Großenbrode setzt Trend fort und ist direkt wieder gefordert – Erster Auswärtsdreier für Bösdorf/Malente in 2026?

Putlos möchte ersten Heimsieg seit einem Jahr

Preetz gastiert am Sonnabend an der Strandstraße. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – In der Kreisliga Ost stand bereits am Donnerstagabend ein Nachholspiel an. Der SV Großenbrode war zu Gast am Aubrook, wo man weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg holen wollte. Am Ende war es ein knapper Sieg der Ostholsteiner, der sie in der Tabelle klettern ließ. Am Sonnabend geht es mit weiteren Spielen weiter. So muss Großenbrode direkt wieder ran. Auch die SG Bösdorf/Malente ist gefordert. Man gastiert bei einem Team aus dem Tabellenmittelfeld.

TSV Klausdorf II – SV Großenbrode 2:3 (1:2)

Die Ausbeute des SV Großenbrode in 2026 ließ sich bisher wirklich sehen. Man holte einige Siege und verlor einzig gegen Tabellenführer Eutin 08 II. Nun ging es zuletzt zum TSV Klausdorf II, der nicht nur in 2026 eine echte Wundertüte ist. Nach erschreckenden Auftritten zum Jahresbeginn folgten zuletzt Steigerungen gegen Spitzenteams. Der Aufsteiger war also gewarnt vor der Mannschaft von Jesper Grohmann. Diese war mit einigen Spielern aus dem Landesliga-Kader gespickt, sodass eine schwierige Aufgabe auf den SVG wartete. Dieser kam gut ins Spiel und ging in Führung. „Wir gehen mit 1:0 in Führung nach einem Elfmeter, den Maurice Molles leider verschießt, aber Tom Deiterding im Nachhinein reinmacht“, sagte Coach Peter Thomm. Zuvor hatte Klausdorf-Keeper Joe Gabriel den Angreifer als letzter Mann gefoult. Dabei hatte das Heimteam Glück, dass es nicht auch noch die Rote Karte gab: „Das war für mich schon mal ein großes Lob für das ganz junge Schiedsrichtergespann die einzige Fehlentscheidung an diesem Abend, denn es hätte hier noch Rot für den Torhüter geben müssen. Er hat nur die Gelbe Karte gezückt.“

Sieben Minuten später kam Klausdorf zu einfach durch und glich durch Noah Neitzke aus. „Da stellen wir uns einfach blöd an. Schlecht verteidigt auf der Außenbahn und auch innen, das kann passieren, wir haben uns aber geschüttelt.“ Zwei Tore nach rund 15 Minuten bekamen die Zuschauer zu sehen und noch vor der Pause fiel das dritte. Tom Deiterding schnürte den Doppelpack zur 2:1-Führung der Großenbroder. „Wir waren die bissigere Mannschaft, obwohl Klausdorf mit drei, vier Landesligaspielern gespielt hat. Ich finde schon, dass wir völlig auf Augenhöhe waren. Nach der Pause bekam der Torwart von Klausdorf dann tatsächlich für ein Foul an Yannic Slowy die Gelb-Rote Karte. Wir kassieren dann trotzdem in Überzahl den Ausgleich. Das passiert, aber machen dann hintenraus noch das 3:2. Das war völlig verdient, weil wir einfach die bissigere Mannschaft waren. Wir haben uns danach auf Konter berufen. Das war ein verdienter Sieg, das auch gegen eine Mannschaft, die mit Landesliga-Spielern gespickt war.“

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VfR Laboe – SG Bösdorf/Malente (Sa., 14 Uhr)

Der 3:1-Sieg gegen die TSG Concordia Schönkirchen war die perfekte Reaktion der SG Bösdorf/Malente auf die 1:5-Niederlage beim TSV Lensahn. Man zeigte eine starke Moral und machte durch einen Doppelschlag in der Schlussphase den Deckel drauf. Nun geht der Blick allerdings in Richtung Nachholspiel, denn am Osterwochenende ist man gleich doppelt gefordert. Der Auftakt steigt am Sonnabend in Laboe, wo man eine Mannschaft empfängt, die vor der Saison als deutlich stärker eingeschätzt wurde. Sie zählten unter anderem aufgrund starker Einzelspieler zum Favoritenkreis, doch statt Aufstiegshoffnung steckt man auf dem neunten Platz. Die Abstiegsränge sind nicht mehr weit entfernt, denn nach dem Winter läuft es einfach nicht. Ein Sieg aus vier Spielen ist eine dürftige Ausbeute. Dieser wurde im einzigen Heimspiel des bisherigen Jahres eingefahren. Dies macht dem VfR Mut im Duell mit der seit drei Auswärtsspielen sieglosen SG. Bösdorf/Malente möchte nun mal wieder in der Fremde punkten, wozu es eine ähnliche Leistung wie gegen Schönkirchen benötigt. Cheftrainer Benjamin Berger sagt vor dem Spiel: „Hier wollen wir die nächsten drei Punkte holen. Es werden ein paar Spieler fehlen, trotzdem haben wir genügend Potenzial zur Verfügung. Auf dem Platz in Laboe müssen wir geduldig sein und dürfen nicht in Konter laufen. Wenn uns das gelingt, werden wir erfolgreich sein.“

SG Dersau/Kalübbe – SV Großenbrode (Sa., 15 Uhr)

Es geht Schlag auf Schlag für den SV Großenbrode. Der Aufsteiger gewann am Donnerstagabend beim TSV Klausdorf II mit 3:2 und verschaffte sich Luft im Keller. Der aktuelle Trend spricht klar für die Ostholsteiner, doch nun gilt es, den Trend fortzusetzen. Zu Gast ist man keine 48 Stunden nach dem vergangenen Spiel bei der SG Dersau/Kalübbe. Es wartet also ein Team aus der oberen Tabellenregion, das sicherlich zu den unbequemsten Gegnern gehört. Mit einer Mischung aus Erfahrung und Talent machte man es einigen Gegnern schwer. In diesem Jahr gab es zwei Siege und zwei Niederlagen, sodass die Punkteausbeute eher dürftig ist. Beide Gastspiele wurden verloren, zuletzt sogar beim formschwachen TSV Klausdorf II, wo der kommende Gegner erst gewann. Zu Hause sah dies allerdings deutlich besser aus, denn dort wurde souverän gewonnen. 4:1 und 6:1 hießen die Endergebnisse gegen die SG Insel Fehmarn und Raisdorf. Man zeigte, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Einen großen Anteil daran hatte vor allem das Duo aus Marten Biss und Dustin Riedel, das in dieser Saison den Unterschied macht. 26 Treffer erzielten die beiden zusammen. Großenbrode ist also vor dem torhungrigen Tabellenfünften gewarnt. Trotz viel Respekt weiß man allerdings auch, dass man sich keineswegs verstecken muss. Die aktuelle Form ist beeindruckend und der Aufsteiger ist kaum wiederzuerkennen. Der Knoten, der sich in der Hinrunde oftmals gebildet hatte, ist geplatzt. Vorne ist man kaltschnäuziger und auch personell sieht es meist besser aus. Dennoch hat Peter Thomm nicht immer alle Spieler an Bord. Zum kommenden Spiel sagt der Coach: „Für Samstag sind noch zwei, drei Spieler fraglich. Jannik Jäger wird auf jeden Fall ausfallen. Der ist am Donnerstag verletzt zur Halbzeit raus. Unser Kapitän Matthis Müntz ist noch fraglich, aber ansonsten gehe ich mit einem ähnlichen Kader ins Spiel und auch in Dersau wollen wir schauen, was geht. Das ist natürlich eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion und zwei Spiele in drei Tagen ist hart, aber wir schauen mal, was die Körner am Samstag noch hergeben. Umso wichtiger war der Sieg gegen Klausdorf.“

SpVgg Putlos – FT Preetz (Sa., 18 Uhr)

Nach der 0:3-Pleite am Dienstagabend sieht es für die SpVgg Putlos stark nach einem Abstieg in die Kreisklasse A aus. Nur fünf Punkte stehen auf dem Konto und der einzige Sieg liegt weit in der Vergangenheit. Nun steht am Sonnabend ein weiterer neuer Versuch an, um die Negativserie zu beenden. Zu Gast ist die FT Preetz, die zuletzt deutlich in Großenbrode verloren hat. Das Team von Spielertrainer Florian Manstein wird die Saison voraussichtlich im Mittelfeld der Tabelle abschließen. Nach Jahren, in denen durchaus gezittert werden musste, wird es diesmal entspannter, doch es wäre auch mehr möglich gewesen. Zu Hause im Fichtestadion ist man kaum zu schlagen, holte 23 von möglichen 27 Punkten und steht auf dem vierten Platz der Heimtabelle. Es ist das gute Gesicht der Preetzer, doch in der Fremde sieht es anders aus. Neun Punkte aus zwölf Spielen ist die bittere Realität. Es läuft überhaupt nicht in der Fremde, was der SpVgg Putlos am Sonnabend sicherlich Mut macht. Der letzte Heimsieg an der Strandstraße ist allerdings ebenfalls lange her. Am 15. April 2025 wurde der TSV Klausdorf II mit 1:0 bezwungen. Es folgten seitdem elf sieglose Heimspiele. Der Startschuss war das letzte Aufeinandertreffen mit der FT. Dieses fand ein deutliches Ende, denn der Gast setzte sich mit 7:1 durch. Nun soll die Horrorserie enden, gegen die Mannschaft, gegen die sie begann.

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