spiel, das wir über die Zeit bringen und die nächsten drei Punkte einfahren. Für uns ist es unter dem Strich schon ein wichtiger Sieg, für die Moral eine Weiterentwicklung zu sehen und in einem eher dreckigen Spiel die drei Punkte einzufahren. Da sieht man in der Mannschaft einen Entwicklungsschritt, was mich persönlich sehr freut, weil die Entwicklung voranzutreiben unser primäres Ziel ist und dann auch in Lütjenburg an einem Freitagabend zu bestehen. Das haben wir hinbekommen, die nächsten drei Punkte eingefahren und jetzt gilt es die Wunden zu lecken, den Kopf freizubekommen und ab Dienstag wieder voll konzentriert in die nächste Woche reinzugehen und sich dann auch auf das nächste Heimspiel vorzubereiten.“
SG Bösdorf/Malente – FT Preetz 4:3 (2:2)
Benjamin Berger (Bösdorf/Malente): „Wir gewinnen, nicht unverdient, gegen eine kämpferische Mannschaft aus Preetz. Die Anfangsminuten waren ausgeglichen und ohne große Torchance. Dann, wie es häufig im Fußball ist, gehen wir durch einen Freistoß aus dem Halbfeld durch Kaun nach Kopfball mit 1:0 in Führung. Kurz darauf erhöhen wir auf 2:0 durch Saggau. Er fälscht den Ball unhaltbar nach Schuss von Lüdtke ab. Nach der 2:0-Führung verlieren wir völlig unser Spiel und machen Preetz durch zwei Torwartfehler wieder stark. Das macht mich echt sauer. Es war angesagt, dass Preetz über lange Bälle kommt und zweimal stehen wir in der Abwehr schlecht und dann verschätzt sich unser Torwart beim Rauskommen. Danach hält Jesko Saggau uns durch zwei geile Paraden im Spiel. In der Halbzeit wurde es mal etwas lauter – weil ich absolut nicht einverstanden war mit dem Spielverlauf. Meine Jungs haben aber dann wieder ein anderes Gesicht in der zweiten Halbzeit gezeigt. Im Laufe der zweiten Halbzeit sind wir auf einmal in Überzahl. Ein Preetzer Spieler wurde vom Platz gestellt, jedoch weiß keiner warum. Es waren mehr Räume vorhanden und Riemann trifft mit einem Lupfer aus 35 m über den Preetzer Torwart. Das 4:2 nach Eckball erzielte Kaun erneut mit dem Kopf. Für uns war das Spiel durch, doch auf einmal hatte der Schiedsrichter nochmal richtig Bock und verwies Jesko Saggau nach „Foul“ an Manstein mit Rot vom Platz. Völliger Blödsinn aus meiner Sicht. Erstmal steht Manstein im Abseits, dann läuft er auf Saggau zu, legt sich den Ball rechts vorbei (der ins Toraus geht), Jesko bleibt stehen, macht sich noch klein, um ihn nicht zu treffen und Manstein läuft frontal in ihn rein. Wenn er Elfmeter pfeift, kann man mit beiden Augen zudrücken das noch hinnehmen. Aber ein Platzverweis mit der Begründung „Vereitelung einer klaren Torchance“ ist eine Farce. So gewinnen wir zwar drei Punkte, verlieren aber hoffentlich nur für ein Spiel unseren Torwart.“
SG Insel Fehmarn – SC Cismar 3:5 (2:4)
Fynn Severin (SG Insel Fehmarn): „Es zieht sich irgendwie durch die ersten Spiele in der Rückrunde durch. Erste Halbzeit war, obwohl wir 2:1 geführt haben, vor allem defensiv katastrophal. Wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt, Cismar hat mit uns quasi Katz und Maus gespielt. Wir waren immer zu weit weg, Lennard Siebrecht hatte einen überragenden Tag und man muss tatsächlich sagen, dass Cismar in der ersten Halbzeit fünf Schüsse gehabt hat und vier waren drin. Zwischenzeitlich haben wir 2:1 geführt, weil wir einfachen Fußball gespielt haben über David Beljan und Tjelk Jacob vor allem, das sah richtig gut aus. In der zweiten Halbzeit war es dann ein ausgeglichenes Spiel, aber aufgrund der ersten Halbzeit hat Cismar auch verdient gewonnen. Das fünfte Ding machen sie in der 90. Minute, weil wir aufmachen und es ist wie gegen Dobersdorf, das mussten wir machen, um vielleicht noch einen Punkt zu holen. Die Chance hätten wir noch gehabt, andererseits muss man aber auch sagen, dass Cismar drei, vier Riesenchancen hatte in der zweiten Hälfte, die ans Außennetz gegangen sind oder Kevin Heinecke pariert hat. Der Sieg für Cismar ist verdient, aber für uns trotzdem unglücklich, weil es einfach verpennt wurde, nach dem 2:1 weiterzumachen. Dienstag geht es weiter und dann wollen wir hoffentlich in Lütjenburg drei Punkte holen.“
Sascha Pretzel (SC Cismar): „Durch Krankheit und Sperren fuhren wir ersatzgeschwächt nach Fehmarn, sodass ein angeschlagener Spieler und unser Torwart sich unter anderem auf die Bank setzen mussten. In einer wilden Anfangsphase konnte Fehmarn durch ihre schnelle Offensive zwei Tore erzielen, aber auch wir durch tolle Kombinationen vier Tore, davon drei durch Lennard Siebrecht. Nach der Halbzeit konnte Fehmarn schnell das 4:3 schießen, aber auch davon hat sich meine junge Truppe nicht beirren lassen und weiter starken Offensivfußball gezeigt. Nur der Pass im letzten Drittel war zu oft ungenau. Trotzdem konnten wir kurz vor Schluss das 5:3 erzielen und somit verdient drei Punkte mit nach Hause nehmen. Besonders stark war heute unsere Zentrale um Timo Groth und Paul Schröder. Klasse Spiel trotz einiger Ausfälle meiner jungen Truppe. Auch hervorzuheben ist die gute und kommunikative Leistung des Schiedsrichtergespanns.“
SV Großenbrode – VfR Laboe 3:2 (1:0)
Peter Thomm (SV Großenbrode): „Laboe kam ganz gut ins Spiel. Wir brauchten etwas, haben aber auch nichts zugelassen. Wir bekommen einen Elfmeter, den Tom Deiterding verschossen hat. Er wurde zuvor selbst gefoult an der Sechzehnerkante. Ein paar Minuten später macht er mit einem satten Schuss das 1:0, verdient. Das war so ein typisches Unentschieden-Spiel oder wer das erste Tor schießt, der gewinnt – das sollte sich dann hinten raus bestätigen. Zur Halbzeit 1:0 für uns und wir kommen raus, sind schlafmützig und kassieren dann das Gegentor nach der Ecke. Wir bekommen den Ball nicht geklärt. Dann bekommen wir einen berechtigten Elfmeter gegen uns und es steht 1:2. Wir machen dann nach einem Freistoß das 2:2, das war auch verdient. Laboe hat nachgelassen, wir wieder Druck aufgebaut und nichtsdestotrotz hatte man die ganze Zeit den Eindruck, dass es ein Unentschieden-Spiel ist. Hinten raus haben wir dann auch wieder Chancen und Eike Jappe macht das 3:2. Das 2:2 wäre gerecht gewesen, aber auch so ist es gerecht, weil wir die Tore machen. Zudem siegte mal wieder der Wille bei uns, das Spiel entscheiden zu wollen und gerechte drei Punkte.“








