Zwischen Technik, Taktik und Vertrauen: Lene Krayenborg im Porträt

Aus dem Silber-Team der „Trainerbank 2026“

Lene Krayenborg mit ihrer Atheltin im Training. Foto: (privat)

Lübeck – Die Faszination für Details, individuelle Entwicklung und große gemeinsame Erfolge – all das treibt Lene Krayenborg in ihrer Arbeit als Leichtathletik-Trainerin beim MTV Lübeck an. Die junge Trainerin ist Teil der „TrainerBank 2026“ der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck und bringt dort nicht nur ihre Erfahrungen ein, sondern möchte sich auch gezielt weiterentwickeln, wie sie im Interview mit HL-SPORTS preisgibt.

Zusammenspiel und Individualität

Was sie am Trainersein besonders fasziniert, hat viel mit der Natur ihres Sports zu tun. „In der Leichtathletik trainiert man sehr viele Stunden, um dann im Wettkampf für wenige Sekunden seine bestmögliche Leistung abzurufen“, erklärt Krayenborg. Gerade dieses Zusammenspiel aus körperlicher und mentaler Stärke sowie die Vielzahl an entscheidenden Details machen für sie den Reiz aus. Als Trainerin begeistere sie vor allem die Möglichkeit, durch gezielte Übungen in Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Technik Bewegungsabläufe zu perfektionieren. Hinzu komme die Individualität: „Es ist total spannend, wie unterschiedlich die Bedürfnisse der Athletinnen und Athleten sind – sowohl im Training als auch im Wettkampf.“

„Das wäre natürlich großartig“

Auch ihre Ziele sind klar definiert, bleiben dabei aber bewusst offen für Entwicklung. Krayenborg möchte sich kontinuierlich weiterbilden, neue Trainingsansätze kennenlernen und insbesondere in den Wurfdisziplinen dazulernen. „Ich tausche mich gerne mit anderen Trainerinnen und Trainern aus oder hospitiere, um neue Impulse zu bekommen“, sagt sie. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Athletinnen: „Mein Ziel ist es, dass sie gesund bleiben und im Wettkampf ihre bestmögliche Leistung abrufen können.“ Und vielleicht reicht es irgendwann sogar für die ganz große Bühne: „Wenn es einmal für einen internationalen Start reicht, wäre das natürlich großartig.“

Lene Krayenborg mit ihrem Team. Foto: (privat)

Zum zweiten Mal dabei

Die Teilnahme an der TrainerBank ist für Krayenborg dabei ein wichtiger Baustein. Bereits im vergangenen Jahr war sie Teil des Programms und möchte nun darauf aufbauen. Besonders das Thema mentales Training habe sie geprägt: „Das ist ein riesiges Feld, das für jede Sportart super relevant ist.“ Neben fachlichem Input freut sie sich vor allem auf den Austausch mit anderen Trainerinnen und Trainern sowie darauf, neue Sportarten kennenzulernen.

„Das motiviert einen selbst“

Dass Trainerarbeit häufig im Hintergrund stattfindet, ist ihr bewusst – umso mehr schätzt sie die Anerkennung durch das Projekt. „Im Sport steht immer der Sportler im Fokus, was auch völlig richtig ist. Aber es ist schön, dass durch die TrainerBank auch das Engagement der Trainer wertgeschätzt wird“, betont sie. Der Austausch innerhalb des Netzwerks habe für sie einen hohen Stellenwert: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut und Zeit alle investieren. Das motiviert einen selbst.“

Disziplin, Einsatz und Vetrauen

In ihrer täglichen Arbeit setzt Krayenborg auf eine klare, aber vertrauensvolle Linie. Disziplin und Einsatz seien im Leistungssport selbstverständlich, gleichzeitig sei ein offenes Verhältnis entscheidend. „In der Leichtathletik kann man sich hinter niemandem verstecken – die Leistung zeigt sich knallhart in Zahlen“, sagt sie. Gerade deshalb sei es wichtig, Druck aufzufangen und die Athletinnen zu unterstützen. Ein besonderes Anliegen ist ihr zudem, eigenverantwortliche Sportlerinnen zu entwickeln: „Sie müssen lernen, auf ihren Körper zu hören und bei den Trainingsinhalten mitzudenken.“

Ansatz mit Erfolg

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen auch die sportlichen Erfolge. Neben zahlreichen Medaillen bei Landesmeisterschaften konnten sich ihre Athletinnen im vergangenen Jahr mit der Staffel für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und dort den 16. Platz erreichen. Der bisher größte Erfolg folgte im Sommer: der Sieg als Mannschaft bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften.

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Für Lene Krayenborg ist das jedoch nur ein weiterer Schritt auf einem langen Weg – geprägt von Leidenschaft, Lernbereitschaft und der Freude daran, junge Sportlerinnen auf ihrem Weg zu begleiten.

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Bildquellen

  • Krayenborg: (privat)
  • Krayenborg: (privat)
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